Hochspezialisierte Anwendung: iOS-Videoanleitungen erstellen + ‚Korg iWavestation‘ Sound-Demo

So einfach unser Betriebssystem auch ausgelegt sein mag, so intuitiv und leicht zu bedienen… Es gibt Aufgabenbereiche abseits von E-Mail, Social Media, Safari und Games, die nicht ganz so trivial sind. Etwa das Erstellen von tönenden und animierten Anleitungen auf Video, bei denen Wert sowohl auf Bild- als auch auf Soundqualität gelegt wird.

In diesem Blogposting geht es um die Anleitung der Anleitung, so komisch das auch klingen mag. Interessant für iCloud-Power-User. Als Zugabe gewissermaßen dann später Doug Woods’ neue Demo von Korg iWavestation! (Und mehr: Infinite Looper und Aleph Looper.)

Werden etwa Tricks oder Soundbeispiele demonstriert, die mit Musikproduktions-Apps durchgeführt werden, sollte man sich nicht auf Mikrofone verlassen (die dienen nur dazu, den Kommentar aufzunehmen; für solche OTs gibt es ebenfalls Qualitätsmaßstäbe, um die es hier nicht vordergründig geht*), sondern besser ist es natürlich, das originale Sound-File (das während der Demo mit der Musik-App produziert wurde) einzusetzen und mit den Videoclips (Screen-Recording und/oder iPhone-Kameraaufnahme) zu synchronisieren.

Im Rossau-Blog verlinken wir in unseren iOS-Music-Making-Rezensionen gern und häufig solche Anleitungen und Demos von Autoren, die sich damit viel Mühe geben. Klaro: Besser als tausend Worte vermitteln natürlich gleich die richtigen Töne, worum es geht. Bei Musik-App-Demos (und Videospielen) ist es praktisch unerlässlich, dass dabei die höchste Tonqualität geboten wird!

Nun folgen ein paar Anleitungen, in denen demonstriert wird, wie man solche Anleitungen erstellen kann. Der Film im Film sozusagen, oder besser: die App in der App. Der richtige Sound im App-Video.

Mitch betreibt den YouTube-Channel The Audio Dabbler und hat sich die mehrfach verschachtelte Arbeit angetan, uns zu vermitteln, wie so etwas zu bewerkstelligen ist. Zunächst gleich das Ergebnis der Bemühungen, es geht um das Musikprogramm Korg Gadget und dauert nur knapp drei Minuten (nicht der Musikgeschmack ist hier erwähnenswert, sondern der Demo-Clip an sich, gleich mehr dazu):

Gadget Abu Dhabi iOS sequence loop demo iOS video

Sein schriftlicher Kommentar: „This is the video I recorded straight from my iPhone to show that it can be done without a computer. My voice is recorded with the headphones and gadget is recorded with audioshare through Audiobus. It was all edited with iMovie and uploaded to YouTube via iMovie.“

Sieht aus wie ganz selbstverständlich – diese kurze Anleitung. Aber wie wird so etwas denn angefertigt? Nun zu zwei Methoden, um dieses eben gezeigte Ergebnis zu erzielen; es steckt einiges dahinter. Interessant ist für uns natürlich jene, die ausschließlich mit iOS-Gerätschaften auskommt:

How to do an iOS video tutorial Part 2: Strictly iOS

So wird also nur mit iPhone, iPad, iCloud und Apples iMovie gefilmt und soundrecorded, überspielt, geschnitten und gesynct. Es gibt zwar ein paar Ecken und Kanten (etwa die Dauer des iCloud-Uploads), aber sobald man den Workflow raushat, ist es ganz erstaunlich, was mit iOS-only alles möglich ist. Hochprofessionell und blitzschnell! (Die Qualität des iCloud-Service schwankt gelegentlich bei sehr großen Dateien, meistens funktioniert’s ganz gut und innerhalb von Minuten.)

Steht ein externer, „großer“ Computer zur Verfügung, hat man derzeit natürlich (noch?!) weitere Optionen:

How to do an iOS video tutorial Part 1

Soweit die vom Rossau-Blog mit dieser Kollektion und Kommentaren ergänzte Anleitung der Anleitung. Jetzt zu ein paar aktuellen und kürzlich erschienenen Videos dieser Sorte.

Einer unserer favorisierten Autoren ist Doug Woods von The Sound Test Room. „Hello everybody. Here we go!“ Soeben veröffentlichte er (trotz Krankheit) seinen kleinen Korg-Kursus (die App ertönt eindrucksvoll ab Video-Laufzeit 2:05, besonders auch ab 10:02 und 18:37 „Intoamaze“):

Korg iWavestation The BIG Soundtest for the iPad

Wie immer passt die Soundqualität der Korg-App, der Kommentar wurde diesmal leider nicht ganz optimal ausgesteuert (stellenweise etwas zu leise). Selbst Profis greifen mal ein wenig daneben –, wie gesagt: trivial ist etwas Anderes als das Erstellen solcher Tutorials und Demos. Wir bedanken uns jedenfalls, zeigen uns deeply impressed und wünschen Doug weiterhin gute Genesung!

Rossau über Korgs jüngstes Gadget iWavestation mit iTunes-Link und weiteren Sound-Demos. Funkelnagelneu! Der Wave Sequence Synthesizer Korg iWavestation.

Der sehr empfehlenswerte Infinite Looper (iTunes-Link) ist gerade im Sonderangebot: fünfzehn statt zwanzig Euro. Hier ein zwanzig-Minuten-Clip, Patrick (vom Looper-Hersteller Secret Base Design) nahm sich die Zeit, eine Demo anzufertigen:

Infinite Looper 2.0

Sein Kommentar zu dem Clip:

Infinite Looper is an iOS MIDI looper for both the iPhone and iPad. It supports six tracks of instruments (using the internal SoundFont engine), or synthesizers hosted through Inter-App Audio. You can record and loop MIDI sequences, layer multiple sequences together, and edit the recorded MIDI. Import and export of MIDI is supported.

New to version 2.0 is built-in pitch-to-MIDI; use the keyboard display to pick out a melody or bass line from a recording, or use automatic MIDI triggering to turn an ordinary guitar into a MIDI controller.

The app is designed to be very easy to use, so that you can get up and running quickly.

Für den vereinfachten Aleph Looper (iTunes-Link) gilt übrigens: fünf statt zehn Euro. Soviel an Neuigkeiten für heute im Rossau-TV!

💥 Noch nicht genug Informationen für iOS-Power-User?! 😑 In diesem Rossau-Blogposting über MiMix – Mixer for Audiobus gibt’s noch ein für ambitionierte Musiker hochinteressantes Video, das einen sehr komplexen Workflow mit Audiobus (AUM, Audiobus, AB Remote, Ableton Link, Apples Inter-App Audio, DrumJam, Fugue, Gadget, Cubasis-Record) beschreibt. Ebenfalls von Doug Woods!

Filmer finden Unterstützung in diesem Rossau-Artikel: Bellende Rehe in der Lobau, technische Praxistests der exzellenten iPhone-Videokamera und Bedienungshinweise.

Noch nicht genug Sound-Demos und -Anleitungen? Hier im Blog sind mindestens zehn Stück davon, zur einen oder anderen kann man auch gut das Tanzbein schwingen oder den praktischen Hüftschwung üben: Moog tut gut. Modularer Synthesizer ‚Model 15‘ (sorgfältige und garantiert kabellose Nachbildung). 💃🏽

*) Die Aufnahme des gesprochenen Kommentars sollte in einem möglichst schalltoten Raum erfolgen, damit es nicht zu unerwünschten Hall-Effekten kommt, die, erstens, nicht professionell klingen und, zweitens, die klare Tonqualität beeinträchtigen; der gesprochene Text wird unverständlicher. Das Mikrofon im iPhone-Headset geht völlig in Ordnung.

Für die Aufnahmen von Laufbildern (etwa abgefilmter iPad-Bildschirm wie in den meisten der Music-App-Demos) mit der iPhone-Kamera sollte das Gerät stabilisiert, die Belichtungseinstellung manuell vorgenommen (dann könnte man in Dougs Clips die Beschriftung des gerade ausgewählten RAM-Presets lesen, etwa „Digitology, ToastedGhosties“ oder „JB Whistle“…) und der Fokus fixiert werden. Details dazu im vorhin verlinkten Rossau-Posting über die iPhone-Kamera.

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