Konzentrationsübung, minimalistisches Indie Dodge ’em up/Runner Arcade Game ‚oO‘ + Deutsche Literaturklassiker in Erstausgaben

Hier geht es um eine Art verflixte Mischung aus Super-Minimal-Platformer (in Sachen Scoring-Aufbau, Herausforderung für das Kurzzeitgedächtnis), Timing- und Rätselspiel. Eine Kugel läuft permanent an Kreisen entlang und wechselt mit jeder Berührung des Bildschirms zur Innen- oder Außenbahn. Übersprung zum nächsten Kreis nur auf der Innenbahn, Kollisionen mit anderen Kreisen auf der Außenbahn oder mit (später durchaus beweglichen) Zacken beenden den Versuch.

Man kann in bestimmten Bereichen selbst das Tempo bestimmen: Schneller Durchlauf oder mit Bedachtsamkeit („parken“ in den Kreisen ohne Hindernisse). Je höher man aufsteigt, desto gehöriger werden die Gehirnwindungen auf die Probe gestellt. One-Touch-Bedienung. Es geht darum, wer weiter kommt im Endlosmodus, und wer mehr Punkte macht (weniger Tode) in den 4 × 2 (jeweils mit nochmal deutlich schwierigerem „Drunken“-Modus) sehr langen Parcours (immerhin mit Zwischenspeicherpunkten).

Level-Auswahl über die abstrakten Kreise im Hauptmenü. Unterstützt Game Center mit zehn Bestenlisten. Das unten eingebettete Video verrät mehr als tausend Worte. Zunächst ein Originalzitat vom Hersteller:

oo_ios-game_homescreen-iconIn oO you control a ball as it moves around the circumference of interconnected circles. Tapping the screen shifts you from the interior to the exterior and vice versa.

Features:
– Simple
– Addicting
– Mind-bending
– Psychedelic eighties sci-fi world
– With awesome ambient music

Der Herstellername wird aus Gründen, die sogleich erläutert werden, ausnahmsweise hier im Rossau-Blog angeführt: Maciej Targoni. Der Originalname der Software besteht nämlich aus einem kleinen und einem großen Buchstaben O; was zwar einerseits recht originell und durchaus passend zum Thema sein mag, andererseits die (nicht zuletzt fürs Marketing) wichtige Suchfunktion von Datenbanken – wie App Stores, E-Mail-Programme und Blogs – vor eine praktisch unlösbare Aufgabe stellt. Ich würde sagen, die Nachteile überwiegen, besonders in so überfüllten digitalen Speichern. Der Name des Programmierers wird also nur deshalb eingetragen, damit dieses Rossau-Blogposting später wiedergefunden werden kann. Minimalismus hat offenbar doch seine (zumindest rein technischen) Grenzen.

Die Herausforderung für Unverzagte kreist und wankt seit März ’14 durchs Store, derzeit läuft die siebte Gratis-Aktion (die letzte ist über ein Jahr her), die bisherigen hielten jeweils nur wenige Stunden lang an. Normalpreis: 1,99 €. Es folgt der hervorgehobene Text-Link ins Store (Universal-App, 41 MB) und darunter der versprochene Videoclip (Endlosmodus):

oO

TIPP!


deutsche-klassiker-in-erstausgaben_ios-app_homescreen-iconKültürbeitrag bei Heise/Mac & i: Mobile Klassiker: Kafka und Goethe per App gratis laden, hier gleich der iTunes-Link, um den es geht: Deutsche Klassiker in Erstausgaben (Universal, 40,6 MB). Aus dem Artikel: „Schiller und andere für das Smartphone: Die Bayerische Staatsbibliothek hat eine neue App herausgebracht. Jeder kann sich jetzt Werke wie Goethes ‚Die Leiden des jungen Werthers‘ per App kostenlos aufs Handy oder Tablet holen.“ TOPTIPP!

Aus den Kommentaren zum Heise-Artikel: „Skandalöse Urheberrechtslücke! Goethe ist noch keine 200 Jahre tot und schon soll sein Werk kostenlos verscherbelt werden? Da ist aber mal dringend wieder eine Verlängerung fällig. Am Ende findet noch ein Schüler heraus, dass die bedeutendsten Werke der deutschen Literatur ganz ohne ein starkes Urheberrecht entstanden sind.“ 😄

Weiter aus dem Heise-Aufsatz, zitiert wird der Generaldirektor der Staatsbibliothek:

„Wir wollen in gewisser Weise die Aura des Originals einfangen.“ Neben den einfachen Abbildungen der Erstausgabe soll es aber auch Textversionen „zum Arbeitsgebrauch“ geben mit Lesezeichen- und Suchfunktionen. Einen „niedrigen fünfstelligen Bereich“ hat die Staatsbibliothek nach Angaben Ceynowas dafür ausgegeben.

So könne man auch nach „Verweile doch, Du bist so schön“ suchen, sagte Ceynowa. Denn auch Goethes „Faust“ sei künftig per App zu haben. Wer Probleme hat, die Fraktur-Schrift zahlreicher Erstausgaben zu lesen, kann die Originalschrift mit einer leichter zu lesenden Schrift überblenden lassen. Daneben gibt es eine klassische E-Book-Ansicht und Scans der Original-Buchseiten zu sehen. Dazu werden Kurzbeschreibungen der Werke geboten, Infos zur Entstehungsgeschichte – und Links zu den entsprechenden Wikipedia-Einträgen.

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