Zeichenprogramm ‚Draw in 3D‘ (iPad)

draw-in-3d_ios-app_homescreen-iconTIPP! iTunes-Link (Gratis-Aktion): Draw in 3D (iPad, 30 MB, 1,99 €). Das sehr stylishe (allein schon der interne Dateimanager in Form von Kreisen) und mit bis zu drei Fingern (Apple Pencil) bedienbare Zeichenprogramm bietet einen – im wahrsten Sinne des Wortes – besonderen Dreh: das gemalte Objekt lässt sich mit zwei Fingern „antauchen“ (dreht sich dann um diverse Achsen von selbst; animierte Darstellung mit einem simulierten, dreidimensionalen Effekt), vergrößern, verkleinern und verschieben (Letzteres mit drei Fingern).

Während des 3D-Drehens kann „in die Tiefe“ weitergemalt werden (ein Finger)! Dabei den Schwung als eine Art dreidimensionales Kurvenlineal nutzen, um die Linien „halbautomatisch“ sauber und glatt auftragen zu lassen – die Technik erinnert ein wenig an eine frei schwebende Töpferscheibe. Muss man einfach erlebt haben! Hightech pur! Je öfter man das übt und probiert, desto mehr gleicht das Ergebnis den Vorstellungen.

Die prima Schritt-für-Schritt-Anleitung (ebenfalls ein optischer Genuss) beim ersten Start der App (jederzeit über die Settings wiederholbar) dauert keine drei Minuten. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit stellt sich heraus, dass die stabile Software recht gut durchdacht ist und einen bündigen, stringenten Workflow gestattet. Es handelt sich übrigens um eine uneingeschränkte Premium-Vollversion.

Tiefgehend im mehrfachen Sinne ist der „Depthmarker“ für Spezialisten: Legt den Dreh- und Angelpunkt der animierten Darstellung sowie den räumlichen 3D-Tiefenpunkt (eine Art Cursor, Einfügemarke) beim Malen fest. Um diesen Marker (in Form eines weißen Kreises) zu platzieren, einfach eine der gemalten Linien an jener Stelle berühren, wo er hin soll; danach mit zwei Fingern anstubsen und gleichzeitig einen Drall (Twist-Geste) mitgeben: die Animation mit dem neuen Punkt kontrollieren. Mit dieser Geste, die vielleicht etwas Geschicklichkeit erfordert, wird festgelegt, wie schnell sich das Objekt um welche Achsen dreht. Auch hier gilt: Übung macht den Meister.

Im Tutorial wird weiter erläutert und interaktiv demonstriert: „Pay close attention to the relationship between the depthmarker and the drawing plane. Spin and draw three, or more, lines with the depthmarker in different positions.“ Mit diesem Marker lassen sich Linien etwa punktgenau in der räumlichen Tiefe fortsetzen beziehungsweise (zu anderen) anlegen (zum Beispiel tangieren). Entscheidend für den Ansatzpunkt ist natürlich auch, in welcher räumlichen Lage sich das Objekt (die bereits gemalten Linien) befindet.

Doppel-Tap auf eine Linie (markieren): löschen oder eine andere Farbe zuweisen. Unten rechts den multifunktionalen „Brush Button“ kurz berühren: ein Farbrad steht bereit zur Auswahl (falls davor eine Linie markiert wurde, wirkt sich das auf diese aus, ansonsten auf die nächste, die gemalt werden soll). Pinselgröße: am Button nach oben oder unten ziehen (todschicke Vorschau). Weitere Optionen (Bearbeitungsschritte rückgängig machen, wiederholen, Ansicht): den Brush Button etwas länger berühren.

Die Anzahl der rückgängig gemachten Bearbeitungsschritte scheint in einem kleinen roten Kreis (Badge) auf. Wie gesagt: bis in letzte Detailchen ausgefeiltes Tool. Es handelt sich um echte Profi-Software der Store-Kategorie Unterhaltung, sie lässt sich aber mit ein bisschen Erfahrung und Begeisterung auch durchaus gestalterisch und produktiv einsetzen. Klingt hier wieder mal komplizierter, als es ist, denn man kann gerne auch völlig unbedarft an die Sache herangehen und wird bald mit ganz erstaunlichen Resultaten belohnt! Versprochen!

Diverse Exportoptionen stehen über den grauen Pfeil im weißen Kreis (wo sonst?) oben links zur Verfügung (noch nicht gespeicherte Werke werden in der Optionsliste mit einem Sternchen markiert): 3D-Viewer/Browser-Upload (benötigt Unity-Plugin zur nicht animierten Darstellung, URL wird nach Export vollautomatisch und ohne irgendeine Registratur zur Verfügung gestellt), *.stl- und *.obj-Dateien, somit eine hervorragende Ergänzung für die bereits oben erwähnte App Matter; die mit Draw in 3D gestalteten Objekte lassen sich dort in Fotos und Videoclips einfügen (und die wiederum in längere Filme via iMovie). Durchaus einen Besuch wert: Website des Herstellers von Draw in 3D. Demo-Video:

Viel Spaß beim anregenden 3D-Update der kreativen Gehirnzonen!

Mögliche Zusatzkategorien für Draw in 3D: Bildung, Dienstprogramm, Produktivität. Wikipedia: 3D.


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