Amüsanter und abstrakter Plattformspringer, mentales Training ‚Thomas Was Alone‘

Thomas Was Alone oder Wie ich lernte, das Rechteck zu lieben. Gesteuert wird, ganz wie gewohnt in diesem Genre, mit drei virtuellen Schaltflächen. Es gilt, die Rechtecke durch eine Art Labyrinth zu ihrem Ziel zu bringen. Alles weitere ist so ziemlich einzigartig!

Am Anfang noch ganz einfach, ist später der raffinierte Wechsel der Charaktere mit ihren spezifischen Eigenschaften entscheidend. Deren Beschreibung (schriftlich – und von einem professionellen Sprecher vorgetragen) erscheint während des Ablaufs als schwebender (floating), an die Spielfigur gehefteter Text, dazu sind Englischkenntnisse Voraussetzung.

Oft ist es die Rahmenhandlung und die Qualität der Texte (falls überhaupt vorhanden), die bei Computerspielen zu wünschen übriglässt. Zunächst benötigt man technische und künstlerische Genies, die programmieren und codieren, Grafiken, Animationen, Sounds, spannende Spielabläufe gestalten und für eine funktionierende Steuerung sorgen können.

Und das alles möglichst am letzten Stand der Technik, wenn’s leicht geht… Bei dem Stress bleiben oft und gerne Geschichten und Geschreibsel auf der Strecke, fast ein wenig verständlich.

Nicht so bei diesem Platformer erster Güte! Hier liegt der Fokus eindeutig auf der tiefgründigen Story; es wird eine höchst skurrile Beziehung zu abstrakten Formen aufgebaut. Die Vierecke, allen voran jenes mit dem Namen Thomas, gewinnen an Persönlichkeit und besitzen nachvollziehbare und typische Wesensarten! Extrem schräg, auf was man sich da einlässt…

Eine Welt wird definiert, die so klein, unwirklich und minimalistisch ist, dass man sie kaum ausmachen kann. Dennoch vermittelt das, was man erzählt bekommt, ein tiefes Gefühl der Verbundenheit und Cleverness. Bald fühlt man sich in der emotionellen und bizarren Umgebung ganz wie zu Hause und wird – durch die erforderliche Interaktivität – geradezu Teil davon.

Man kann aber auch zocken, ohne sich um das Drama zu kümmern, der fesselnde Gameplay-Spielablauf des Geschicklichkeitstests wird keineswegs vernachlässigt. Zitat aus dem Store:

thomas-was-alone_ios-game_homescreen-iconMeet Thomas, a curious rectangle, and help him unravel the mysteries of his existence in a wonderfully strange world. Experience 100 levels of award-winning platform gameplay and take part in an emotional story narrated by Danny Wallace.

  • A minimalist game about friendship and jumping
  • 100 levels, one immersive journey

Includes FREE ‘Benjamin’s Flight’ level pack, giving you more story and 20 additional levels to play through with young Benjamin, who goes in search of the Fountain of Wisdom aided by his father’s incredible invention.

TOPTIPP! Und gleich eine Warnung: Das Spiel gehört nicht zu den ganz leichten und ist bestimmt auch nicht jedermanns Sache. Systemvoraussetzungen: mindestens iPhone 4s, iPad 2, iPod touch der fünften Generation, iOS 7. Derzeit gilt für die hoch dekorierte Universal-App (152,6 MB, Game Center, Full-Premium, Rossau-Debüt): 4,99 € 1,99 €. [Edit 17. 4. 2016: Aktion beendet. Das Spiel ist in letzter Zeit ein- bis zweimal pro Monat in Aktion. Der Rossau-Blog wird zuverlässig berichten, wann es wieder soweit ist.] Demo-Versionen (Mac/PC) gibt’s auf der Website des Herstellers.  iTunes-Link & Video:

Thomas Was Alone

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