Ab durchs Sushi: 3D-Kampf-Autorennspiel ‚Table Top Racing‘

WWW-Shortcut zum Drift ins iOS App Store:

Table Top Racing Premium Edition

TOPTIPP! Was sonst…?

„Von den Machern des Sony-PlayStation-Blockbusters wipEout stammt nun Table Top Racing, ein nagelneues Fast&Furious-Kampfrennspiel mit hochwertiger Konsolengrafik und einem außergewöhnlichen Spielerlebnis“, so beschreibt der Hersteller die Software. Eine Art Micro-Racing-Game.

table-top-racing-ios-homescreen-iconTable Top Racing fällt in die Kategorie Micro Machines oder Mario Kart. Diese „Premium Edition“ erschien Mitte 2014 (zeitgleich mit dem jüngsten Update). Deutschsprachig. Befristet um 0,00 Euro zu beziehen. [Edit 21. 2. 2016: Aktion beendet.] Abgesehen von einer ähnlichen Einführungs-Aktion zum dritten Mal im Sonderangebot.

Zu den angebotenen „Top In-App-Käufen“ weiter unten mehr Details; nur kurz vorweg: Entwarnung, keine Abzocke. 145,4 Megabyte Downloadvolumen, installiert am iPad Air 2: 300 MB. Ab iPhone 4 und iPod touch der vierten Generation und iOS 5. Unterstützt Game Center und Bluetooth-Controller wie zum Beispiel iCade. 

Trailer-Video:

Technische Ausstattung vom Feinsten, speziell die Grafik. Butterweich ablaufende Animationen, superscharf, brillant und detailliert, viele stimmungsvolle Lichtstrahlen, Schatten und Reflexionen. Bloom-Lighting nur auf den jüngsten iOS-Geräten. Spielmodus „lokaler Multiplayer“ getestet mit iPads, was mir besonders wichtig ist: Alles okili dokili durchgebraten, easy Setup. Es gibt auch Online-Multiplayer-Features.

Es folgen noch ein paar interessante An- und Aussichten. Auch deftig kritische Stimmen kommen zu Wort. Diese Rossau-Rezension stammt von 9/’13 und betrifft eine geschmacksneutrale Vorgängerversion (die vor einem anderthalb Jahren zur permanent kostenlosen „Freemium“-Version mutierte).

Thematisch spielt man immer auf der Oberfläche eines Tisches, wo meistens Nahrungsmittel drapiert sind (es gibt aber auch eine Werkbank und einen Tisch mit Spielzeug). Man kann sich wahlweise vorstellen, mit Modellautos auf einem normal großen Tisch, oder mit normal großen Autos in einer Welt von hungrigen Riesen zu fahren.

Das mag einerseits köstlich skurril erscheinen, bietet aber auch den Vorteil eindeutiger Anhaltspunkte, die man sich als Eselsbrücke leichter merken kann als zum Beispiel die stets gleich aussehenden Ecken einer Plattenbausiedlung; etwa: Gleich nach dem Steak kommt eine enge Rechtskurve! Die Muffins markieren einen Slalom!

Rossau-Bildschirmfoto von einem der ersten Rennen auf dem Tisch mit den exotischen Früchten. In der Pause-Funktion sind drei Kamerablickwinkel einstellbar, darunter seit dem letzten Update eine „quasi 2D“-Vogelperspektive (top-down view) ähnlich wie bei Reckless Racing 1 und 2, CitiRacing, Reckless Getaway, Tiny Cars, Mini Motor Racing, Ghost Racer, Paper Racer, VS. Racing (Rossau-Postings darüber), und wie sie alle heißen mögen…

Im Bild ist die Ansichts-Standardeinstellung von Table Top Racing zu sehen, die für mich prima hinhaut, tolles 3D-Feeling:

table-top-racing-ios

Klick/Tap auf das Bild: Originalauflösung vom iPad 4. 2.048 × 1.536 Pixel, 3,9 MB. Die anderen Screenshots im vorliegenden Rossau-Blogposting stammen aus dem iOS App Store.

Table Top Racing läuft übrigens auch spitzenmäßig auf dem iPhone 4 und stellt eine technische Demarkationslinie dar, was aus älteren Geräten noch rauszuholen ist! Da kann man wirklich nicht meckern.

Die Fahrzeuge ähneln stark realen Modellen, darunter VW Bulli und Käfer, Jeep MB Willys, Range Rover, Dodge, BMW, Datsun, Ford GM und Bugatti EB 110.

Steuerung. Es steht keinerlei direkte Temposteuerung (beschleunigt von selbst, keine Bremsen), außer den Boost-Power-Ups zur Verfügung, sondern es kann nur gelenkt werden, das dafür äußerst präzise. Entweder über zwei virtuelle Schalter links und rechts (= Standardeinstellung), oder über Bewegungen der iKonsole (Tilt); beides funktioniert perfekt.

Letzteres wird von uns (ein paar lokale Freunde und ich) persönlich bevorzugt – auch am iPad, aber wir befinden uns dabei offenbar in einer Minderheit. Dann gibt es noch eine Schaltfläche zum kurzfristigen Abrufen der aufgesammelten Power-Ups und Waffen. iCade-Unterstützung (externe Hardware-Steuerung via Bluetooth) wurde bereits angekündigt! Sehr gute Simulation der physikalischen Grundlagen.

Der Haupt-Spielmodus baut auf einem robusten Kampagnen-Spielablauf („Karriere“) mit unterschiedlichen Anforderungen und Bedingungen in Einzelrennen oder mit anderen. In den diversen Cups gibt es etwa Solo-Zeitrennen (vorgegebenes Limit unterschreiten, ausschließlich Boost-Power-Ups), Rennen um den ersten Platz, innerhalb der Zeit den einzigen Gegner rammen, Kampf-/Elimination-Matches (nach jeder Runde scheidet der letzte aus) mit zufälligen Pickups (Bomben, Raketen, Beschleunigung, das alle bremsende Magnetfeld…) – es gibt aber auch Rennen ohne diese Waffen.

Genaue Streckenkenntnis und vorausschauendes Lenken sind oberste Prinzipien wie bei jedem gut abgehangenen Autorennspiel. Die einigermaßen flachen (ein paar Hügel und Bodenwellen, keine großen Sprünge), aber ausgeklügelt angelegten und sehr attraktiven Tracks werden in beiden Richtungen befahren. Und natürlich darf nicht nur neben der Blutwurst ordentlich gerempelt werden!

Smoothe Kameraflüge vor dem Start eines jeden Rennens sind gleichermaßen informativ wie beeindruckend und lassen einen die erstklassige Gestaltung der sehr realistisch wirkenden und nahrhaften Szenerien genießen. Nach den Rennen läuft ein Video/Replay.

Münzengischt. Mit bestimmten aufrüstbaren Reifen (den goldenen, in der „Garage“ das Icon unten links) werden beim Driften Münzen produziert, was sehr lustig aussieht. Gedriftet wird, wenn (zu) stark in die Kurve gelenkt wird, da quietschen die Pneus. Das Driften kostet wesentlich mehr Zeit als etwa in Asphalt (wo es praktisch keine Zeit kostet). Über- und untersteuern möglich. Wirklich sehr ideenreich, es gibt viele schmackhafte Raffinessen zu entdecken. Ganz zu schweigen von den schneidigen Abkürzungen…

Die angebotenen „Top In-App-Käufe“ der Premium-Version um echtes Geld sind als optional zu betrachten; Profis verdienen genug Münzen bei Spielerfolg, um in ausreichendem Tempo weiterzukommen. Oder wie es jemand ausdrückte: „There is no pay wall or grind so put the in-app purchases out of your mind or in the little cheats box.“ Offizielle Stellungnahme des Herstellers zu den Echtgeld-Käufen:

In dieser besonderen „Premium Edition” wurden die Kosten der Autos, Upgrades, „Waffen-Räder“ und Lackierungen alle um 50% reduziert, und alle können beim Spielen gewonnen werden, ohne dass weitere In-App-Ausgaben oder übermäßiges „Grinding” nötig ist. In-App-Käufe gibt es, um den Spielablauf bei Bedarf zu beschleunigen.

Grinding = Schinden, Abrackern; Rennen wiederholen, um Spielgeld anzuhäufen. Wie es bei absoluten Anfängern aussieht, kann ich nicht genau beurteilen, die haben bestimmt (spätestens ab dem zweiten Cup) eine gewisse Lernkurve zu absolvieren und müssen ein wenig ihre Frustgrenze nach oben justieren; manchmal ist es nicht ganz leicht, die Höchstwertung pro Rennen abzuräumen (besonders die letzte Prüfung, eine Art Sub-Cup, der als Abschluss von jedem Karriere-Event eine Abfolge von kurzen Rennen darstellt). Insgesamt finde ich den Schwierigkeitsgrad im Karrieremodus ausgewogen bis anspruchsvoll, jedenfalls prickelnd wie Soda. Und was gibt es Faderes als zu leichte Games?

Es gilt wie bei sämtlichen Geschicklichkeitsspielen: Übung macht den Meister! Table Top Racing hat das Zeug, aus zunächst bloß Interessierten im Laufe der Zeit (und mit etwas Geduld) Racer-Profis zu machen, zumindest was das Lenken und Finden des kürzesten Wegs anbelangt. Kurven so scharf wie das Essen in Indien.

Hervorzuheben ist auch die sorgfältige und humorvolle Übersetzung auf Deutsch! Die Abfolge des Aufrüstens der Wagen ist übrigens strikt vorgegeben. Bei dieser Zutat gibt es keinen Handlungsspielraum.

Es stehen auch noch die üppigen Modi „spezielle Events“ (je nach erreichtem Level im Karrieremodus, praktisch zum Münzensammeln) und „schnelles Rennen“, in denen der Schwierigkeitsgrad gewählt werden kann, zur Verfügung. In den Kampfrennen nie zu früh aufgeben, da es mit etwas Glück (beispielsweise wenn sich in den Kisten mit den Fragezeichen genau die RICHTIGEN Power-Ups befinden) sehr wohl passieren kann, dass man in der letzten halben oder gar viertel Runde noch alle saftig überholt.

Interessantes Respawn-Verhalten: Gerät man in eine Sackgasse aus Milchpackungen, kippt oder stürzt ab, stellt sich die Karre innerhalb kürzester Zeit wieder von selbst in Fahrtrichtung auf, damit man womöglich zwischen Käse und Kiwi noch eine Chance hat.

Aus der offiziellen Beschreibung im Store:

Unglaubliches Spielerlebnis und Grafik in Konsolenqualität!

Bei „Table Top Racing“ treten alle möglichen verrückten Fahrzeuge und Automobile in einer Welt gegeneinander an, die aus Rennstrecken auf Tischoberflächen mit übergroßen Hindernissen besteht.

– Mehrspielerrennen mit bis zu 4 Spielern
– 30 Erfolge
– 18 Ranglisten
– 10 aufrüstbare Fahrzeuge
– 8 unglaubliche Rennstrecken
– 4 harte Meisterschaften
– 30+ spezielle Events
– 6 einzigartige Spielmodi
– 9 ausgebuffte Powerups
Synchronisierung von Speicherständen über iCloud (das kann nur die Freemium-Version, falls ich alles richtig verstanden haben sollte; Anm. Rossau-Red.)
– Kompatibel mit iOS 6.0 und 5.0
– Native Resolution 3D auf allen unterstützten Plattformen

Mit einem unglaublichen Arsenal aus verrückten Waffen und hinterhältigen Powerups werden Fahrzeuge und Strecken durch eine auf jedes Pixel bezogene „AAA“-Produktion zum Leben erweckt. Der unwiderstehliche Mehrspielermodus ermöglicht es bis zu vier „Freinden“, sich über das Internet in süchtig machenden Schlachten mit hoher Oktanzahl zu stürzen und um den Spitzenplatz in den globalen Ranglisten zu wetteifern.

Die Spieler können auch Münzen gewinnen, Fahrzeuge aufrüsten, neue Fahrzeuge freischalten und ihr Waffenarsenal erweitern, um sich den Weg an die Spitze des Starterfelds freizuschießen. Durch die einfache, reaktionsfreudige Steuerung wird „Table Top Racing“ umgehend spielbar, mit superweichen Bildraten auf allen unterstützten Geräten, und somit zu einem atemberaubenden Rennspiel, das alle Handy-Gamer lieben werden.

Hinweis: iPhone 3GS/iPod 3rd gen werden nicht offiziell unterstützt.

(Entdeckte ich da nicht etwa irgendwo eine bunte Brio-Holz-Modelleisenbahn?) Noch eine letzte Ansichtskarte von Table Top Racing mit Stäbchen:

Der Nicht-Racer, der dick macht. Der für seine spitze Feder berühmte und stets äußerst kritische Stammgast im touchArcade-Forum, Gabrien, ist sauer wie eine unreife Zitrone und bringt es so auf den Punkt:

I think it’s worth recapping:

  • You aren’t allowed to brake.
  • You aren’t allowed to accelerate.
  • You aren’t allowed to choose when to drift.
  • You aren’t allowed to choose your own upgrades.
  • You aren’t allowed to look behind you in a race.
  • You aren’t allowed to keep the bonus coins you’ve earned in a race unless you also finish in a placing.

I don’t think this leaves much of a racing game really, but rather more of a left/right reaction test, very pretty, with a tremendous frame rate, and a transparently insulting IAP scheme.

Das Paradoxe ist: Er hat noch dazu recht (bis auf die IAPs, die ganz so schlimm nicht sind, und mit den Bonus-Coins hat sich etwas verbessert in einem späteren Update der Software)! Trotzdem ist Table Top Racing schlicht und ergreifend eines der besten 3D-Autorennspiele (inklusive Kart-Racer) im iOS App Store. (Was freilich nicht heißen soll, dass es keine guten Racer in dem Apfelsaftwareladen gibt.) Mir ist das verspielte TTR etwa lieber als das „ernsthafte“ Need for Speed: Most Wanted (SUVs als Rennautos… würg; gekauft und nach einer halben Stunde gelöscht).

Ich betrachte das als eine gelungene und interessante Form der Zurückgenommenheit und des Minimalismus in einem Videospiel. Tatsächlich eine stark vereinfachte und auf das Wesentliche reduzierte Steuerung, dennoch ausgesprochen fesselnd, wenn man für das geschickte Nutzen der Ideal- und Kampflinie bei hohen Geschwindigkeiten etwas übrig hat. Beobachtungsgabe und Merkfähigkeit, Reaktion und Präzision sind gefordert. Lenktechnik pur. G’schmackig garniert mit ein wenig Glück (was ist in der ¿BOX?) und blitzschneller Taktik beim Einsatz der Pick-Ups (Waffen und Bonuselemente).

Ahem… Und mit etwas Übung und guter Streckenkenntnis kann man sich sehr wohl aussuchen, wann gedriftet wird, Gabrien! All das ist mir persönlich lieber – speziell für den mobilen Spieleinsatz – als ellenlange Aufenthalte in Shops und andere Features, die einen nur vom eigentlichen Spiel, dem puren Racing, abhalten.

Wie schon öfter im Blog erwähnt: Der lokale Mehrspielermodus ist etwas ganz Spezielles, in ausgesuchten Spielen eine iOS-Domäne seit vielen Jahren. Muss man einfach erlebt haben, das Setup funktioniert in wenigen Sekunden! Für Gaming-Fans eine völlig neue Erfahrung! Und was benötigt man dazu? Richtig! Mehrere lokale Freunde mit iOS-Geräten und Table Top Racing oder Asphalt 8 im Flash-Speicher (und im gleichen WLAN). Also ist es diesmal nötiger und dringender denn je, dieses  vorliegende Blogposting weiterzuempfehlen! (Kurze Anleitung für Anfänger; erledigt in einer Minute.)

Resümee. Ich kaufte Table Top Racing zum regulären Preis am Tag des Erscheinens, obwohl Kampf-Racer mit Waffen normalerweise nicht so mein Kaffee sind, und habe noch keinen einzigen Eurocent bereut. Wie gesagt, TTR hat nicht das irrwitzige Tempo und den Pfeffer von Asphalt (der ja auch eher ein typischer Spielhallen/Arcade-Racer ist), aber dafür andere charmante Vorzüge. Fünf Sterne. Duftet nach frischem Rosmarin.

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Eine Antwort zu Ab durchs Sushi: 3D-Kampf-Autorennspiel ‚Table Top Racing‘

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