Kabushiki! Sehr nettes Geburtstagsgeschenk: ‚Yamaha Synth Book‘ (iPhone) [Blogposting aktualisiert]

Der japanische Großkonzern Yamaha (Homepage) feiert den vierzigsten Jahrestag seiner Synthesizer-Produktion! Diese k.k.-iOS-App bietet eine vollständige Geschichte der Yamaha-Synthesizer, dient als Portal zu Online-Communities über deren Produkte – und stellt vor allem einen ausgezeichneten virtuell-analogen Soft-Synth zur Verfügung!

Zunächst ein gekürztes Zitat aus dem Store:

yamaha-synth-book_ios-app_homescreen-iconAN2015 features virtual analog modeling like the AN1x. It also features a drum part that can keep the beat going while you perform and control the main synth part.

●Use case 1: Enjoy it as a standalone iOS app! There are 2 modes available, SYNTH mode and Drum mode that work at the same time, e.g. when drum phrase is playing, Analog sound can be selectable and playable with the drum phrase, and vice versa without stopping ongoing music.

●Use case 2: Use it with a MOXF as an external tone generator! When connected to the Yamaha MOXF Music Production Synthesizer (OS version 1.10) using the Lightning to USB Camera Adapter by Apple, the MOXF becomes the MIDI/Audio interface for the iOS app creating a very powerful music production system.

●Specs
Analogue Synth
-Tone Generator: Virtual Analogue Modelling
-Polyphony: 8
-Preset voice: 64
-Arpeggiator: 1
-Scale: 1
-Polyphonic Pad

Drum Part
-Tone Generator: Audio (Drum loop and time stretch function included)
-Part: 1
-Polyphony: 1
-Drum Pad: 16
-Drum Pad Set: 5

 Das Synth-Teil AN2015 klingt exzellent!   Fetter und voluminöser Sound, sehr musikalisch. Stereo. Fehlen nur noch ein paar Audio-Schnittstellen (Audiobus, Inter-App Audio…) [Edit 18. 4. 2015: diese Schnittstellen wurden soeben hinzugefügt] und native iPad-Unterstützung. Leider gibt es (vorerst?) keine Möglichkeit, die erstellte Musik direkt am iOS-Gerät mit Bordmitteln aufzunehmen (ein Workaround wird demnächst hier vorgestellt), sondern nur über den Kopfhörer-Ausgang (Kabel oder AirPlay), was vor fünf Jahren noch eine Selbstverständlichkeit darstellte, und einem heute ein wenig vorsintflutlich vorkommt. Die Applikation besteht auf Hochkant-Ausrichtung mit dem Home-Button unten.

Übersichtlich und intuitiv zu bedienen. In der „Synth“-Section oben eines der 64 mitgelieferten Presets auswählen. Da sind ein paar wahre Schätzchen dabei. Etwa „PlanetPad, Oriental, DriveSync, SmokyVoice“ und viele andere… Es besteht die Möglichkeit, User-Presets anzulegen („Save“). Sehr cool!

Dazu benötigt man die „Edit“-Option. In diesem Bildschirm lassen sich OCS, Filter, LFO, AMP und „Other“ (Volume, Pan, Portamento, Modulation, Mono/Poly und PB-Range) justieren. Das kugelige (und bisher in dieser Form noch nie gesehene) „Tack Pad“ in der Mitte gestattet durch alle möglichen Wischgesten (mit einer Fingerkuppe) interessante Live-Modulationen, welche die eingebauten Lautsprecher des iPad Air 2 gelegentlich an die Leistungsgrenzen bringen.

„Arp“ bietet 64 voreingestellte Arpeggiator-Tonfolgen, das „Chord Pad“ (Schaltersymbol mit acht Quadraten) zwanzig Sets mit programmierten Harmonien, und natürlich gibt es auch ein Multi-Touch-Keyboard mit diversen durchdachten Funktionen (etwa 25 Scales), einen separaten Editor für Dealy- und Reverb-Effekte – sowie eine „Drums“-Section.

k.k. bedeutet hier übrigens nicht kaiserlich/königlich (Wikipedia), sondern einfach nur Aktiengesellschaft auf Japanisch: kabushiki-kaisha. Sorry, ich konnte es nicht lassen.

おめでとうございます Na, da darf man wohl gratulieren. Herzlichen Dank für das prima Geschenk! Interessante Botschaft, dass es in Japan offenbar die Geburtstagskinder sind, die sich um die Geschenke zu kümmern haben. Wikipedia über die legendäre Firma Yamaha:

„Das Unternehmen Yamaha Corporation (ヤマハ株式会社) ist eine japanische Aktiengesellschaft mit Hauptsitz in Hamamatsu, die viele Produkte und Dienstleistungen anbietet, vorwiegend jedoch aus den Bereichen Elektronik, Musikinstrumente und HiFi. Auch die Yamaha Motor Co. gehört zum Mischkonzern. Die Geschichte des geht zurück bis ins Jahr 1887, als Torakusu Yamaha den Auftrag bekam, in der Grundschule von Hamamatsu das amerikanische Harmonium zu reparieren…“

 TIPP!  Die Gratis-App ist soeben erschienen, und die 153 Megabyte (Download-Volumen 119 MB) dürfen auf keinem iOS-Gerät fehlen! Getestet am iPad Air 2 mit Referenzkopfhörern von Sennheiser und AKG. Link ins heimische Store und offizielles Demo-Video (über Musikgeschmack lässt sich ja bekanntlich nicht 😆 streiten):

Yamaha Synth Book

Sobald weitere Demo-Videos vom AN2015 erscheinen, werden sie ins vorliegende Blogposting eingefügt. Hoffentlich wird die App weiter gepflegt. Äußerst vielversprechend jedenfalls. Wirklich tolle Überraschung!

~ Rossau Blogposting Aktualisierung ~
28. Januar 2015

Und schon hat sich’s ein Profi-Reviewer vorgenommen, nämlich The Sound Test Room, er ist ziemlich angetan und demonstriert ein paar durchaus tanzbare Rhythmen (Synth-Sounds ab Laufzeit 2:44):

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4 Antworten zu Kabushiki! Sehr nettes Geburtstagsgeschenk: ‚Yamaha Synth Book‘ (iPhone) [Blogposting aktualisiert]

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