Tap-Shooter ‚Shoggoth Rising‘ (Universal, werbefinanziert) + Kamera-Apps + Gemäldegalerien mit Meisterwerken + Euro-Preiserhöhung (knapp zwölf Prozent) in den iTunes-Stores: $=€

shoggoth-rising_ios-game_homescreen-iconGrausige Monster wollen den Leuchturm hinauf. Mit einem oder mehreren – je nach Größe – gezielten Taps erledigen, bevor sie die Spitze erreichen. Mit welchen intuitiven Gesten man das Bauwerk von allen Seiten betrachten kann, geht aus der interaktiven Anleitung zu Beginn hervor. Aufrüstmöglichkeiten der wechselbaren Tap-Schusswaffe(n) und Spezialkräfte in mehreren Details mit eingenommenem Spielgeld. Beeindruckende Grafik (atmosphärisch dichtes Ungewitter), gut tönender Sound, vorzügliche Steuerung. Game Center. Deutschsprachig.

In den höheren Runden nicht ganz leicht, es kann sein, dass man frühere wiederholen (oder den Survival-Modus spielen) muss, um zu Cash für verbesserte Verteidigungseinrichtungen zu kommen. In dem Gelegenheitsspiel wird ein schmales Werbebanner unten eingeblendet, aber nur in den Menübildschirmen – nicht während der Tap- & Smash-Action.

Die grünliche App (aus der Schweiz übrigens) erschien vor gut einem Jahr und wurde jetzt auf gratis gesetzt. 100 MB DL-Volumen, installiert am iPad Air 2: 244 Megabyte. Link ins Store & Video:

Shoggoth Rising


Reverser – Backwards Video Maker with Reverse Cam (Universal, Retina, 16:9, 2,1 MB, 1,99 €), aus Zeitmangel vorerst ungetestet (gilt auch für die nächste App). Laufrichtung von Videos umdrehen. Mit Zeitlupen- und Zeitrafferfunktion, iOS-8-Extension (innerhalb der Fotos-App).

SuperSlo – Slow Motion Video Editor and Camera (Universal, 2,3 MB, 1,99 €0,00 €). „Playback speed, from ⅛x all the way to 8x, plus trim, set speed in and speed out points, and choose the audio pitch mode that sounds best for your video. Export with SuperSlo’s super-fast lossless encoder or choose fixed framerate output for maximum compatibility.“

SuperSlo ist besonders für die Vorgängerversionen der aktuellen iPhone-Modelle zu empfehlen. Letztere verfügen über eine in die Standard-Kamera-App eingebaute Zeitlupenfunktion.


Penguin Pounce (Universal, 18,6 MB) ist ein – später recht explosives – Geschicklichkeits- und Geduldsspiel auf physikalischen Grundlagen. Der Pinguin muss auf dem besonderen Eisblock zu stehen kommen, alle anderen gilt es zu entfernen (antippen). Enthält ein wenig Eigenwerbung. Abbildung ☟


TIPP! Zwei virtuelle Galerien alter Meister: Sargent (215 MB; Wikipedia) und Botticelli (88,8 MB; Wikipedia). Sortiert in Kategorien, bezeichnet und mit ausgesuchten Links zu Video-Dokus, Diashow, Timeline, Suchfunktion. Beide Universal-Apps sind erstmals in Gratis-Aktion. Abbildungen ☟


iOS Hinweis. Die bereits vor über zwei Wochen im Rossau-Blog angekündigte Euro-Preiserhöhung im iOS App Store und anderen iTunes-Stores trat heute (Freitag, 9. Januar 2015, 01 Uhr MEZ) weitgehend in Kraft. Alle Apps (Musik, Filme, Zeitschriften, Bücher…) und „Top In-App-Käufe“ wurden teurer, und zwar teilweise empfindlich. Solche, die vorher 5,99 Euro kosteten, kommen nun auf 6,99 Euro. Die Erhöhung in der 99,99-Euro-Klasse beträgt sogar zwanzig Prozent: ab sofort 119,99 €. Ein paar Ausnahmen gibt es auch, Details dazu später.

Als Begründung werden Mehrwertsteuer und Euro-Kurs genannt. Außerdem weist Apple in den E-Mails, die man nach einem Kauf bekommt, ab sofort die Mehrwertsteuer des User-Heimatlands aus (siehe Bildschirmfoto unten).

Apple erläuterte das vor ein paar Tagen in einer Mail an Softwareentwickler so (Quelle: 9to5mac.com):

Within the next 36 hours, prices on the App Store will increase for all territories in the European Union as well as in Canada and Norway, decrease in Iceland, and change in Russia. These changes are being made to account for adjustments in value-added tax (VAT) rates and foreign exchange rates.

Bei den meisten Apps, die ich heute überprüfte – einfach in den zurückliegenden Rossau-Blogpostings (mit abgelaufenen Aktionen) am Mac/PC die Links anklicken, dann sieht man die aktuellen Preise auf der iTunes-Webpage – kommt es zu den erwarteten und angekündigten Euro-Erhöhungen. Also in den unteren Standard-Preiskategorien (Tiers):

0,99 US$, vorher: 0,89 €, nun 0,99 €
1,99 US$, vorher: 1,79 €, nun 1,99 €
2,99 US$, vorher: 2,69 €, nun 2,99 €
3,99 US$, vorher: 3,59 €, nun 3,99 €
4,99 US$, vorher: 4,49 €, nun 4,99 €
6,99 US$, vorher: 5,99 €, nun 6,99 €
7,99 US$, vorher: 6,99 €, nun 7,99 €
8,99 US$, vorher: 7,99 €, nun 8,99 €
9,99 US$, vorher: 8,99 €, nun 9,99 €
15,99 US$, vorher: 14,49 €, nun 15,99 €
20,99 US$, vorher: 18,99 €, nun 20,99 €

💸 Die komplette Liste hat jemand im Heise/Mac & i-Forum gepostet; die Erhöhung liegt laut dem Posting bei einem Mittelwert von 11,8 Prozent. Der Euro-Wert der Preisklassen entspricht nun 1:1 dem U.S.-Dollar-Wert.

Eine besonders kräftige Erhöhung gibt es, wenn die App-Hersteller zusätzlich noch eine Preiskategorie-Anhebung auf eine Zwischenkategorie durchführen; Bildquelle (iTunes-Screenshot v. 9. 1. ’15): Rossau Blog

Eine besonders starke Erhöhung gibt es (in diesem Beispiel von 1,79 auf 2,29 Euro), wenn die App-Hersteller zusätzlich zur von Apple ab 9. Januar ’15 durchgeführten Erhöhung noch eine Anhebung auf eine Zwischenkategorie durchführen; Bildquelle (iTunes-Screenshot v. 9. 1. ’15): Rossau Blog

Die Erhöhung fällt bei manchen Apps jedoch wesentlich kräftiger aus. Eine App, die eigentlich 1,99 US$/nun 1,99 Euro (vorher 1,79 Euro) kosten sollte, wird mit 2,29 € angepreist (siehe etwa das editierte Rossau-Blogposting vom 7. 1. über das Spiel Next – Numbers). Eine andere mit dem „schrägen“ Preis von 3,44 € (statt 2,99 €/2,99 US$, vorher 2,69 €).

Das Phänomen lässt sich so erklären. Es handelt sich dabei um die fünf sogenannten alternativen Zwischenstufen (Tiers), die es seit etwa einem halben Jahr gibt (eigentlich nur für Newsstand-Apps vorgesehen), und bei denen ausschließlich der Euro-Preis etwas höher war (und ist). Die kosteten (zumeist; bitte weiterlesen) bereits vor dieser jüngsten und aktuellen Euro-Preisstufen-Erhöhung 0,99 €, jetzt 1,14 €. Vorher 1,99 €, jetzt 2,29 €. Vorher 2,99 €, jetzt 3,44 €…

Eine typische App, die eine dieser fünf alternativen Stufen gewählt hatte (und jetzt völlig regulär 2,29 Euro kostet), ist etwa der Foto- und Video-Editor Living Planet, der am 3. 1. im Rossau-Blog (samt „vorher“-Preisangabe) beschrieben wurde.

Mehrere App-Hersteller dürften in einer Art vorauseilendem Gehorsam (oder falsch verstandener Territories-Increase-Ankündigung) mit heute ihre Preise auf diese alternativen Stufen „zusätzlich freiwillig“ erhöht haben. Doppelt gemoppelt sozusagen. „Apple/EU-Zwangserhöhung“ PLUS „Tier-Zwischenschritt-Erhöhung“. Daher diese starken und drei Absätze weiter oben erwähnten Steigerungen von – beispielsweise – 2,69 direkt auf 3,44 Euro.

Wieder andere – eigentlich relativ viele – scheinen ihren alten Preis vorerst zu behalten, etwa das Spiel Orbb (s. Rossau am 6. 1., editiert am 8. 1.), das eigentlich jetzt 0,99 € kosten sollte, und für das nach wie vor 0,89 € verlangt wird. Oder die Datenschleuder Simple Transfer Pro (in diesem Rossau-Artikel): nach wie vor 2,69 €. Möglicherweise dauert die komplette Umstellung ein paar Stunden oder Tage.

Ich habe übrigens soeben meine erste iTunes-Rechnung mit dem zusätzlichen Text „Inclusive of VAT at 20 %“ (Österr.) bekommen. Zwei am 2. 1. 2015 gekaufte (Details s. u. „Widerrufsrecht…“) Musikstücke zu je 0,99 Euro. Bestellung gesamt: 1,98 €. „VAT charged at 20 %: 0,33 €“ steht da auf Englisch:

iTunes-Rechnung nun mit ausgewiesener Mehrwertsteuer; Bildquelle: Rossau-Blog

iTunes-Rechnungen nun mit ausgewiesener Mehrwertsteuer – österreichischer Steuersatz; Bildquelle (Ausschnitt einer E-Mail von Apple): Rossau Blog

Das heißt, dass die Mehrwertsteuer (Wikipedia; engl. VAT, Value-added tax, Wikipedia), die der User beim Kauf von digitalen Waren leistet, nicht mehr an das – von einem gewissen EU-Kommissionspräsidenten zu seiner Zeit als Premierminister angebotene und völlig legal von vielen internationalen Firmen angenommene – Finanzamt des amtsbekannten „Steuerparadieses“ Luxemburg (10%) abgeführt wird, sondern an jenes im EU-Land des Apple-Users (für Apps: DE 19%, AT 20%).

Apple (Google, Amazon…) hatte das jahrelang so durchgeführt, wie es die Aktionäre von einem profitorientierten Unternehmen nicht nur erwarten, sondern richtiggehend fordern und erzwingen. Das hat sich somit aufgehört, was die virtuellen Apple-Stores anbelangt.

🙈🙉🙊 Würde ich jetzt ein weiteres Mal darauf hinweisen, dass die seit vielen Jahren gängige Praxis unter Power-Usern, nämlich in anderen (preisgünstigeren) internationalen Stores einzukaufen (s. Rossau-Blogposting von 2012 über das iTunes-„Gastkonto“), ein wenig Einsparung brächte – früher ging es in erster Linie darum, sich Gratis-Apps zu besorgen, die im Heimatland nicht (oder erst viel später) erhältlich sind –, könnte man das jetzt (nach den jüngsten EU- und Apple-Bestimmungen) glatt als Anleitung zur Steuerhinterziehung missverstehen. Daher werde ich mich hüten, das 😑 zu tun.

Positiv betrachtet: Unsere beliebten Blogpostings mit Gratis-Aktionen werden NOCH wertvoller! 💰

Außerdem neu im iTunes-Store; siehe Rossau am 30. 12. 2014 (aktualisiert am 13. 1. 2015), klingt schon etwas besser:

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4 Antworten zu Tap-Shooter ‚Shoggoth Rising‘ (Universal, werbefinanziert) + Kamera-Apps + Gemäldegalerien mit Meisterwerken + Euro-Preiserhöhung (knapp zwölf Prozent) in den iTunes-Stores: $=€

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