Retro-Sounds satt! Gut klingender Frequenzmodulations-Synthesizer ‚FM4‘ (iPad) + ‚ThumbJam‘-Jubiläum (Universal)

Brillante E-Pianos, geslappte Bassgitarren, Röhrenglocken, Akustikgitarren und viele perkussive Klänge sowie Simulationen akustischer und elektrischer Instrumente (Harfe, akustische Gitarre, Orgel, Blasinstrumente) sind die Stärke dieser Klangerzeugung, deren Ursprünge in den 1980er-Jahren zu finden sind. Dabei wird im einfachsten Fall mittels zweier Oszillatoren die erste Frequenz direkt von der Frequenz des zweiten Oszillators frequenzmoduliert. Zuviel Oszillaquenzen und Fretoren? Klingt komplizierter, als es ist. Siehe getrost in der Wikipedia: FM-Synthese, Yamaha DX-7.

♬ TIPP! Die funkelnagelneue iOS-App FM4 wurde, von den puren Soundeigenschaften her betrachtet, auf Basis der DX-Serie modelliert. Vier virtuelle Oszillatoren/Operatoren, die sich in acht Varianten routen lassen. FM4 bietet Apples Inter-App Audio Schnittstelle, Audiobus ist in Vorbereitung. MIDI klappt momentan angeblich noch nicht, an einer Behebung des Fehlers wird gearbeitet (das Update soll kommende Woche erscheinen). Zitat aus dem Store:

fm4_ios-music-making-app_tune-settings_rossau-screenshotFM4 is a four operator FM synthesizer for iPad. Modelled on the popular DX series from the 1980s FM4 provides the same gritty sound, with a modern interface, and without being bound by the limitations of the original units.

Every aspect of the hardware — from envelope curves to sine-table sizes and quantisation errors to digital-to-analogue converters — has been meticulously analysed, in order to recreate the raw and dirty sound of the original units.

fm4_ios-music-making-app_homescreen-iconThe interface of FM4 has been carefully thought-out and is simple and intuitive, yet powerful — with every parameter being available on a single page. No menus, tabs, or jumping from page to page. FM4 is capable of producing a multitude of sounds, ranging from punchy basses, crystal-clear bells, and lush pads, to organic textures, striking drums, and piercing leads. Features:

  • Four operators configurable in eight different routings
  • Three sound engines modelled on 1980s hardware units
  • Eight waveforms derived from classic FM synths
  • 2x, 3x, and 4x polyphonic unison
  • Tempo-syncable arpeggiator with up, down, up-down, and random patterns
  • Microtuning with eight different temperaments
  • Supports Inter-App Audio, background audio, and MIDI over bluetooth (support for Audiobus is coming)
  • Up to 24 voices of polyphony
  • Presets can be imported/exported through iTunes

fm4_ios-music-making-app_-midi-bluetooth_rossau-screenshotZitat beendet. Zusatz: „Crashes after startup on iOS 7.0.4. We are looking into this right now and will issue an update that fixes this as soon as possible. MIDI is not working. Apple is currently reviewing an updated version that addresses this and other minor issues, which will be available next week.“ User melden jedoch, dass sowohl MIDI – „ I just tried it for the first time, playing from an external keyboard and external sequencer with no issues, set the channel and it worked like anything else“ – als auch iOS 7 bereits mit FM4-Version 0.4 funktionieren sollen: „Works on iPad 4, 7.1.2“

fm4_ios-music-making-app_presets_rossau-screenshotKurztest am iPad Air 2: Klingt ausgezeichnet. Der erste Eindruck ist sehr gut. Bietet eine überraschend charakteristische Soundqualität (minimales FM-Rauschen im Hintergrund), kann aber auch genauso die klassischen und ursprünglicheren FM-Tones nachahmen. Die Programmierfunktionen sind übersichtlich, klar und komplett auf einer Seite dargestellt. Viele Presets, darunter ausgesprochene BBBrachialbässe wie „Bass Big Bad Bass“. Hoher Grunge-Faktor. Sehr detailliert dem Vorbild und Original nachempfunden.

Monaural wie die Hardware-DX-Synths. Test mit Stereo Designer via IAA: okay; klingt natürlich NOCH fetter. 😈

Erschienen vor wenigen Stunden. „Intro offer: $0.99 throughout December!“ [Edit 1. 1. 2015: Aktion beendet. Preis nun 4,49 €.] Wegweiser zu den 80 MB, darunter ein launiges Trailer-Video vom Hersteller und zwei weitere (das dritte klingt stellenweise recht experimentell, Lautstärkeregler unter Kontrolle halten; „raw & dirty“ halt):

FM4


TOPTIPP! Kleines Jubiläum: ThumbJam (Universal, 192 MB) unterstützt uns seit sage und schreibe fünf (in Zahlen: 5) Jahren bei akustischen Kreativitätsanfällen auf iOS-Geräten! Aus diesem erfreulichen Anlass gilt für begrenzte Zeit ein Aktionspreis: 7,99 1,79 Euro. [Edit 19. 12. 2014: Aktion beendet.] Es handelt sich zwar nicht um den Allzeit-Bestpreis (die 0,89-Euro-Aktion ist über zwokommafünf Jahre her), aber die App ist mindestens das Doppelte des Normalpreises wert, wenn Ihr mich fragt.

Rossau-Beitrag (2012) mit Video: Leistungsfähige Instrumentensammlung ThumbJam; das sehr gepflegte Musik-Tool wurde im Oktober 2014 zum 14. Mal aktualisiert und unterstützt sämtliche Bells & Whistles der iOS-Soundtechnik!

„Export your loops as audio files or Ardour DAW sessions via WiFi. Copy and paste audio from other apps using Sonoma Wire Works AudioCopy/Paste as well the general pasteboard, via email, AudioShare, iTunes Document Sharing, or open directly in another application. Supports Audiobus and Inter-App-Audio for streaming sound to/from other apps in real-time, including state save/restore with Audiobus2.

Want to jam with your friends? ThumbJam lets you broadcast tempo, key, and scale to other nearby devices via Bluetooth so you can be in sync live. Even better, you can use it as a MIDI or OSC controller over WiFi, with any CoreMidi compatible device, or other apps on the same iOS device with virtual MIDI, or play ThumbJam with other hardware or software MIDI controllers or apps!“

Man höre und staune! Schier unglaublich, welchen Spaß Profis mit der App haben können! Mit externem Keyboard:

Aber auch Laien ohne irgendwelche theoretischen oder praktischen Kenntnisse werden hervorragend von der Software unterstützt; durch die speziellen, auf bestimmte Tonarten reduzierten Boards kann man praktisch nichts falsch machen. Eingabe- und Steuerungsoptionen sonder Zahl. iPhone standalone:

Seit fünf Jahren auf den Homescreens meiner sämtlichen iOS-Geräte (und auf denen von ein paar lokalen Freunden). Der Beweis. Das nächste Video ist aus dem Jahre 2009 (wenn auch leider nicht ganz synchron).

Das private Kfz ist tatsächlich einer der wenigen Orte, wo man selbst in den Ballungsgebieten jederzeit laut singen kann, ohne jemanden zu stören. Wird in verkehrsarmen Zonen geparkt (keine Störgeräusche von außen, Fenster und Schiebedach schließen), gelingen in der ziemlich schalltoten (Wikipedia) Kabine sogar prima Gesangsaufnahmen.

ThumbJam ist Teil der Gruppe von Apps, die hier zusammenspielen, bietet aber auch zahlreiche Live-Recording- und Looping-Features über das iOS-Mikrofon; eher Mainstream geht also auch:

Da kann man den Herstellern von ThumbJam, Sonosaurus LLC, nur herzlich gratulieren zu dem schönen Jubiläum!

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