Nun aber mit Gebrüll und Bohrmaschine: Speerwurfsimulator und Button-Smasher ‚Javelin Masters 2‘ (Universal Retina 16:9 werbefinanziert)

WARNUNG! Wer gefährdet ist, auf Videospiele süchtig 🆘 zu werden, sollte diesen Beitrag sofort überspringen. Für Fingerkuppenathleten: Nur nicht verkrampfen! Beim wiederholten Tippen oder Wischen nicht zu fest aufdrücken – nur leicht berühren ist eleganter und geht auch schneller! Das Spiel möglichst schonend für die teuren iGeräte zocken! Auf einer stabilen Unterlage platzieren.

Kurz vorweg: Nach fünfzehn Minuten hatte ich meinen bisherigen Rekord von 87,20 Metern erreicht. In weiteren zehn Minuten gelang es mir nicht, ihn zu verbessern. Zeit, sich loszureißen und die spannende Angelegenheit kurz zu besprechen.

javelin-masters-2_ios-game_homescreen-iconSoweit ich das verstanden habe (die nächsten drei Absätze spielen sich innerhalb von Sekunden ab): Rechts gibt es zwei virtuelle Buttons, um den Avatar zum Laufen zu bringen. Immer abwechselnd tap, tap, tap… so rasch wie möglich mit Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand; meine derzeit bevorzugte Methode. Mit dem ersten Tap wird – wichtig! – der Abwurfwinkel festgelegt, den der Werfer anfangs in einer beständigen Auf- und Abbewegung anbietet (timed plunger). Es geht um den richtigen Zeitpunkt.

Man kann aber auch zwischen den Knöpfen hin- und herwischen und braucht dafür vorher nichts umzustellen; diese Alternative steht jederzeit zur Verfügung, nicht nur bei neuen Versuchen, sondern auch während des Anlaufs.

Kurz bevor der Sportler die weiße Markierung erreicht, ist die Beschleunigung (das Tappen oder Swipen) zu beenden. Direkt an der weißen Markierung die Wurftaste (links) drücken – der Avatar holt aus und nimmt den Schwung vom Anlauf mit – und bis zur roten Markierung die Fingerkuppe auf dem Screen lassen (die Spielfigur bremst/rutscht, um die kinetische Energie auf den Wurfarm zu übertragen)! Beim Abheben wird der Speer schließlich geworfen. Die rote Markierung nicht überschreiten. Das war’s auch schon zur Bedienungstechnik…

Wenn der Speer in der Luft allzu sehr flattert (das ist sogar differenziert hörbar, exzellenter Sound), hat man das Timing wohl nicht optimal erwischt. Auch, wenn er zu hoch steigt oder nur zu flach. Übung macht den Meister.

Eine sehr humane Note bekommt das in schlichter Retro-Grafik gehaltene Game durch das „Kampfgebrüll“, das je nach Wurfqualität anders klingt. Rasches Weiterschalten zu einem neuen Versuch. Die Lage der drei Buttons lässt sich übrigens unter Pause-Taste > „Einstellungen“ in weiten Grenzen festlegen und den eigenen Vorstellungen anpassen. Die gutgemeinten Hinweise des Trainers beachten, auch sie verleihen dieser Zockeria den speziellen „menschlichen“ Touch:

javelin-masters-2_coach-german_rossau

Beim Verbessern des persönlichen Rekords erscheint und ertönt beim nächsten Versuch (und am nächsten Tag) eine kleine Belohnung. Die Musik des iPod-Archivs kann dazugemischt werden. Bietet Everplay-Video-Upload (Kamerasymbol oben links im Ergebnis-Bildschirm). Game Center zugänglich über „Tops > Erfolge“ (neunzehn Stück Sonderwertungen), ansonsten gibt es In-Game-Anzeigen mit detaillierteren Aufschlüsselungen (etwa nach Ländern) der globalen Bestenliste. Erst seit einer Woche im Store, schon fast 50.000 Spieler. 👀

Zu erwerben sind (unter „E“) „Extras“ zum Preis von „Superfähigkeiten“ (einer Art Spielgeld-Währung), die aber nur bei Verbesserungen eines Rekords (und von denen gibt es mehrere Sorten) ausgeschüttet werden. Die ganz oben abgebildete und vielversprechende „Tribüne“ kostet etwa 1.000 Superfähigkeiten. Zudem gibt es noch Speere und Laufschuhchen, bis jetzt konnte ich mir aber nur die „Runners“ leisten, und alles weitere scheint sich ziemlich außerhalb meines knappen Budgets von derzeit 174 Superfähigkeiten (Original: „Super Skills“) zu befinden.

Bis auf weiteres darf man sich immerhin die interessanten und verführerischen Beschreibungen der Extras durchlesen… Gleiches gilt übrigens für den Text im Store und die interaktive Hilfe hinter dem Fragezeichen in der App.

Es wird im Auswertungsbildschirm, der nach jedem Versuch auftaucht, ein schmales Werbebanner am unteren Bildschirmrand eingeblendet, das nichts verdeckt; während der eigentlichen Action ist die Software ad-free. Kostenlos. Deutschsprachig (einwandfreie Übersetzung übrigens, was eher selten ist).

Keine „In-App-Käufe“ um echtes Geld, es geht um die pure Leistung, die nicht erkauft oder erschwindelt werden kann (okay, die ersten zwölf in der GC-Liste sind offenbar Cheater – erkennbar an ihrem Fantasie-Punktestand, denn ohne die geht’s wohl in keiner Online-Liste auf diesem Planeten).

Getestet am iPad Air 2. Link (50,4 MB, werbefinanzierte Vollversion) ins Store & Video mit einer hervorragenden Leistung:

Javelin Masters 2

Meine sonstige Erfolgsstory. Nach weiteren fünf Minuten: 88,62 Meter! Plus drei Stück Superfähigkeiten. Gleiche Zeitspanne: 89,95 + 3 SF, diesmal mit Wischen! Dann: 90,22, null SF. Als nächstes 91,23 + 2.

Insgesamt vierzig Minuten gespielt. SF-Punkte kommen auch hinzu, wenn man täglich daddelt, und das weitaus großzügiger! Um 00 Uhr 10 startete ich die Software neu, ungefähr siebzig SF-Punkte wurden nach dem ersten „Weiter“ addiert, und folgende Informationen erschienen:

javelin-masters_ios-game_info-01javelin-masters_ios-game_info-02

Mit dem Kapital konnte ich mir den Speer mit der Bezeichnung „Fortgeschritten“ besorgen. Er ist leichter und kann besser geworfen werden, verzeiht aber Fehler weniger. Exzellente Simulation der physikalischen (und reichlich abstrakt, aber dennoch möglichst passend auf Touch-Bedienung „übersetzten“) Verhältnisse, man merkt den Unterschied gerade im richtigen Maße. Die Weite verbesserte ich damit nach ein paar weiteren Versuchen auf 97,77 Meter, wenige Minuten später auf – täterätää! – 100,69! (Everplay-Video-Beweis, bin Player 23118279 und nein, das Gebrüll ist nicht von mir.) Spare jetzt auf Extra „Zorn“. 🚬 Ach ja, fast vergessen: TIPP!

Und noch ein Video, damit aufgeklärt wird, was ich mit meiner Warnung eingangs meinte: Unglaublich, was die Leute imstande sind, nur um in den Online-Listen eines völlig verrückten Spiels nach vorne (nämlich in diesem Fall auf 164,43 Meter) zu kommen…

😑 Von solch hirnrissigen Doping-Methoden mit Bohrmaschine, Stylus und Personalaufstockung ist natürlich striktest abzuraten und zwar erst recht, wenn es sich nicht einmal um ein iPhone handelt! 🚫❌⛔️

106,05!

1. 11. 106,65! Und beide Markierungen nicht einmal besonders gut erwischt…

5. 11. 110,9!

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