YouTube am TV-Gerät: Das Apple AV-Kabel

iphone_youtube_remote_tv_comiciPhone und iPod touch lassen sich als eine Art

YouTube-Fernbedienung

für normale Fernseher oder Beamer ganz hervorragend missbrauchen. ;) Dazu wird nur ein spezielles Audio-Video-Kabel benötigt. Rossau testet das original Apple-Produkt.

Dieses gibt es in zwei Ausführungen, die sich optisch und von der Bezeichnung her sehr ähneln – jedoch technisch fast komplett unterschiedlich und zueinander ganz und gar nicht kompatibel sind:

  • Zum einen als AV-Kabel für Composite-Video
    Apple-Store-Link: AT, DE
    Apple-Produktbezeichnung MB129ZA/B
  • und zum anderen für Component-Video
    Apple-Store-Link: AT, DE
    Apple-Produktbezeichnung MB128ZA/B

Hinweise [Rossau Blogposting-Aktualisierung 2011]: Die Produktbezeichnungen (Teilenummern) wurden inzwischen geändert. Das Ladegerät (s. u.) ist nicht mehr enthalten. [Ende der Aktualisierung]

[Aktualisierung September 2012: Aufgrund des neuen Lightning-Connectors beim iPhone 5 (iPad 4 und jüngsten iPod touch) können die analogen Video-Out-Kabel und -Adapter mit diesem Gerät nicht mehr verwendet werden – und zwar auch mit dem Lightning-to-30-pin Adapter nicht. Siehe iMore.comiClarified oder TechRadar. Video-Out am iPhone 5 (vorerst; s. LATimes.com) nur mehr über WLAN, AirPlay und Apple TV (HDMI).]

Zurück zum (stellenweise überarbeiteten) Rossau-Artikel v. März 2009:

applestore_austria_avcable_composite

Angebot und Produktbeschreibung des AV-Kabels (Composite) im österr. Apple Store

Das Component-Kabel gilt zwar als technisch etwas hochwertiger, dennoch ist allgemein dringend das Composite-Kabel zu empfehlen, da es einfach universeller einsetzbar ist und praktisch auch an jeden älteren Hotel-Fernseher auf dieser schönen Welt angeschlossen werden kann (zu diesem wichtigen Kapitel später mehr), was ein entscheidender Vorteil ist!

In diesem Punkt liegt es auch vor dem neuen – wenn auch erheblich preisgünstigeren – Apple iPad Dock-Connector-zu-VGA-Adapter (benötigt am Wiedergabegerät VGA-Eingang) für iPhone 4, iPad und iPod touch der 4. Generation (September 2010), Apple-Store-Link (AT), der überdies keinen Ton überträgt, während der VGA-Ausgabe keine Lademöglichkeit für das iGerät bietet (s. u.) und ansonsten einen ähnlichen Funktionsumfang bietet. Soviel zu diesem VGA-Adapter. Zurück zu unseren Kabeln.

Der Preis der Kabel ist mit netto € 32,50 bei beiden Varianten gleich (März 2009). Wird in Österreich bestellt, kommen noch € 7,90 Versandgebühr (entfällt bei Bestellungen ab brutto € 123) plus € 8,08 Märchensteuer hinzu, das macht dann insgesamt € 48,48. Schön(e) Zahlen…

Zwischenaktualisierung vom 1. August 2010: Die Kabel funktionieren selbstverständlich und exakt wie im Folgenden beschrieben auch am iPhone 3GS, iPhone 4, iPad (persönlich getestet), iPod touch und anderen iDevices (diverse iPods nano und classic, siehe Apple-Produktseiten). Ende der Durchsage.

Es wurde nach telefonischer Terminvereinbarung (wozu hat man schließlich ein iPhone?!) bis an die Türe unserer Redaktionsräumlichkeiten geliefert. Hier bei unserem Test vor ein paar Tagen: Lieferzeit knapp zwei Werktage nach Zahlungseingang. Das Paket kam laut aufgeklebtem Frachtzettel aus Holland und landete ziemlich sicher mitten im Neunten.

ornament_klein

apple_avcable_01Und wieder einmal bleibt den Rossau-Besuchern kein Detailchen verborgen. Doch bevor wir uns sämtlichen Einzelheiten widmen, mag ein fünfminütiges Video als kleine technische Demonstration einen Überblick verschaffen, was das iGerät am stark unterschätzten Sektor Audio/Video-Output auf externe Geräte so alles zustandebringt.

Bei der Herstellung des Clips wurde ein iPhone 3G verwendet, das über WLAN/Kabelmodem ans Internet angeschlossen ist, sowie das Apple AV-Kabel (Composite Video) mit der Produktbezeichnung MB129ZA/B an einem modernen 16:9-LCD-Fernseher. Es sind gleichzeitig beide Screens im Bild, damit die Abläufe verfolgt werden können. Demo in Echtzeit, ungeschnitten, Originalton:

Video mit geringerer Auflösung betrachten

Die Zusammenfassung gleich am Anfang: Die Bild- und Tonqualität des ausgegebenen Materials ist ausgezeichnet und besser als erwartet.

Es werden genau drei Stück Anwendungen am iPhone und iPod touch AV-mäßig unterstützt (mit einer Ausnahme – siehe ganz unten in diesem Artikel), nämlich

  1. die vollständige iPod-Funktion (Audio, Podcasts, Video…)
  2. die Diashow aus dem „Kamera-Film“ oder anderen Foto-Ordnern
  3. sowie vor allem der komplette Inhalt des bekannten und schier unerschöpflichen Internet-Videoportals YouTube (Wiki) über die gleichnamige und vorinstallierte App (Apple Produktbeschreibung mit sehenswertem Video) am Home-Bildschirm von jedem iPhone und iPod touch.

Wie vier Absätze weiter oben zu sehen ist, bedienen auch wir uns schamlos dieses sehr leistungsfähigen und zuverlässigen Providers und dessen fabelhaften und kostenlosen fast-live Broadcast-Service, der vor drei Jahren von der nicht minder berühmten und omnipräsenten Firma Google übernommen wurde.

apple_avcable_03

Installation und Gebrauch des proprietären Composite-Kabels (kann auf der Zuspielseite nur mit den Apple-Geräten eingesetzt werden) gehen ganz einfach vor sich, dennoch gibt es darüber viel Wissenswertes.

Es wird übrigens sinnvollerweise ein komplettes USB-Netzteil/Ladegerät mitgeliefert (davon kann man bekanntlich nie genug haben), exakt das gleiche überaus praktische und winzige Ding, das auch beim iDevice dabei ist, komplett mit zwei verschieden genormten und reiselustigen Stromnetz-Steckeraufsätzen.

Eines der kleinsten Mobiltelefon-Netzteile der Welt! Nur damit kann das iPhone oder der iPod touch beim exzessiven :) YouTube– und AV-Konsum über ein externes Wiedergabegerät gleichzeitig mit Strom versorgt werden!

Weiter geht’s mit einer genauen Beschreibung des hochinteressanten Apple USB/Composite AV-Kabels, vielen aufregenden Abbildungen (die samt und sonders – for your convenience – nach einem Klick darauf in höherer Auflösung zur Verfügung stehen) und weiteren wertvollen Tipps zu dem guten Stück!

Verpackung, Auslieferungszustand

apple_avcable_04

Die Geräte kommen in einer schicken kleinen Verpackung, die jener des schwarzen iPhones nicht unähnlich ist, siehe Fotos oben. Diese kann weiterhin wunderbar als Aufbewahrungs- oder Reisebox für das Kabel und sein Zubehör verwendet werden.

Unten steht wie üblich aufgedruckt: „Designed by Apple in California. Made in China.“ Der stabile Karton ist innen unterteilt. Die Stromstecker-Aufsätze befinden sich – im Gegensatz zum USB-Netzteil – nochmal in einer durchsichtigen und dünnen Kunststoffhülle, das Kabel selbst in einem stärkeren weißen Beutel, der zum Aufreißen einen kleinen Einschnitt hat.

Hier das mitgelieferte USB-Netzteil in Großaufnahme, der in unseren Breitengraden übliche Stecker-Typ C (CEE 7/16, Eurostecker) ist bereits angebracht, beim anderen Stromstecker-Aufsatz dürfte es sich um Typ G BS 1363 (Vereinigtes Königreich; Wiki) handeln:

apple_avcable_12

Ein Benutzerhandbuch ist sehr wohl dabei, auch wenn man es vielleicht nicht gleich auf den ersten Blick entdeckt. Hier der deutschsprachige Inhalt des dünnen, knapp ausreichenden und mehrsprachigen Heftchens „Apple Composite AV Cable“, Schwarzweißdruck, mit Skizzen illustriert, „Printed in China“ und ©Apple:

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Hardware

Das als mehrteilige Peitsche ausgeführte hellgraue Kabel ist vom dreißigpoligen Apple-Dock-Stecker (Apple USB) bis zu den Cinch-Steckern (auch genannt RCAWikipedia) beziehungsweise dem USB-Standardstecker einhundertachtzig Zentimeter lang und von guter äußerer Qualität.

apple_avcable_082

Die auf der inneren Kabelseite doch etwas sparsam farblich markierten Cinch-Stecker haben solide Metallhülsen – aber offensichtlich keine (zumindest von außen erkennbare) Zugentlastung (Wiki). Es folgt nochmal eine Aufnahme vom Auslieferungszustand. Die Video- und Audiostecker sind mit einer leicht entfernbaren Folie (besser erkennbar auf dem Foto mit dem TV-Gerät weiter unten) geschützt und stecken in einer separaten Transport-Kartonleiste.

apple_avcable_05

Die beiden Verzweigungen sind mit einem hochwertigen und schneeweißen Kunststoff stabil ummantelt. Die ebenfalls weißen USB-Stecker sind zuverlässig – wie bei Apple üblich – auf der „logischen Oberseite“ mit Piktogrammen beschriftet, sogar die Audio-Weiche ist als solche (stylisher Font in mittlerem Anthrazit) bezeichnet, auf dem stärkeren Teil des Kabels findet sich ebenfalls abendfüllende Literatur in Form der bereits bekannten „Designed by… Made in…“-Informationen.

Garantie, Historie

Ergänzend sei vielleicht noch vermerkt, dass das hier beschriebene Apple AV-Kabel seit Ende 2007 auf dem Markt ist. Die Garantiezeit beträgt das gesetzlich vorgeschriebene Mindestmaß, worüber ein weiteres beiliegendes und mehrsprachiges Heft erschöpfend Auskunft gibt: „Apple One (1) Year Limited Warranty/Beschränkte Garantie für ein Jahr“.

Kabelhilfe

Lasset uns frisch und froh den Pfad dieser doch etwas verschlungenen Angelegenheit beschreiten, auf dass er alsbald zum begehrten Ziele führe.

apple_usb_steckerAm Anfang der Reise begegnet uns iDevice-seitig zunächst der ebenso bekannte wie breite, flache und schmale (je nachdem, aus welcher Perspektive man ihn betrachtet) Apple-Dock USB-Stecker mit seinen dreißig Pins.

Dennoch ist er etwas größer als jener, der beim iDevice am USB-Kabel mitgeliefert wird (siehe Foto links), offenbar sind hier mehr Pins belegt und/oder elektronische Bauteile drin, und er steckt so einigermaßen sicher im iPhone oder im iPod touch (könnte etwas besser sein).

Dann folgt dem ziemlich dicken aber doch recht flexiblen Kabel nach hundert Zentimetern hurtig eine erste Verzweigung in drei Wege, die Schläuche verjüngen sich:

  • Standard-USB-Stecker für Netzteil oder Computer (es kann damit natürlich auch der gewohnte Daten-Sync über iTunes durchgeführt werden); dieser Stecker muss übrigens für einen ordnungsgemäßen externen AV-Betrieb nicht belegt werden, solange der Saft im Akku halt reicht
  • Video- (gelb markierter Cinch-Stecker)
  • und Audiokanal – letzterer teilt sich später nochmal in linke (weiß) und rechte (rot) Stereoleitung, beides Cinch-Verbindungen

Somit kommen wir beim Apple Composite AV-Kabel auf fünf Stecker, zwei Weichen und sechs Kabelteile. Hier die schematische und fein säuberliche Darstellung auf der Verpackung (die Schachtel misst auf diesen Seiten übrigens 13,3 cm und ist ansonsten 5,9 cm tief):

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SCART/Cinch (RCA) Video- und Audioadapter als optionales Zubehör

Die Cinch-Stecker für den Fernseher gehen am Anfang recht streng in die entsprechenden Buchsen; eine leichte Drehung hilft da auch beim Entfernen (die Buchsenleisten sollten nicht allzu stark mit Druck oder Zug belastet werden).

Sollte man tatsächlich mal ein TV-Gerät erwischen, das keinen solchen Eingang hat (sehr unwahrscheinlich), so hat es bestimmt eine SCART-Buchse (Wiki), und dafür gibt es praktisch überall günstige Cinch-Adapter. Vorsicht! Es gibt IN- und OUT-Versionen! Für unsere Zwecke (iPhone auf TV) benötigen wir IN!

Steuerfunktionen

ip_einstellungen_breitbildAnsonsten braucht am iPhone 3G beziehungsweise iPod touch 2G (die von Rossau getesteten und derzeit aktuellen Geräte) überhaupt nichts eingestellt zu werden, die AV-Out-Funktion ist vollautomatisch aktiv, sobald das Kabel angesteckt wird. Löblich. Wenn ein 16:9-Fernseher angeschlossen ist, sollte in den iPotch-Einstellungen „iPod – TV-Ausgang – Breitbild“ aktiviert werden (s. Screenshot).

Schon kann es losgehen. Außer über die drei erwähnten Applikationen wird – das ist werksseitig so eingestellt – keinerlei Video- oder Bildsignal ausgegeben (dagegen soll ein Jailbreak Abhilfe schaffen, wenn auch mithin recht wackelig).

Fotos können nur betrachtet werden, wenn die Diashow-Funktion in einem Fotoordner aktiviert ist (Vorlauf-Pfeil/Dreieck unten). Die Steuerelemente für die Diashow (Anhalten, Fortsetzen) funktionieren, so kann auch manuell weitergeblättert oder ein bestimmtes Foto ausgesucht werden. Egal welche Übergangsart in „Einstellungen – Fotos“ gewählt ist, auf dem großen Bildschirm wird eine Folge von Abbildungen stets sanft überblendet.

Am kleinen Gerät ist immerhin eine Art Vorschau zu sehen (siehe Rossau/YouTube-Videoclip oben), die sich allerdings nur auf Fotos beschränkt. Die Aufnahmen lassen sich nicht zoomen (Pinch) und vergrößern (wie am Touchscreen, wenn das AV-Kabel nicht angeschlossen ist), selbst wenn sie in hoher Auflösung vorliegen.

Bei Videos und Audio kann über die Zeitleiste am iPotch vor- und zurückgesprungen werden. Eine kurze Berührung des kapazitiven Touchscreens mit der Fingerkuppe bringt diese Steuerleiste zum Vorschein.

Wenn das Kabel an das Apple-Dock für das iPhone 3G angeschlossen wird, tut sich bild- und tonmäßig am externen Gerät leider gar nichts (beim Apple-Universal-Dock soll das laut offizieller Produktbeschreibung anders sein, die WWW-Hyperlinks zum Apple Store sind oben im vorliegenden Rossau-Artikel vermerkt).

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AV Output Quality

Ansonsten funktioniert die Sache ausgezeichnet, die Bildqualität würden wir – je nach Quelle und eher konservativ beurteilt – mit „besser als S-VHS“ bezeichnen. Die meisten werden beim Betrachten von YouTube-Videos, die in guter Qualität hochgeladen wurden, kaum einen Unterschied zum TV-Programm über Kabel oder Antenne bemerken. Der Stereo-Sound ist einwandfrei und tatsächlich raumfüllend. Prima!

Composite vs. Component Video

Wer sich nicht näher für die Materie Videotechnik interessiert, mag einfach das Composite-Kabel bestellen und dieses Kapitel überspringen.

Beiträge in einschlägigen Foren lassen wissen, dass mit der technisch anderen Version, dem Component-Videokabel, kaum eine weitere Verbesserung der Bildqualität zu erkennen ist. Wikipedia erklärt den wichtigen Unterschied, die beiden Systeme sind zueinander nicht kompatibel, es gibt keine wechselseitigen Adapter:

Und bei weitem nicht alle Fernseher verfügen über einen Component-Videoanschluss! Schon gar nicht in Singapur, Malaysia oder Jordanien (für dort haben wir ja zumindest schon mal den Netzstecker-Aufsatz, siehe oben „Vereinigtes Königreich“).

Das ist der einzige ein wenig heikle Punkt an der Sache, ein wahres Schurkenstück der Videotechnik. Diese Bezeichnungen klingen noch dazu ähnlich und sind rein akustisch leicht verwechselbar, werden manchmal anders geschrieben (Apple: „Komponentenvideo“) oder gar total untauglich mit „Comp.“ abgekürzt, und zwar sogar in den Fernseher-Bildschirm-Menüs hochwertiger Markengeräte oder auf deren Buchsenfeldern, wo außerdem extreme Platznot herrscht, seitdem die Bildschirme flacher geworden sind.

Und wer weiß schon, was das auf Chinesisch heißt… Bestimmt der Grund dafür, dass es zahlreiche Meldungen von Usern gibt, die das AV-Kabel trotz seiner Einfachheit nicht in die Gänge bringen.

Wer das Komponentenkabel bestellt, sollte also ganz genau darüber Bescheid wissen und unbedingt in der Bedienungsanleitung des Wiedergabegeräts nachsehen, ob es über einen Komponenteneingang (Component Video) verfügt! Komponentenvideo ist übrigens nicht RGB-Video (Wiki), obwohl diese beiden Systeme über die gleiche Anzahl und Sorte von Steckern verfügen, die noch dazu womöglich die gleichen oder ähnliche Farbmarkierungen haben. Puh!

Eselsbrücke: Das einfache und ältere Kompost-Video :) (Composite) hat eine Videoleitung (meistens Cinch-Verbindung, meistens gelb markiert), das aufwändigere und jüngere Komponentenvideo hat drei Videoleitungen (separat codiert für drei Farben rot/grün/blau [eigentlich Y, Pb und Pr; toll zu verwechseln mit dem rechten Audiokanal], Stecker-, Kupplungen- und Buchsenmarkierungen und Beschriftungen uneinheitlich und missverständlich); der Ton ist davon völlig unabhängig und hat bei beiden zwei Cinch-Verbindungen (Stereophonie, immer rot für rechts und weiß für links; letzterer reicht für monophone Signale).

Das Apple AV-Komponentenkabel (sieben Stecker, drei Weichen und neun Kabelteile; bitte nur ganz nüchtern installieren) ist vielleicht eher etwas für Spezialisten oder Messtechniker, die das allerletzte Quentchen an technischer Qualität noch herausquetschen möchten, oder für eher professionelle Anwender, die so ein Kabel für einen ganz spezifischen Zweck beschaffen, auf die unvergleichlich höhere Kompatibilität des Composite-Kabels verzichten können oder eh beide Versionen haben.

Egal ob Kompost, Komponenten oder RGB – alles ist analog, Bild und Ton. Aufgrund der wirklich hervorragenden Digital/Analog-Wandler im iPhone und iPod touch befindet sich diese Technik hier jedoch am allerhöchsten und aktuellsten Entwicklungsstand.

In diesem Apple-Supportdokument wird genau aufgezählt, welche Geräte den TV-Ausgang unterstützen (Kompatibilität von Kabel, iPod und Dock):
iPod und iPhone: Unterstützung für den TV-Ausgang

Solo Audio

Zubehör: Cinch-Miniklinken-Konverter – Sämtliche iPhone-Sounds am MacBook über Quicktime aufnehmen

Das Verhalten des Apple AV-Kabels bei der reinen Soundausgabe über andere Applikationen ist interessant. Systemklänge wie etwa Klingeltöne werden sowohl am iGerät (eingebauter Lautsprecher oder Kopfhörer) als auch am angeschlossenen externen Wiedergabegerät abgespielt, andere (Software-Instrumente, Spiele) nur an letzterem, ähnlich wie bei der Soundausgabe an der original Apple iPhone 3G Docking Station über Miniklinken-Verbindung.

Abstand halten

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Optionales Zubehör: Cinch-Kupplung, hier für die Audio-Leitungen

Wer eine Verlängerung über die Distanz von den bereits erwähnten einsachtzig zum Fernseher, Beamer oder zur Heimkino-Anlage installieren möchte, braucht beim Composite-Kabel nur insgesamt drei Cinch-Verlängerungen (getestet: funktioniert), bei Component fünf! (Jeweils inklusive Stereoton.)Solche Cinch-Verlängerungskabel sind übrigens relativ preisgünstig erhältlich, dennoch keinesfalls die billigsten nehmen.

Billiger?!

Es finden sich – auf den ersten Blick preisgünstigere – ähnliche AV-Kabel von Drittherstellern außerhalb des Apple Stores, die jedoch einerseits stets ohne Netzgerät daherkommen und außerdem sehr oft nicht in vollem Umfang oder auch gar nicht funktionieren! Hier ist es offenbar wirklich angebracht, eine Warnung auszusprechen, bevor unnötig Geld rausgeschmissen wird.

Um die Verwirrung zu komplettieren, gibt es im Apple Store auch noch andere AV-Kabel von Drittherstellern (ohne USB-Netzteil), die offenbar von Apple approbiert, aber von uns nicht getestet wurden. Erfahrungsberichte dazu sind willkommen.

Nochmal: Rossau empfiehlt zum allgemeinen und universellen Gebrauch das Apple AV-Kabel (Composite-Video) mit der Apple-Produktbezeichnung MB129ZA/B; die WWW-Hyperlinks direkt zum Bestellformular im Online-Apple-Store sind am Anfang des vorliegenden Aufsatzes angeführt.

Resümee

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Das AV-Kabel erweitert das iPhone, den iPod touch und nicht zuletzt das Wohnzimmer-TV um faszinierende und exklusive Funktionen!

Bei einer guten Internet-Verbindung kommen die YouTube-Videos in kurzer Zeit daher, das Vergnügen beim Betrachten ist schon ein ganz anderes als auf dem kleinen Bildschirm.

So können die Aufnahmen auch einem größeren Personenkreis vorgeführt werden, wo und wann auch immer. Weiterhin eine sehr mobile Angelegenheit.

Ach ja, fast hätten wir’s vergessen zu erwähnen: Die fabelhafte YouTube-TV-Fernbedienung hat eine zufällig eingebaute Telefonseelsorge, die natürlich auch während des externen AV-Betriebs zuverlässig funktioniert. Und ständig entdecken wir am iPhone völlig neue Dinge, von denen wir beim Kauf nicht zu träumen gewagt hätten. Die Euphorie erreicht ungeahnte Ausmaße.

Dank an Seann

Aktualisierung, 1. September 2010. Es gibt (neben Apples Keynote-App) mittlerweile ein paar Spiele, die ebenfalls Bild und Ton über Kabel oder Adapter ausgeben können, ich beschrieb das hier etwas näher. Offenbar stellt deriGerätehersteller seit kurzem eine Programmierschnittstelle für diese Funktion zur Verfügung, und es darf damit gerechnet werden, dass mehr Apps davon Gebrauch machen werden. Das Kabel ist übrigens seit nun bald zwei Jahren störungsfrei im Einsatz, inzwischen auch am iPad.

Aktualisierung, 2011. Inzwischen gibt es von Apple für das iPad 2 und iPhone 4S ein HDMI-Kabel sowie die TV-Settop-Box (HDMI) Apple TV 2 zur drahtlosen Spiegelung (via Home-WLAN) des kompletten iDevice-Bildschirminhalts plus Ton. Für moderne Fernseher/Beamer mit HDMI-Eingang. Beides getestet und sehr empfehlenswert.

Für ältere Ausgabegeräte (Musterbeispiel: Hotelfernseher auf einer kanarischen Insel) ist jedoch das universelle und deutlich preisgünstigere Composite-Kabel bisher unübertroffen. Einen Composite-Eingang (auf jeden Fall über SCART-Adapter) hat so gut wie jedes etwas größere TV-Gerät auf diesem Erdball.

Aktualisierung, 2012. Die HDMI-Set-Top-Box Apple TV der dritten Generation unterstützt nun 1080p, die höhere Auflösung von High Definition Video.

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28 Antworten zu YouTube am TV-Gerät: Das Apple AV-Kabel

  1. tw.gs schreibt:

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