Mac/PC NICHT fernsteuern mit ‘Ninja Desktop’ (iPad)

Ninja Desktop

Security/Privacy-Warnung! Wen es nicht stört, dass zum Betrieb der App…

  1. die Verbindung über die Server der Firma Google abgewickelt wird (der schon öfter als gierige und unverschämte Datenkrake entlarvte Konzern hat somit theoretisch vollen Zugriff auf den Computer und auf das iOS-Gerät!!!)
  2. die Account-Daten (E-Mail, Kennwort) des Google-Kontos in Ninja Desktop eingegeben werden müssen (die einigermaßen unbekannten Firmen Antecea/Zendesk haben somit rein theoretisch leicht Zugriff auf dieses Konto); ohne diese Daten läuft überhaupt nix und man kommt über den ersten Bildschirm mit den Eingabe-Formularfeldern nicht hinaus
  3. all diese äußerst wichtigen Informationen mit keinem Sterbenswörtchen in der offiziellen Beschreibung im Store erwähnt werden
  4. auf dem Mac/PC eine Kompagnion-Applikation der Firmen Antecea/Zendesk installiert werden muss

…kann sich diese App ja ansehen (ungetestet). Oder besser nicht. Meiner Meinung nach nur geeignet für technisch Interessierte, die alle beteiligten Systeme und Konten in anonymisierten Testbetrieben laufen haben. Aber welches iOS-Gerät läuft schon ohne Aktivierung? Also ist Ninja Desktop praktisch unbrauchbar und wird hier nur der Vollständigkeit halber und als Warnung erwähnt.

In der Beschreibung wird hervorgehoben, dass es sich um die einzige App dieser Sorte handeln soll, “that lets you search for files and applications on your desktop and launch them directly from the iPad (Mac only. Windows support coming soon)”.

Erschienen im Dezember 2011, erstmals kostenlos erhältlich. 10,2 MB. Ich hoffe, genug gewarnt zu haben. Ich habe das Teil runtergeladen, gestartet (nichts angemeldet, keine Kennwörter eingegeben, nichts auf dem Mac installiert) und gelöscht.

Meine Empfehlung (ebenfalls mit leichten Einschränkungen, es muss eine App am Mac/PC installiert werden, wenn man Sound am iGerät hören möchte), falls jemand eine solche Fernsteuerung benötigt: Splashtop Remote Desktop/iPad-Version, Rossau-Beschreibung – immer wieder mal in 79-€¢-Aktion (derzeit leider nicht, iPhone-Version gelegentlich auch gratis); Nachteil: Unterstützt kein Multitasking.

Hinweis: Die nun schon ein paar Tage lang andauernden Störungen im iOS App Store gibt es weiterhin. Ninja Desktop konnte ich zum Beispiel nicht am iPad downloaden, – es hieß stundenlang in einem Dialogfeld: “Dieser Artikel wird gerade geändert, versuchen Sie es bitte später noch einmal.” Komischerweise funktionierte es jedoch am Mac/iTunes. Nachdem die App am Mac heruntergeladen war, funktionierte es auch am iPad!

Vor dem Download sämtlicher Aktions-Apps auf jeden Fall genau die Preisangaben im iOS App Store überprüfen!

Im nächsten Rossau-Blogposting wird’s wieder lustiger, versprochen!

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2 Antworten zu Mac/PC NICHT fernsteuern mit ‘Ninja Desktop’ (iPad)

  1. Ich finde, dass Du in dem Fall übertreibst. Das Problem bei allen VNC-Clients ist, dass diese eine IP-Adresse für den Fernzugriff brauchen, aber die sich bei privaten Internetanschlüssen ständig ändert. Manche VNC-App überlassen das Problem schlicht dem Nutzer, der sich dann stärker mit der Konfiguration seines Routers und mit Diensten wie DynDNS auseinandersetzen muss (Beispiel: Mocha VNC). Andere, die komfortabler sind, hinterlegen die jeweils aktuelle IP-Adresse auf einem Server. Das GoogleMail-Konto bietet dafür eine einfache Möglichkeit, die zudem im privaten Bereich des Nutzers bleibt. Deswegen nutzen das neben Ninja Desktop auch die beiden beliebtesten VNC-Apps: iTeleport und Splashtop – ja, auch das von Dir gelobte Splashtop nutzt den gleichen Google-Mechanismus, wenn man den Zugriff über das Internet konfiguriert. Die Verbindung selbst läuft übrigens in jedem Fall direkt von Rechner zu Rechner und hat rein gar nichts mit Google zu tun. Es geht dabei einzig und allein um die aktuelle Zugriffsadresse des heimischen Rechners.

    Deine Panik ist also unangebracht. Ich wollte das jetzt nicht bei MacUser posten, um in dem Thread keine Diskussionen zu entfachen. Ich persönlich finde iTeleport nach wie vor für die beste VNC-App, aber Ninja Desktop ist auch nicht schlecht – meines Erachtens besser als Splashtop – und wird von Dir ungerecht behandelt.

    • Habakuk schreibt:

      Danke für Deine Ausführungen, Tobias.

      Nun, Splashtop testete ich, bevor es die 3G/UMTS-Connection anbot. Falls es so ist, wie Du es beschreibst, würde ich auch von Splashtop eher ABraten, solange dieses System nicht ausführlich von Security- und Privacy-Experten getestet und durchleuchtet wurde.

      Diese Dinge sind gewiss technisch hochinteressant, wie immer scheinbar & hinterfotzig praktisch, – brauchen tue ich persönlich es nicht allzu dringend. Meiner bescheidenen Meinung nach sollte eigentlich Apple (zumindest für Macs und iOS-Geräte) so ein Service anbieten.

      Das ist jene Firma, der ich am wenigsten misstraue, jedenfalls sind bei Apple bisher noch keine Fälle von hinterlistiger Datensammelwut und eklatanten Indiskretionen bekanntgeworden. Und sie haben einen guten Ruf zu verlieren, – bei Google und Konsorten ist das eh schon egal. Wie heißt es so schön und passend? “Ist der Ruf erst ruiniert, treibt sich’s völlig ungeniert.”

      Vielleicht kommt so eine Fernsteuerungsmöglichkeit ja mal in einem iOS-Update. Bis dahin werde ich mich in Geduld und Zurückhaltung üben und das auch allen anderen empfehlen.

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