‘iMAME’ Emulator (Universal-App) [Artikel-Update: die App wurde zurückgezogen]

[Rossau-Artikel-Update; 17. 2. '13] Es gibt einen neuen MAME-Emulator! Rossau: Spiel plus MAME (Emulator) ‚Gridlee‘ (Universal-App) [Update Ende]

[Rossau-Artikel-Update; 23. 12. '11] Die App iMAME ist seit 23. Dezember 2011, ca. 19 Uhr MEZ, leider nicht mehr im iOS App Store erhältlich. Die möglichen Gründe finden sich ganz am Ende des vorliegenden Blogpostings, und es kann sein, dass die App früher oder später wieder auftaucht. (iOS-Software-Entwickler mit Xcode und einem entsprechenden Apple-Account können die App trotzdem laden.) Ich kann an dieser Stelle allen Retro-Fans nur dringend empfehlen, sich den “neuen” Emulator iDOS/Aemula so rasch wie möglich zu besorgen, s. Rossau: Emulator ‘iDOS’, die dritte… ‘Aemula Oldies’ (iPhone + iPad)[Update Ende]

Zurück zum Original-Blogposting vom 22. Dezember 2011, o1 Uhr MEZ:

Es folgt sogleich der direkte WWW-Hyperlink ins iOS App Store, – an der Historie des Videospiels Interessierte sollten mit dem Herunterladen keine Sekunde lang zögern:

iMAME

TOPTIPP!

Wikipedia weiß: “M.A.M.E. (Multiple Arcade Machine Emulator) ist ein Open-Source-Projekt mit dem Ziel, die elektronische Hardware von Videospielautomaten auf einem Computer mit Software nachzubilden und so die dazugehörenden Spiele wieder lauffähig zu machen.”

Die vor wenigen Minuten erschienene iOS-App enthält neun originale Retro-Spiele, – weitere können nachgeladen werden (kein Jailbreak vonnöten). Es wird allgemein angenommen, dass diesen Emulator bald das gleiche Schicksal ereilen wird wie iDOS (Rossau-Reportagen); daher rasch besorgen, bevor die App aus dem Store wieder verschwindet!

iMAME ist eine Gratis-App und hat 38,1 Megabyte Downloadvolumen.

Update: It seems that the same method used to get games into iDOS also works in iMAME. Twitter user @mattlukens mentions, “Yep, add a .zip rom to the Docs folder through PhoneView and it works perfect! Just tried Crime Fighters!” He also provided a screenshot. The clock is really ticking now on Apple pulling this down.

[Edit] Tatsache! Mögliche Begründung für den Rückzug der App ganz unten im vorliegenden Rossau-Posting. Regelmäßige Rossau-Besucher hatten immerhin über vierzig Stunden Zeit, sich iMAME zu besorgen, und sie werden hoffentlich noch viel Spaß haben damit. [Edit Ende]

  • imame4allListe mit 2.200 kompatiblen Spielen – in Worten: zweitausendzweihundert; nun, wenn man Doubletten und jene ROM-Dateien (= Read-Only Memory, s. Wikipedia) abzieht, die doch nicht so ganz kompatibel sind, bleibt – grob geschätzt – die Hälfte übrig
  • ROMNation.net – Von diesem Festwertspeicherarchiv habe ich zum Testen die Ballerspiele Metal Slug 2 und Smash T.V., die Platform-Jumper Wonder Boy und Wonder Boy III, den Action-Shooter DoDonPachi, den Kult-Kugelroller Marble Madness, das Pac-Man-ähnliche Actionrätsel Tron, den Nahkämpfer Mortal Kombat (rev 5.0 T-Unit 03/19/93; läuft trotz Fehlermeldung), den Baseball-Flipper Pinbo (set 1) sowie Pinball Action (set 1) und die Prügelorgie Crime Fighters auf meinem iPad 2 installiert: Funktionieren auf Anhieb!
  • Weitere Quelle für passende MAME-0.37b5-ROMs: The Old Computer (Registratur erforderlich, ungetestet)
  • Bit Torrent Suchbegriff: MAME GP2X_Wiz 2.2 Full Romset (1,87 GB, enthält alle ROMs)

Weiter geht’s mit Ratschlägen und Links in Zusammenhang mit iMAME und ROMs.

Installation von MAME-ROMs

Bitte um Vorsicht! Das ist nichts für blutige Computer-Anfänger. Weitere Details dazu weiter unten. Als Beispiel verwende ich hier das Spiel Pinball Action.

Die von ROMNation oder sonstwo auf den Mac (i. A. in den “Downloads”-Ordner) heruntergeladenen Festwertspeicher (ROM-Ordner der einzelnen Spiele, hier pbaction) zuerst komprimieren. Es müssen *.zip-Folder sein, – Mac OS X dekomprimiert nach dem Download automatisch, also wieder manuell über das Kontextmenü komprimieren. Alternative (vielleicht sogar besser): Die originale *.zip aus dem Papierkorb holen, wohin sie von Mac OS X nach Download und Dekomprimierung ebenso vollautomatisch geworfen wurde.

Dann die *.zip-ROM-Datei (hier pbaction.zip) vom Mac/PC + USB-Kabel über das Programm iExplorer (vormals iPhone Explorer) – hier gratis für Mac/PC erhältlich – auf das iOS-Gerät in den Ordner “<Name v. iPhone/iPad/iPod touch> – Apps – iMAMEDocuments” überspielen.

Falls iMAME am iOS-Gerät schon läuft, nach dem Überspielen in den iMAME-“Optionen” ganz unten die Befehlsschaltfläche “Rescan All ROMS” berühren (bestätigen mit “Dismiss”, danach oben rechts “OK”), dann finden sich die Spiele in der Hauptliste zur Auswahl.

Aufgemerkt! Das unbedachte und fahrlässige Hantieren mit iExplorer und ähnlicher Software – so einfach diese Datenschleudern den Profis auch erscheinen mögen – kann bei Fehlbedienung schwerwiegende Probleme mit dem iOS-Gerät zur Folge haben (Datenverlust; – nur zu beheben durch iTunes’ oder iClouds “Wiederherstellen” des letzten Backups). Es wird durchschnittliche Erfahrung mit Computern und eine gewisse Konzentration auf die Tätigkeiten vorausgesetzt! Vorher das Backup auf den letzten Stand bringen.

Spiel in Betrieb nehmen

Beispiel Pinball Action: Nach der Auswahl in der iMAME-Hauptliste (und meistens ein- oder zweimal Knopf “B”) zum Starten der Spiele die “Coin”-Schaltfläche berühren. Das muss man sich so vorstellen wie (früher) an den Automaten: Möchte man etwa bei einem Flipper abwechselnd zu zweit, zu dritt oder zu viert spielen (2-Player, 3-Player, 4-Player), einfach noch eine, zwei oder drei virtuelle Münze(n) einwerfen. Um die Kugel schließlich auf die Reise zu schicken, die “Start”-Schaltfläche betätigen. Es gibt aber auch Spiele mit abweichenden Tastenfolgen.

Nach dem ersten Mal “B” (Auswahl Hauptliste) können in einer DOS-ähnlichen Liste bestimmte Anzeigeeinstellungen vorgenommen werden. In manchen Spielen (etwa Hellfire) werden die Raumschiffe oder Spielfiguren erst dann korrekt angezeigt, wenn “Video Depth” von “16 bit” auf “8 bit” verstellt wird.

Ausstattung

Der iOS-App iMAME liegt laut Help-File übrigens MAME set 0.37b5 zugrunde, das ist wichtig für Kompatibilitätsfragen von ROM-Festwertspeicherdateien. Bestens ausgestattet: Unterstützt die Bluetooth-Hardware iCP (iControlPad, Hersteller-Website), den wie dafür geschaffenen Spielhallenmaschinen-Simulator iCade (Hersteller-Website) und Video-Out (s. Optionen).

Bildschirmfoto von Pinball Action am iPad 2, hervorragende Wiedergabe der physikalischen Verhältnisse (der Lauf der Kugel wirkt ganz echt und glaubhaft), purstes Retro-Spielhallen-Feeling:

Marble Madness und Mario Bros. (letzteres von hier):

Aufgemerkt: Die Legalität, solche MAME-ROMs zu installieren und zu spielen, ist umstritten. Die Verwertungsrechte der Spiele sind oft – trotz erheblichen Alters – nicht ausreichend geklärt. Siehe den ganz oben verlinkten Wikipedia-Artikel.

Ich persönlich halte das so: Es überwiegt das rein technisch-wissenschaftliche Interesse an der Dokumentation historischer (und möglichst “unverbastelter” und praktisch niemals “aktualisierter”) Software. Und wenn ich bedenke, wieviel Münzen ich bereits in echte Spielhallenmaschinen steckte, wird mir ganz blümerant zumute. ;)

Es darf gefrickelt werden

Eine kleine weihnachtliche Bastelei. Damit auch die Nerds auf ihre Kosten kommen… Ach was! Ganz so schlimm ist es nicht (drei bis vier Minuten für halbwegs erfahrene Computerbenutzer), und vielleicht naht ja schon ein Update von iMAME.

[Edit 25. Dezember 2011] Der Entwickler von iMAME hat Reparaturdateien herausgebracht. Laut einem Posting im touchArcade-Forum soll man die Ordner “artwork”, “cheat” und “skins” ungezippt (unkomprimiert; enthalten ihrerseits *.zip-Dateien, die so lassen, wie sie sind; über iExplorer am Mac/PC) ins “Documents”-Verzeichnis am iOS-Gerät kopieren, dann tritt der im Folgenden beschriebene Anzeige-Ausrichtungsfehler nicht mehr auf. Direkt-Link zur iMAME(fix).zip (vorher iMAME mit der Home-Taste beenden und aus der Multitasking-Leiste entfernen, nach dem Überspielen der Fix-Ordner neu starten). [Edit Ende]

Der sehr empfehlenswerte, klassische und grafisch wie akustisch (Stereo) äußerst opulente (kaum zu glauben bei dem Erscheinungsdatum; da haben sich unsere japanischen Freunde damals aber ganz besonders angestrengt) Topdown-View Arcade-Shooter (Genre: Bullet Hell, Smash ‘em up) DoDonPachi (International) läuft hier total smooth am iPad 2 – aber leider verkehrt herum dargestellt; die Bastellösung für das Problem steht unter dem (um 180° gedrehten) Bildschirmfoto:

Lösung für die richtige Ausrichtung des Spiels: Am Mac den ganz ähnlichen Emulator MAMEOSX (Quelle; gratis) installieren (solche Emulatoren gibt es natürlich auch für PCs, dazu ein Hinweis im tA-Forum, falls eine bestimmte Version unter Windows 7 benützt wird) und das gleiche DoDonPachi-ROM-File/Verzeichnis (unkomprimiert) in das Verzeichnis “ROMs” *) verfrachten.

Das Spiel über die Liste starten; – und auch wenn es am Mac nicht so richtig laufen mag (etwa hier am MacBook Pro unter Lion), so erzeugt es doch eine Datei im “NVRAM”-Verzeichnis, nämlich mit ddonpach.nv bezeichnet, und genau um die geht es uns (weiter brauchen wir nichts von dem Emulator am Mac).

Diese Mac/PC-Datei ins “nvram”-Verzeichnis am iOS-Gerät kopieren (und dort die gleichnamige alte vorher löschen über die iExplorer-Schaltfläche “Delete” in der Leiste oben). Voilà: Ausrichtung klappt. Das kleine Gefrickel zahlt sich für das Spiel aus, versprochen! (Und hilft auch anderen Spielen mit ähnlichen Problemen.)

*) Um an dieses Verzeichnis zu kommen, muss OS X die User-“Library” anzeigen, standardmäßig tut es das seit Tiger nicht. Hier naht Abhilfe (Terminal-Befehlszeile).

Weitere Optionen

Werden die “Coin”- und die “Start”-Schaltflächen während eines Spiels gleichzeitig betätigt, erscheint ein Menü mit weiteren iMAME-globalen (“Input General”) oder game-spezifischen (“Input This Game”) Optionen, etwa die Zuordnung von Knöpfen/Joystick mit Funktionen (Mapping).

Vorsicht! Sollte in den globalen Optionen etwas schiefgehen (ich habe z. B. die Einstellung “Config Menu – TAB” verstellt und konnte sie mangels Tastatur nicht zurückerlangen), einfach die defekte Datei default.cfg via iExplorer (s. o.) in iMAME löschen und dann vom Mac-Emulator in den iOS-Emulator (iMAME) kopieren (findet sich im Verzeichnis “Config” am Mac und “cfg” in iMAME). iMAME vorher beenden (auch in der Multitasking-Leiste) und dann neu starten. Edit: Bei einem Neustart von iMAME wird die – nun fehlende – Datei default.cfg automatisch neu generiert.

Bei der Verwendung von iCade wird empfohlen, die Joystick-Option von 8-way auf 4-way zu reduzieren.

Virtuelle Münzen bedeuten unendliche Leben

Nicht nur das Cheaten (Wiki) ist recht einfach: Falls kurz vor “Game Over” DoDonPachi fragt “Continue?” (mit zehn-Sekunden-Countdown) – einfach die “Coin”- und kurz danach die “Start”-Schaltfläche von iMAME betätigen, schon geht’s flott (meistens an der gleichen Stelle im Game) weiter.

Das gilt auch für fast alle anderen Spiele. Ganz praktisch, nicht wahr? Real-Life-Geldbörsen und private Münzsammlungen bleiben jedenfalls verschont, und man kann sich vielleicht vorstellen, wie “Top In-App-Käufe” vor zwanzig, dreißig Jahren aussahen.

iPad-Ausrichtung

Manche Spiele benötigen vier virtuelle Knopfschalter (etwa Metal Slug 2), und die stehen am iPad mit iMAME nur in der Portrait-Ausrichtung (hochkant) zur Verfügung. Die Landscape-Ausrichtung (Breitbild, quer) bietet eine größere Abbildung des Spiels mit darüber eingeblendeten Bedienungselementen, aber leider nicht alle.

Neogeo kopieren/installieren

Es gibt außerdem eine Reihe von Games (etwa Art of Fighting 3, Double Dragon, Fatal Fury 3, King of Fighters 97 und 98, Metal Slug, Metal Slug 2, Puzzle Bobble – Bust-a-Move und Windjammers), die eine Datei “neogeo.zip” verlangen, und die gibt es hier. Gehört auf jeden Fall (gezippt) ins iMAME-“Documents”-Verzeichnis.

Weiter auf meiner Liste mit Klassikern, die es auszuprobieren gilt: Gauntlet, Bomb Jack, Star Wars, Space Invaders, Flicky, Donkey Kong, Golden Axe, Bubble Bobble, Shinobi, Double Dragon, Airwolf, Alex Kidd, Batman, Superman, Teenage Mutant Ninja, Track & Field, Out Run, Hang-On und Rally-X.

Habakuks Resümee

Spielhallenmaschine “Marble Madness” mit innovativer Trackball-Steuerung

Viele von den Älteren unter uns haben unzählige echte Münzen in Spielhallenmaschinen, auf denen exakt diese Software lief, versenkt – und erleben mit diesem Emulator wahrhaft nostalgische Gefühle, wie sie nur mitreißende Games vermitteln können; meiner bescheidenen Meinung nach noch besser als Filme, Bücher und wissenschaftliche Dokumentationen. Äußerst lebendige Zeitzeugen. Anthropologie und Soziologie pur! Geradezu interaktiv.

Der Mensch und sein Spielverhalten im Laufe der Generationen ist immer wieder interessant und sagt mithin mehr aus über seine Zeit als die sorgfältig retuschierten Geschichtsbücher über Politik und darstellende Kunst, als die von Werbung und anderen niederen Motiven gesteuerte Showbranche und Massenmedien (beziehungsweise deren Vorgänger).

Echte Maschinen aus dieser Zeit sind sehr selten geworden, die Röhrenmonitore hohem Verschleiß ausgesetzt und praktisch nicht mehr erhältlich. Besser als über solche Emulatoren kann man diese historischen Ereignisse (was den geistigen Inhalt anbelangt) nicht dokumentieren.

Die Grafik der lauffähigen Software dieses Emulators (von den späten 1970er Jahren bis ca. 1992) ist vielleicht nicht mehr am letzten Stand der heutigen Technik, ein nervenzerfetzender Spielablauf und spannende Inhalte altern jedoch nie! Ein ganz hervorragender und willkommener Beitrag zum Thema “interaktives und voll funktionstüchtiges Computermuseum in der Hemdtasche”. Es ist ausgesprochen amüsant zu entdecken, von welchen Oldtimern die genialen “neuen” Ideen für unzählige Klone abstammen.

Zum Verschwinden der App

[Rossau-Artikel-Update 25. Dezember 2011] Im Forum/Comments eines Artikels von Engadget steht zu lesen, dass offenbar nicht Apple für das Verschwinden der App aus dem Store verantwortlich war, – der Verfasser, der sich ScottishCaptain (SC) nennt, steht offenbar mit dem “Mutterschiff” mamedev.org in Verbindung:

ScottishCaptain 1 hour ago

Since there’s a lot of fluff flying around in this thread already, let me clear up a few things.

iMAME was pulled ON REQUEST of mamedev.org because it reflects poorly upon the project (as I quite clearly stated before, but got flamed into oblivion). iMAME (and it’s derivatives) is based upon MAME 0.37b, which is nearly 10 years old now (if you don’t believe me, go check out mamedev.org‘s previous version section and look up 0.37b- it’s from y2k).

The reason why iMAME is based upon such an old version vastly stems from the fact that nobody working on the project really has any idea what the hell they’re doing. The iMAME source code has been hacked up and modified beyond all recognition- and MAME has changed so much between 0.37b and 0.144u3 that it would be virtually impossible to update the code without throwing out the entire project and starting again.

iMAME requires a totally different ROM set then MAME does, because most ROM files have been redumped, renamed, or otherwise improved. Remember, you’re dealing with decade old source code here that expects certain files to have exact SHA1 checksums- otherwise it won’t work (because you’re emulating low level hardware that expects an EEPROM to contain a certain dump of code and not something else entirely).

There is NO REASON why iMAME can’t contain a recent version of MAME instead. The iPhone 4 and iPad 2 have more then enough power to run a recent version of MAME—in fact, 0.144u3 would likely run FASTER then 0.37b with a higher level of accuracy—just because the code has been refined that much in 10 years.

So to recap: iMAME was pulled by mamedev.org because:

1) iMAME didn’t get permission to use the MAME trademark
2) mamedev.org would never give iMAME permission to use that trademark, because the project is a hack and reflects badly upon MAME

There is no conspiracy here involving Apple or MAME. Just a bunch of lazy developers who have no idea what they’re doing, doing derivative things that don’t agree with the trademark and source license agreements of the original project they were based upon.

-SC

Okay, offenbar ein Missverständnis beziehungsweise Kommunikationsprobleme zwischen Mame und Imame iMAME wegen Name. Ohne jetzt gerichtlich beeideter Softwarelizenz- und Rechte-/Patentesachverständiger zu sein: Stand da im Wikipedia-Artikel eigentlich nicht etwas von “Open Source”?!

Einen Grund gäbe es allerdings schon, bewusst eine ältere Version des Emulators zu verwenden: Nämlich die löbliche Unterstützung älterer iOS-Geräte, auf denen iMAME dem Vernehmen nach ausgezeichnet läuft.

Wie auch immer (und falls das zitierte Forumsposting überhaupt authentisch ist): Da offenbar kein höchstrichterliches Urteil von Apple vorliegt, bestehen gewisse Chancen, dass der Emulator wiederkommt, falls sich die Herren Programmierer einig werden.

Ein bisschen sieht das schon aus wie “das ist mein Ball, mit dem darf sonst niemand spielen” seitens mamedev.org. Die haben jedenfalls bis jetzt keine Anstrengungen gezeigt, MAME auf iOS zu portieren, und jetzt (noch dazu in der versöhnlichen Weihnachtszeit) wird ein freier Programmierer, der sich darum bemühte, wegen einem zehn Jahre alten Emulator angemeckert… Also: Wer weiß? Prinzip Hoffnung: Vielleicht finden die Streithähne ja doch zusammen, und es kommt sogar etwas Besseres nach.

26. Dezember 2011: Jener Mensch, der im App Store als “Publisher” von iMAME eingetragen ist, postet ins touchArcade-Forum:

Hi everyone.

I just want to make it clear that the MAME team is not responsible for iMAME’s disappearance. It was Apple’s decision to temporarily remove iMAME from sale. We are working together to return it to the App Store (and hopefully soon.)

There will likely be little progress over the holiday but follow me on Twitter and I will post updates in the new year.

@JimVanDeveloper

Also doch Apple?! Nun, widersprüchliche Aussagen. Wir werden sehen, wie es weitergeht.

Ich persönlich bin jedenfalls so hingerissen von iMAME, dass ich mir iCade bestellte. Erfahrungsbericht folgt…

27. Dezember 2011

  • Weitere kleine Liste eines Retro-Fans mit kompatiblen und empfehlenswerten MAME-Spielen sowie ein paar Hinweise dazu im touchArcade-Forum
  • Und noch eine
  • Hinweise eines versierten iMAME-Users zum Mapping (Zuordnen von Funktionen an Bedienelemente, Knöpfe) im tA-Forum
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2 Antworten zu ‘iMAME’ Emulator (Universal-App) [Artikel-Update: die App wurde zurückgezogen]

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