Exzellentes Flipper-Abenteuer ‘Zen Pinball’ (Universal-App)

In diesen Minuten erschienen. Nach einem kurzen Test am iPad 2 kann ich sagen: Erstklassige Kugelschleuder! Ein Tisch Sorcerer’s Lair (Abb. oben) ist voll ausgestattet und kostenlos, zwei weitere sind um 1,59 Euro pro Stück via “Top In-App-Kauf” erhältlich. Video vom Spielablauf; man sehe, höre und staune:

Die ironischen Hersteller waren auch jene, die 2008/2009 die allerersten Flipper auf das iPhone brachten, nämlich Zen Pinball: Inferno und Zen Pinball: Rollercoaster (Rossau-Rezension von anno dazumal). Seitdem hat man lange nichts mehr von ihnen gehört. Ironisch deshalb, weil mit Zen-Kontemplationstechnik hat das wirklich nichts zu tun, eher mit dem Gegenteil: Nämlich die reine, unverfälschte Action! 💣

Sorcerer’s Lair

Zurück zu den brandneuen Pinball-Tischen. Auf Deutsch übersetzte geschriebene Texte, englische (und sehr professionelle) Stimmen. Eindrucksvolle und opulente 3D-Grafik, kühle Lichteffekte. Sehr gute Wiedergabe der physikalischen Verhältnisse; ganz ausgezeichnet. Vier Flipper. Jede Menge Rampen, animierte Fantasy-Objekte und Figuren.

Spezielle Abschussrampe mit einer Art Dampfrad zum Einstellen. Drei Kugeln pro Spiel. Sympathisch: “Shoot again”, wenn die Kugel schon früh verlorengeht. Als zeitlich begrenztes Bonuselement: Unbeleuchteter Midnight-Modus. Manchmal wird’s richtig frenetisch und FETZIG. Multiball! Es gibt viel zu entdecken.

Einzelspieler oder “Heißer Stuhl” (Gerät weiterreichen) für bis zu vier Teilnehmer. Fünf Online-Leaderboards und neun Sonderwertungen (u. a. OpenFeint). Acht umschaltbare (Kamerasymbol) Ansichten in Hochkant- und Breitbildausrichtung.

Sehr sauber programmiert. Martialische Hintergrundmusik und hervorragende Effektgeräusche. Tilt wird unterstützt, man kann also Kugeln von einem Flipper zum anderen “überspringen” lassen (beide Flipper geschlossen), wenn im richtigen Moment leicht gestoßen wird. Wie auf vielen echten Spielhallenmaschinen.

Eine Übersicht zu den Eigenschaften des recht komplexen Tisches findet sich im Pause-Menü “Tischführer”. Es geht um die Keller-Modi, “Tore ins Nichts”, “Knochen” (Flucht vor Skeletten), die Mini-Games “Spinnenangriff”, “Hinter den Wänden” und “Gruselkeller”, die “Sechs-Geister”-Combo, “Zorniger Wald”, “Turmkletterer”-Combo, “Illusionskontrolle”-Combo, Multikugel, Zauberer-Multikugel, Austrittsbahn-Umleiter und Extrakugel. Zusätzliche Hinweise und ein Anleitungs-Video gibt’s weiter unten hier in diesem Rossau-Artikel.

Es folgen Bildschirmfotos (iPad 2) von den beiden anderen, kostenpflichtigen und mit Super-Man- und Werwolf-Derivaten einigermaßen bevölkerten Zen-Pinball-Tischen sowie der Hyperlink-Wegweiser in den Softwareladen und ein paar Tipps.

Marvel Wolverine

Auch hier wieder ein ganz spezieller und hochpräziser Abschuss-Mechanismus, und zwar auf BEIDEN Seiten (noch nie vorher gesehen). Für punkteträchtige Skill-Shots. Ebenfalls ein sehr schöner Tisch. Drei Flipper. Gelegentlich fährt die Kamera nah auf einzelne Figuren oder Szenen. Sehr passend!

Weitere Abbildung von Wolverine, der rechte Launcher (mit Druckanzeigearmatur für Messtechniker, die’s ganz genau wissen wollen):

Spektakulärer und sauschwerer Nachtmodus: Der Tisch ist fast völlig unbeleuchtet, und in der Finsternis rast eine glühende Kugel! Noch eine Szene aus Wolverine; Shooter/Defense Mini-Game oben in der Mitte:

Marvel Captain America

Wieder ein kriegerischer Tisch mit drei Flipperhebeln. Ha! Ein ernsthaft aussehender Boss/Baron (offenbar eine Figur aus dem Kinofilm) kommt langsam auf das Spielfeld, wenn man eine Kugel verloren hat, und checkt die Lage (der taucht später noch öfter auf). Teleports. Detaillierte Statistiken nach jedem Spiel. Sehr gute Erläuterungen zu den einzelnen Tischelementen im Hilfetext (dt.).

Es erklingen außerdem noch weitere Musikstücke: Eine Hardrock-Nummer, ein Techno-Stück… Nächster Screenshot. Separates Minigame “Hinter den Wänden” in Sorcerer’s Lair, natürlich standesgemäß ein Kugelroller:

Nach der kurzen Zeit kann ich wirklich nicht sagen, welcher von den drei neuen (bereits von der Playstation 3 und anderen Software-Plattformen bekannten; laut ersten Erfahrungsberichten exakt derselbe Inhalt) Zen-Tischen der beste ist. Alle sind großartig, und ich kann’s gar nicht erwarten, weiter auszuflippen! Superbes Arcade-Feeling!

User mit der XBox berichten weiter: “Am iPad 2 im Portrait-Modus (hochkant) bessere Sicht auf die Action als mit der 360er”. Der Hersteller Zen Studios hat dort schon länger einen recht guten Ruf, obwohl exakt die gleichen Spiele wesentlich teurer sind.

Minigame-Szene aus Captain America (am Tisch oben links):

Die OpenFeint-Anbindung ist hypermodern. Während des Spiels erscheinen dezente Textboxen mit Hinweisen, sobald man seinen Highscore geschlagen hat, wenn man eine Sonderwertung bestanden oder dem Highscore eines Bekannten auch nur nahe kommt (das lässt sich auch abschalten). Äußerst motivierend allerorten.

Die lokalen Spielstände (und weitere) finden sich übrigens, wenn man in der Tisch-Auswahl die untere Box seitlich wischt (die Tabelle ist rechts neben der Tischbeschreibung) oder während des Spiels die Kugel stoppt (Trapping mit offenem Flipper) und ein paar Sekunden wartet (erscheinen im Anzeige-Panel).

Die “Top In-App-Käufe” sind auch dann noch gültig, wenn man das Spiel später auf ein weiteres iDevice installiert. Ich probierte das und lud Zen Pinball danach auf das iPhone 4 und iPad 1. Siehe Rossau-Bildschirmfoto vom iPhone: Man wird bei Bezug von Wolverine und Captain America nicht nochmal abgecasht.

Im Gegensatz zum Gratis-Tisch Sorcerer’s Lair laufen die beiden Kauf-Tische auf dem iPad 2 besser als auf dem iPhone 4, auch nachdem letzteres neu gebootet und sämliche Video-Optionen in den Zen-Einstellungen abeschaltet wurden. Dennoch durchaus spielbar, wenn auch nicht ganz so flüssig, die Bildwiederholfrequenz dürfte bei (oder knapp unter) 30/s liegen, am iPad 2 bestimmt 60/s oder mehr.

Gleiches gilt auch für die erste Hardware-Version des iPads (orig., 1) und den iPod touch 4. Genau die gleiche Performance von Zen Pinball wie am iPhone 4. Erwähnenswert ist vielleicht auch der geringe Batterieverbrauch dieser Flippertische. Zen Pinball frisst nur 6% pro Stunde (iPad). – Trotz der Opulenz recht sparsam.

iHabakuk weltweit Dritter am 'Wolverine' Tisch (mit dem iPhone 4 errungen), Vierter am 'Captain America' (Teampunkte)

Am iPhone oder iPod touch empfehle ich Folgendes, der Bildschirm ist doch arg kleiner:

Zuerst ein paar Spiele in der Hochkant-Ausrichtung durchnehmen (immer ist das komplette Spielfeld am Bildschirm, keine/kaum Kamerabewegung), damit man den Tisch kennenlernt. Später dann, um präziser zu werden, in der Horizontal-/Breitbild-/Landschaftsausrichtung die vergrößerte Ansicht mit dynamischer Kamera wählen. Das Kamera-Symbol durchklicken, es gibt pro iPhone-Ausrichtung acht Stück Bildsteuerungen.

Auf Preisnachlässe braucht man in diesem Fall wohl nicht zu warten, – die alten Pinbälle Inferno und Rollercoaster blieben seit ihrem Erscheinen jeweils absolut stabil auf 3,99 Euro, jahrelang, und sind auch jetzt zu dem Preis erhältlich (nur noch im U.S.-amerikanischen App Store; obwohl es sich dabei um keine Universal-Apps handelt, jeweils nur ein Tisch, sie funktionieren dafür auch noch auf älteren Geräten), – Beschreibung im bereits oben erwähnten Rossau-Blogposting aus dem Jahre 2009.

Sorcerer’s Lair im zeitlich limitierten Bonus-Modus (Geisterstunden-Ansicht) und mit der Ankündigung, dass zum Schlagen des Highscores eines Freundes nicht mehr viel nötig ist:

Neues Video von Sorcerer’s Lair, in dem ein paar der Spezialitäten vorgestellt werden:

Die funkelnagelneuen und soeben vorgestellten Tische funktionieren laut Hersteller ab iPhone 3GS und benötigen iOS 5. Überschaubare 30,3 MB Downloadvolumen. Platzhalter für sechs weitere Tische, die später hinzukommen werden, gibt es schon in den Menüs/Scores. Hier geht’s entlang zum puren und nervenzerfetzenden Vergnügen:

🌟 🌟 🌟 🌟 🌟

Zen Pinball

TOPTIPP!

Rossau-Kategorie
Flipperspiele

Update! Noch kurz vor Weihnachten 2011 wurde der Tisch Marvel Thor als weitere “Top In-App-Kauf”-Option um 1,59 Euro hinzugefügt. Vier Flipperhebel, wieder jede Menge Rampen und Action, Feuer und Eis. Katapult-Kugeleinwurf. Hier ein Bildschirmfoto von dem eher leichten Tisch:

18. Januar 2012; Tisch Excalibur um 0,79 Euro hinzugefügt:

15. Februar 2012; Tisch Epic Quest (0,79 €) hinzugekommen, ebenfalls sehr empfehlenswert:

Mini-Game in Epic Quest:

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Eine Antwort zu Exzellentes Flipper-Abenteuer ‘Zen Pinball’ (Universal-App)

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