Steve Jobs tritt zurück, Tim Cook neuer Apple-Chef

Tim Cook und Steve Jobs

Der charismatische, schon länger wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen eingeschränkt agierende und an der Entwicklung der iOS-Geräte maßgeblich beteiligte Apple-Gründer Steve Jobs gab in einem Brief seinen Rücktritt bekannt. Er wird der Firma jedoch als Chairman of the Board (Vorsitzender des Aufsichtsrats) weiterhin zur Verfügung stehen und empfahl den seit dreizehn Jahren bei Apple arbeitenden Tim Cook, bisher Leiter des operativen Geschäftsbereichs (COO, Chief Operating Officer), als seinen Nachfolger. Der neue Apple-CEO (Chief Executive Officer, Generaldirektor) Cook hatte Jobs bereits mehrmals vertreten, als dieser sich aus gesundheitlichen Gründen Auszeiten nahm. Die Apple-Aktie wurde zunächst nachbörslich vom Handel ausgesetzt, fiel dann um mehr als fünf Prozent und erholte sich aber am nächsten Tag wieder.

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Zitate

Steves außergewöhnlicher Weitblick und seine Führungskraft
haben Apple gerettet und zum innovativsten
und wertvollsten Technologieunternehmen gemacht.
Apple-Verwaltungsratsmitglied Art Levinson

Ich glaube, dass die besten und
innovativsten Zeiten n
och vor uns liegen.
Und ich freue mich darauf, in einer neuen Rolle
den Erfolg von
Apple
zu beobachten und dazu beizutragen.
S. Jobs

*) Habakuks Kommentar zur Berichterstattung im Spiegel

Timothy D. Cook war zuletzt nicht “Technikchef”, sondern Leiter des operativen Geschäftsbereichs (COO, Chief Operating Officer). Das sei nur genannt als ein Fehler von vielen. Jobs’ “letzte Worte” als CEO kann man vielleicht etwas besser auf Deutsch übersetzen; ohne jetzt den Oberlehrer raushängen lassen zu wollen, aber es handelt sich beim Spiegel schlussendlich doch traditionell um ein Medium des möglichst geschliffenen Worts.

Ich kenne zwar persönlich so einige “Jünger” (äußerst originell diese Bezeichnung übrigens…), aber “iGod” hat ihn noch keiner genannt, und wenn schon, warum sollte dieses blöde Wort, das ich noch nie gehört habe, ausgerechnet vom iPod kommen, und nicht vom iMac, iPhone oder von iTunes, iOS..?! Außerdem habe ich noch kaum eine soziale Gruppe erlebt, die so wenig Konformitätsdruck ausübte und so viel Toleranz.

Den Herrn selbst kenne ich leider nicht persönlich, kann deshalb zu Sseinen ;) menschlichen Charaktereigenschaften nichts aussagen, empfinde aber die abschließenden Bemerkungen nicht als “dürr”, sondern als treffend und völlig ausreichend. Außerdem kam er mir in seiner Funktion als Apple CEO nicht ein einziges Mal egozentrisch, eitel oder anmaßend vor, soviel ich nach der Lektüre von Berichten aus gut informierten Kreisen und der Beobachtung von zahlreichen Videos mit ihm beurteilen kann.

Nicht mal im Ansatz. Und auch nicht göttlich. Ein Computerverkäufer halt, ein erfolgreicher. Versprechungen und Ankündigungen werden zuverlässig eingehalten. Netter und kompetenter Onkel mit einer gewissen Aura, die speziell auf Technik-Nerds wirkt. Wer beruflich oder privat mit diesen neumodernen Rechnern umgehen muss oder möchte, freut sich über Geräte, die möglichst einfach zu bedienen sind, gut funktionieren und prima aussehen. Welcher Konzernchef hat heutzutage noch eine Ahnung von den angebotenen Produkten? Das sind doch alles nur noch schwache, farblose und oft korrupte und unehrliche Repräsentationsmarionetten mit Politikerallüren.

So bleibt dem Spiegel in der weiten Sommerlochhitzedürre immerhin noch Raum, mit einem Wortschwall an Irrtümern und Vermutungen, Platitüden und abgelutschten Klischees, schwachen Interpretationen und glatten Designfehlern die vermeintlichen Lücken zu füllen. Und genau das ist der Unterschied zwischen gewöhnlich, normal und genial. Oder zwischen Samsung, HP, Microsoft, Google und Apple von mir aus. Amen.

Lieber etwas zu dürr, wenn man so will, aber richtig, als viel zu schwülstig und zu üppig, zu schlecht kopiert und zu falsch. Oder (Chance, damit die Spiegel-Redaktion ihr Gesicht wahren kann): Hoffentlich sind die Urlaubsvertretungen bald wieder dort, wo sie hingehören; die Qualität meiner Grundnahrungsmittel lässt nämlich schön langsam zu wünschen übrig. ;-)

Ansonsten zum eigentlichen Thema. Viele Insider sind sich sicher, dass Jobs vorgesorgt hat.

Das fast kompromisslose Durchsetzen der Absichten und die charismatischen und kreativen, innovativen und visionären Bestrebungen – beziehungsweise die außergewöhnlichen Führungsqualitäten in seinem Geiste, wenn man’s gern schwurbelig und sakrosankt ausdrücken möchte – werden wohl eher über die verhältnismäßig kleine, aber feine Firma Pixar (auf Computeranimationen spezialisierte Filmproduktion) “vererbt” und fortgeführt denn über den inzwischen gigantischen Verwaltungs- und Entwicklungsapparat Apple mit seiner enormen Rechts- und Patentabteilung. Ich bin da ganz zuversichtlich. An Jobs’ Funktionen beim Disney-Konzern ändert sich nichts, soweit zu erfahren ist.

PS: Kundenwunsch an Mister Cook. (Gratuliere zur Beförderung.) Bitte beim nächsten iGerät einen nicht spiegelnden Touchscreen einbauen, damit ich den Spiegel besser sehen kann. Grüße an Steve Jobs mit den besten Wünschen für seine Gesundheit von einem weitgehend zufriedenen Apple-User, dessen frühe Begegnungen mit Massenmedien unter anderem mit Donald Duck und Micky Maus begonnen haben.

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