‘Photoshop Express’ am iPad + iPhone beste mobile Spielekonsole + iPhone-Flugdrohne + Mobiles self-made Ladegerät

In seiner zweiten Auflage kann das auf Photoshop Express umbenamste Photoshop.com Mobile nun endlich akzeptiert werden, was die technische Stabilität betrifft. Die kostenlose  Universal-App funktioniert jetzt auch am iPad in horizontaler Ausrichtung.

Man darf sich aber schon fragen, wie diese grausamen Fehler der Vorgängerversion durch Apples hochnotpeinliche App-Kontrolle schlüpfen konnten, und ob überhaupt irgendjemand von den 8.700 Mitarbeitern des populären Fotoeditor-Herstellers Adobe Systems, Inc. die veröffentlichen Flaggschiff-Applikationen überhaupt vorher testet und jemals selbst verwendet.

Nun, das letzte Update kam immerhin schnell, und vielleicht schafft es die “globale Referenz-Grafiksoftwareschmiede” bei der nächsten Ausgabe ja sogar noch zu

  • richtig ausgerichteten Screenshots im App Store
  • besseren Demo-Beispielen, wo dem Typ nicht die Nase abgeschnitten wird (s. Bildschirmfoto oben, original von der Firma Adobe)
  • einem Homescreen-Sinnbild, das nicht aussieht wie das Piktogramm einer Toilettenpapierrolle im globalen Bahnhofsklo
  • und zu einer Übersetzung der paar Texte, beziehungsweise besser gesagt: …einzelnen Wörter

Denn einige davon haben’s tatsächlich in sich; Näheres dazu siehe unten.

Weiter geht’s im Rest des Beitrags mit Habakuks amüsantem Kommentar zu Photoshop & Co. sowie einer kleinen Presserevue mit noch viel interessanteren WWW-Hyperlinks.

Thema Privatsphäre

Wer sich den Schmafu von Adobe ersparen möchte, lässt einfach die Finger von Photoshop Express und liest gleich unten bei der Presserevue (bahnbrechende Neuerungen!) weiter.

Beim ersten Start von Photoshop Express am iDevice wird nämlich ebenso höflich wie bestimmt und unvermeidlich über ein unscheinbares Standarddialogfeld abgefragt, ob “Daten zur Verbesserung der Software” zur Firma Adobe übermittelt werden dürfen.

Man kann also zunächst nicht das tun, was man eigentlich vorhatte, nämlich etwa ein harmloses Foto nachbearbeiten, sondern sollte am besten erst einmal mit Rechtsanwalt und Steuerberater, Psychologen und Herzchirurgen des geringsten Misstrauens ausführlichst korrespondieren. Nicht zu vergessen den dafür zuständigen Nationalrats- bzw. Bundestagsabgeordneten sowie Landes- und Bundesminister. Schaden können auch nicht die bevorzugten nationalen und internationalen Konsumenten- und Datenschutzorganisationen und sämtliche Erfahrungsberichte, die dazu im Internet zu finden sind.

Wer all diese Auskünfte und Informationen übersetzt und auswendig gelernt hat, mag sich die Entscheidung zutrauen, ob er dem scheinheiligen Ansinnen der Firma Adobe zustimmt oder nicht. Habakuks Tipp: Sollten etwa noch irgendwelche Zweifel bestehen, eher nicht zustimmen!

Das gleiche Thema betrifft übrigens den prominenten und sehr missverständlichen Eintrag “Upload Usage Data” (¿was ist “Usage Data”?) in den Optionen, die vom Adobe-Hauptbildschirm zugänglich sind.

Keine Ausreden: Die erwähnten Fehler kamen bestimmt nicht daher, weil kein Mensch absichtsvoll zustimmen möchte, dass Photoshop irgendwelche unkontrollierten Daten nach Hause telefoniert, zum Beispiel wann und wo man für wie lange die Software in Betrieb nimmt.

Alles Dinge, die überhaupt nichts damit zu tun haben, dass Photoshop Express am iPad in horizontaler Ausrichtung glatt und unter Verlust sämtlicher Bearbeitungsschritte Richtung Homescreen abschmierte (das iPad-Betriebssystem iOS 3.0.1 und 3.0.2 blieb davon immerhin völlig unbeeindruckt und lief stabil weiter). Es gibt Software von Ein-Mann-Betrieben, die auf Anhieb besser funktioniert. Extrem peinlich für einen so aufgeblähten Betrieb!

Habakuks Kommentar

Ich war noch nie ein großer Adobe-Fanboy.

Aufgetakelte Bloatware (Wikipedia) selbst am Mac (ungefähr fünftausend Ordner feinst auf sämtlichen Festplatten verteilt bei Standardinstallation), extrem lange und steile Lernkurven, maßlos überteuert, absolut nervende Lizenzbestimmungen, Update-Regulierungen und Verdongelung. Es gibt Besseres, was Zeit und Geld spart, und das gilt für das gesamte Produktportfolio von Adobe.

Und das Schlimmste: Mein langjähriger persönlicher Favorit in dieser mit unglaublichen Mitteln heiß umkämpften Branche (Macromedia) wurde von dem arroganten Laden aufgekauft.

Photoshop Express bietet auf den iDevices nur die grundlegenden Bearbeitungsfunktionen – immerhin auch stufenloses Drehen (Begradigen, Straighten), eher selten bei Foto-Apps – und okay, ein paar von den Filtern und Rahmen sind ganz brauchbar, obwohl wir ihnen jetzt wahrscheinlich auf jedem zweiten Foto bei Flickr oder sonstwo begegnen werden: Das altbekannte Photoshop-Syndrom; für mich persönlich ein unüberwindliches K.O.-Kriterium.

Die Swipe-Bedienung mit den zahlreichen Stufen ist soweit akzeptabel, wenn auch nicht ideal, da man zwangsläufig immer mit dem Finger irgendeine Stelle abdeckt. Außerdem stolpert man in Photoshop Express ständig über enge Verknüpfungen (etwa automatischer Upload) mit einem gleichermaßen sehr populären Distanzsozialen Netzwerk, das sich ebenfalls nicht gerade mit Ruhm bekleckert, was Datenschutz und Privacy anbelangt.

Also ich habe da kein gutes Gefühl. Klingt für mich nach: “Da habt ihr euer teures Photoshop-Icon am Homescreen, und jetzt lasst euch als Gegenleistung für ein paar absolut rudimentäre Features mal schön ausspionieren. Am besten freiwillig und mit ausdrücklicher Zustimmung.”

Da erregen die Ausstattungsmerkmale anderer Foto-Apps (auch wenn es sie vorerst nicht mehr gibt) wesentlich mehr Aufsehen, siehe Rossau neulich: Lautstärkeregler als Auslöseknopf für die iPhone-Kamera [Update].

Ob da nicht schon wieder einer der großen Softwarehersteller vor lauter Schmollen und Datensammelwut den Anschluss verpasst? Das Verhältnis von Apple und Adobe ist halt zur Zeit vielleicht nicht gerade das prickelndste, siehe die Probleme mit PDF und Flash. Daher womöglich diese geradezu auffällige und nicht einmal besonders vertuschte Lieblosigkeit.

Da ging ja wohl alles schief, was schiefgehen kann. Vom Namen der App bis zur Reputation des ganzen Pixelschubserbetriebs.

Habakuks Prädikat: Nicht empfehlenswert!

Begradigen (zum Teil mit automatischem Zuschneiden, Rotate + Crop) können auch Photogene (seit 19. August 2010 volle iPhone-4-Unterstützung), Cropulator, AppZapp (die beiden letzteren Apps ungetestet) und fast jede PC- oder Mac-Fotosoftware, – Filter und Rahmen gibt’s in allen Preisklassen wie Sand am Meer im App Store.

Von Adobe Photoshop Express am besten die Fingerkuppen lassen. Man versäumt gar nichts. Und da tröstet mich auch die kuschelige Signatur “…von den Entwicklern der Adobe Photoshop-Familie” im App Store nicht.

Dilettantenverein, indiskreter.

Dazu auch Rossau am 1. Dezember 2009: Photoshop.com Mobile nun auch im Rest der Welt erhältlich. Reichlich spät schon damals für die kleinen iDevices. Nur zur Erinnerung: Das iPad gibt es in den USA seit Anfang April MMX (vorgestellt wurde es im Januar), und seit Mitte August funktioniert der minimalistische, um es höflich auszudrücken, Adobe-Kram; im Wesentlichen nämlich entwicklungstechnisch betrachtet nichts Anderes als Copy & Paste von ein paar Apple-Software-Standard-APIs, ergänzt um wenige Photoshop-Filter und -Rahmen Marke Uralt, – und vor allem von einem ganzen Haufen Datenschnüffel-Routinen.

Falls jemand von Adobe mitliest, hier ein Tipp: Wikipedia: iPadiPad, englische Ausgabe. Nun gut, der Vollständigkeit halber: Adobe, Photoshop. Daraus wörtlich [sic!]:

Synonym gebräuchlich für ungebrannte Ziegel findet sich häufig die aus dem spanischen kommende Bezeichnung Adobe, die sich ihrerseits über das Arabische aus koptisch “tôbe” = Ziegel herleitet. Der luftgetrocknete Ziegel besteht aus Füllstoffen wie Sand, Stroh oder Tierkot.

Das muss ja ganz was Feines sein. Sorry.—Could not resist. :)

Nur zur Information: Adobe Photoshop Express, App Store Link.

Eine kleine Presserevue

Die Leistungen des iPhone 4 bei ressourcenhungrigster Software, nämlich Spielen, sind erstklassig und schlagen stellenweise sogar dedizierte Mobilkonsolen. Und das nicht nur wegen dem absolut unvergleichlichen Retina-Display.

Heise:

Durch die Mega-Texturen von id Tech 5 könne Rage sehr viele Details bei hohen Frame-Raten darstellen und auf Apples Smartphone grafisch alles übertreffen, was auf einer PS2 oder Xbox herausgekommen sei, erklärte Carmack. Er bemängelte jedoch die fehlende taktitle Rückmeldung des Multitouch-Displays und die relativ langen Verzögerungen der Touch-Eingabe von 80 ms.

Heise außerdem:

Am 23. August 2010 ein erster Erfahrungsbericht von MacWorld/iOS Central: Hands on: Flying an iPhone-controlled quadrocopter. Zusammenfassung: Für Flugeigenschaften und Bildqualität steht noch Raum für Verbesserungen zur Verfügung. Nach zehn bis fünfzehn Minuten gibt der Akku auf, das Gerät kann leicht beschädigt (und repariert) werden, ansonsten ein nicht ganz billiges Spielzeug am allerletzten Stand der Technik, das viel Spaß macht.

6. September 2010. Eli Hodapp vom U.S.-Spieleportal touchArcade hat die Drohne auch steigen lassen und zeigt sich vorwiegend begeistert: Parrot AR.Drone Review – The Coolest RC Toy I’ve Played With mit zahlreichen Videos; eines davon beweist, dass auch eine bessere HD-Videokamera mit an Bord und in Betrieb genommen werden kann. Sehr interessant!

Spiegel Online hält uns auf dem Laufenden, was selbstgebastelte und mobile Ladegeräte mit Standardbatterien anbelangt: Warum iPhones Apples Ladegeräte lieben. Ohne Gewähr!

Und TUAW veröffentlicht einen reichlich pingeligen Hardware-Check für das neue iPhone 4: 25 ways to check the hardware on your iPhone 4. Hier mit meinem Redaktions-iPhone-4 ist jedenfalls seit Anbeginn (15 Tage) alles völlig in Ordnung, nach meinem subjektiven Empfinden auch mit der Akku-Laufzeit. Vor allem die Ladezeiten sind sehr kurz.

Bildquellen: Adobe, id Software, Spiegel

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