Spracherkennung “Dragon Dictation” für iDevices

Die neuen deutschsprachigen Versionen von Dragon Dictation und Dragon Search sind ab sofort – und laut Heise (s. u.) vorübergehend kostenlos – erhältlich!

Hier der App Store WWW-Hyperlink zur Universal-App Dragon Dictation. Das Programm ist im deutschen App Store zu beziehen (außerdem im U.S.-amerikanischen), Österreicher, Schweizer und alle anderen können im “großen” iTunes (geht nicht am iDevice) dort ganz einfach einen neuen Account anlegen und die Software herunterladen. Es folgen weitere Details dazu.

Anleitung hier für das US-Store, aber das geht auch mit dem deutschen, einfach die entsprechende Flagge verwenden. Ich bin nicht sicher, ob die US-Version der Dragon-Software die deutsche Sprache unterstützt, die im DE-Store tut es jedenfalls (neben “English, United Kingdom” und “English United States”), eben überprüft. Für Gratis-Software braucht man in ausländischen App Stores keine Kreditkarteninformationen, nur eine gültige E-Mail-Adresse, Postanschrift und Telefonnummer (ich nahm für beiden letzten Angaben jene von einem Wirtshaus in München und nehme nicht an, dass die von Apple belästigt werden). Auch meinerseits: Keine Gewähr!

Nach einem ersten Test (iPhone 4/iOS 4.0.1, iPad/iOS 3.2.1) funktioniert die Angelegenheit erstaunlich gut. Beistriche, Punkte (und andere Satzzeichen) und Absätze mit ansagen. Beschreibung des Herstellers:

Dragon Dictation ist eine Spracherkennungssoftware auf der Basis von Dragon NaturallySpeaking®, mit der Sie einfach per Sprache SMS oder E-Mails diktieren. Der Text erscheint innerhalb von Sekunden auf Ihrem iPhone und kann sofort versendet werden. Diese Methode ist bis zu fünf mal schneller als die Eingabe über Tastatur.

Mit Dragon Dictation können Sie an sich selbst Notizen oder Erinnerungen senden oder Tweets für die ganze Welt veröffentlichen … alles per Sprache. Wenn Sie also unterwegs sind, setzen Sie lieber Ihre Stimme statt der Tastatur ein, um kurze SMS oder längere E-Mails zu verfassen.

Dragon Dictation unterstützt neben Deutsch auch US und UK Englisch. Dragon Dictation wird im Laufe des Jahres auch auf Französisch, Italienisch und Spanisch verfügbar sein.

FUNKTIONEN

  • Sprache-zu-Text-Transkriptionen, die als SMS oder E-Mail gesendet oder über die Zwischenablage in eine beliebige Anwendung eingefügt werden können
  • Veröffentlichen Sie Texte in sozialen Netzwerken
  • Korrekturfunktion, die unterschiedliche Vorschläge anzeigt
  • Sprachgesteuerte Korrekturoberfläche

ANFORDERUNGEN

  1. Dragon Dictation erfordert eine Netzwerkverbindung (WiFi oder 3G/EDGE).
  2. Dragon Dictation kann für das iPad, iPhone und für iPod Touch-Geräte der zweiten und dritten Generation verwendet werden (externes Mikrofon erforderlich).

Der iPod touch benötigt, da kein eingebautes Mikrofon, ein Headset, hier meine Empfehlung.

Sicherheitshinweise beachten! Dazu Heise-Verlag: Spracherkennungs-App für iPhone und iPad. Exzerpt aus dem lösungsreichen Artikel:

Dragon Dictation von Nuance ist eine Anwendung zum Diktieren von Texten auf dem iPhone, iPod Touch und iPad.

Die App dient lediglich der Datenübermittlung. Die eigentliche Spracherkennung findet auf einem Server statt. Bei der Umsetzung der Audio-Daten auf dem Nuance-Server werden keine individuellen Sprecherprofile angelegt. [Heise scheint das überprüft zu haben; Anm. Rossau-Red.]

Dragon Search für iPhone und iPod Touch schickt diktierte Suchanfragen an diverse Suchmaschinen. Derzeit nutzt die Lösung Google, Yahoo!, Wikipedia, iTunes, YouTube und Twitter.

Laut Nuance werden beide Anwendungen ab Freitag [es wurde dann doch Montag; Anm. Rossau] vorübergehend kostenlos im deutschen App Store verfügbar sein. Wie lange es die Diktier-Apps gratis geben wird, steht nicht fest: Nuance nennt keinen konkreten Termin für eine kostenpflichtige Version, behält sich aber je nach Entwicklung des Geschäftsmodells Änderungen vor. Bereits heruntergeladene Apps sollen auf jeden Fall kostenfrei bleiben. Im Laufe des Jahres soll laut Hersteller eine achtsprachige Lösung von Dragon Dictation herauskommen.

In den USA gibt es die Lösung bereits seit Anfang des Jahres, in England seit letzter Woche. Anfangs hatten in den USA die Nutzungsbedingungen für Unmut gesorgt: Die App übertrug zwingend den Inhalt des Adressbuchs auf den Server. Hier wurde kurze Zeit nach Veröffentlichung des Programms nachgebessert. Nutzer können jetzt wählen, ob sie der Übertragung im Interesse einer korrekten Erkennung von Eigennamen und Telefonnummern zustimmen oder diese unterbinden.

Es gibt deshalb ausführliche Erläuterungen und Rechtfertigungen beim ersten Start der Applikation. Man muss sich aber nicht sofort entscheiden, die Option mit der Kontakteliste kann auch später unter “Namen erkennen” hinzugeschaltet werden.

Habakuks Kommentar:

Ich persönlich bin nach wie vor strikt dagegen, die Daten privater Kontakte wissentlich, vorsätzlich und mit Absicht an weitgehend unbekannte Server zu übermitteln, – wer weiß, ob das den Kontaktpersonen recht ist. Mir persönlich wäre es das zum Beispiel nicht. Ich achte auch so gut wie möglich darauf, bei wem ich mit welchen Daten in seiner Kontakte-Datenbank verewigt werde; aber eine hundertprozentige Kontrolle hat man darüber sowieso nicht.

Ich habe daher auch den drahtlosen Sync meines virtuellen Adressbuchs von der Google-Wolke (s. Rossau-Reportage) nach wie vor ausgenommen, obwohl das Feature natürlich ungemein praktisch wäre. Außerdem versuche ich seit mehreren Wochen, meinen Gesichtsbuch-Account zu löschen, wo ich mit viel gefinkelter Geheimnistuerei die vollautomatische Übermittlung der Kontakteliste bisher verhindern konnte. Meines Wissens verhindern konnte…

Natürlich gilt in dieser arg strapazierten Debatte um Privatsphäre und Sicherheit:

  1. Man kann nicht alles wissen. Wer liest sich schon die kleingedruckten Benutzungsbedingungen durch?
  2. Schon klar: Ich übermittle den Inhalt meiner Bekannten- und Verwandtenliste nicht drahtlos zu Google oder Nuance, sondern per USB zu Apple, wenn man es so ausdrücken möchte. Ich kann jetzt in der Kürze nicht genau erklären, warum mit dabei etwas wohler ist. Etwas! Hier im Rossau-Blogg finden sich genügend Hinweise darauf.
  3. Diese Dinge sind wirklich heikel. Paranoia hin oder her, und egal, ob ich jetzt etwas zu verbergen habe oder nicht.

Wie schon erwähnt wurde, gibt es für die Suche vom gleichen Hersteller Dragon Search (siehe iTunes), das funktioniert ähnlich wie Google Mobile App (Rossau-Artikel darüber mit ein paar ergänzenden Tipps zum Thema Spracherkennung).

Die “Einstellungen” finden sich am iPad etwas versteckt hinter der virtuellen Symbol-Schaltfläche ganz oben rechts. Das hier abgebildete Bildschirmfoto zeigt diese Optionen, wie sich sich am iPhone (Zahnräder-Symbol) darstellen:

Am iPad gibt es darüberhinaus noch ein paar Tipps, – ist ja reizend, wie die Lage des Mikrofons dynamisch angezeigt wird, egal wie man das Hightech-Tablett auch dreht und wendet; hier also die Dragon-Hinweise in Form von drei Screenshots:

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5 Antworten zu Spracherkennung “Dragon Dictation” für iDevices

  1. manfred schindler schreibt:

    super.
    danke für den hinweis und auch für die anleitung mit dem deutschen itunes store :-)

    warum gibt es die App nicht im österreichischen store?
    hat das nur damit zu tun, dass die bewilligung in einem store schon erledigt ist und in den anderen (at, ch) noch nicht?

    • Habakuk schreibt:

      Keine Ahnung, schätze aber, es liegt an Nuance, dem Hersteller der Software. Offenbar haben sie die Österreicher und Schweizer übersehen. Ich habe die Firma gestern angezwitschert (s. rechte Spalte), aber keine Antwort erhalten.

  2. Pingback: Spracherkennung „Dragon Dictation“ für iPhone und iPad | manfred schindler

  3. WillyHa schreibt:

    Auf meinem iPad lässt sich Dictation tzrotz guter Internet-Verbindung plötzlich nicht mehr öffnen. Woran kann das liegen?

  4. Ras schreibt:

    Keine Ahnung. Bei meinen IPad lässt sich Dictation zwar öffnen, aber bei mir funktioniert das Aufnähmen/Dictieren nicht. An was kann das liegen?

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