Neue Betriebssystemversion iOS 4 erschienen

Wie angekündigt veröffentlichte Apple heute um 19 Uhr 15 MESZ die neue Betriebssystemversion, genannt iOS 4, für das iPhone und den iPod touch (ausgenommen Geräte der ersten Generationen); das iPad ist laut seinem Hersteller erst im Herbst an der Reihe. Download und Installation sind – diesmal für alle – gratis. Beim letzten “großen Update” mussten iPod-touch-Besitzer ein paar Eupeken lockermachen.

Im Wesentlichen entsprechen die Neuerungen und Verbesserungen dem, was ich hier bereits Anfang April anlässlich der offiziellen Ankündigung aufzählte.

Nach dem Klick auf die “Nach Updates suchen”-Schaltfläche im Hauptfenster von iTunes (zuerst in der linken Spalte das per USB verbundene iDevice anwählen und die Tipps weiter unten im vorliegenden Rossau-Posting lesen), erscheint nach dem Hinweis auf die neue Softwareversion folgendes Dialogfeld:

Voraussetzung ist übrigens die vor ein paar Tagen erschienene iTunes-Version 9.2, Rossau-Bericht. Danach gibt Apple die neuen Funktionen bekannt, hier als eine Abfolge von sieben Bildschirmfotos direkt aus iTunes:

Der vollautomatische Update-Vorgang ist derzeit noch im Gange, ich werde diesen Artikel weiterhin aktualisieren, sobald erste Testergebnisse vorliegen.

Wie jüngste Berichte bestätigen, handelt es sich bei der soeben veröffentlichten iOS 4 Build-Version (8A293) um dieselbe, die Anfang des Monats als “Gold-Master” an Software-Entwickler ausgehändigt wurde.

Weitere Informationen aus dem Internet

Fünfeinhalb Stunden iPhone-Update

Der Spaß dauert diesmal ziemlich lange. Um 19 Uhr 20 klickte ich in iTunes auf “Download” (der Download der 292 MB selbst dauerte laut iTunes nur wenige Minuten), jetzt ist es 21 Uhr 40, und ich darf weiterhin dieses Fortschrittsbälkchen bewundern (iPhone 3G 16 GB, befüllt mit ca. 9 GB):

Am iPhone steht “Synchronisieren…”, und der wandernde Scheinwerfer-Spot streicht als einziges Lebenszeichen über den virtuellen “Abbrechen”-Schieber. Zahlreiche User in diversen Foren bestätigen diesen Zustand.

22 Uhr 20: Der Fortschrittsbalken ist immerhin um fünf Millimeter länger, sonst keine Veränderung. Kann mich nicht erinnern, dass es jemals so lange dauerte. Bisher drei Stunden! Dennoch wird empfohlen, den Vorgang nicht abzubrechen, sondern die Angelegenheit auszusitzen.

22 Uhr 35: Es tut sich was! Neuer Fortschrittsbalken in iTunes, Apple-Logo am iPhone.

Die Beschriftung dieses Info-Fensters ändert sich jetzt öfter.

22 Uhr 50: 3,5 Stunden! Am iPhone erschien kurz der neue Homescreen, dann wurde der Bildschirm wieder schwarz und iTunes zeigt mir dieses:

Das iPhone hängt natürlich noch via USB-Kabel dran und lässt sich via Home-Taste und Betätigung des virtuellen Riegels einschalten (nicht empfohlen, bitte weiterlesen). Unter “Einstellungen – Allgemein – Info” findet sich “Version 4.0 (8A293), Netzbetreiber Orange Austria 7.0, Modem-Firmware 05.13.04″. Kontakte, Fotoordner leer, kein E-Mail-Account vorhanden; das Gerät befindet sich offenbar im Vanilla-Zustand (Auslieferungszustand, wie neu).

Besser ist es abzuwarten und das Telefon weiter in Ruhe zu lassen, bis das Backup tatsächlich wiederhergestellt ist, und alle Einstellungen und Apps von vorher wieder aufgespielt sind! Die Meldungen der Fortschrittsbalken-Fenster sind mithin irreführend. Angeblich noch zwanzig Minuten…

Offenbar dauert es nur bei manchen iPhones 3G so lang. Besitzer vom iPhone 3GS berichten, dass der komplette Update-Vorgang bei ihnen in nur zwölf Minuten erledigt war. Hier derzeit (23 Uhr 10): “Verbleibende Zeit: ungefähr 10 Minuten” laut iTunes; das wären dann geschlagene vier Stunden!

23 Uhr 22: Nach einem weiteren Dialogfeld von iTunes (“iPhone jetzt nicht trennen…”; es handelt sich übrigens um eine Zeitbombe, wer den wichtigen Hinweis in den zehn Sekunden, nach denen er sich von selbst wegklickt, nicht sieht – nach vier Stunden Wartezeit – hat Pech gehabt) bootet das iPhone jetzt hoffentlich zum letzten Mal. Also nicht davon trennen. ;)

23 Uhr 24: Kurz und voller Hoffnung war der Sperrbildschirm zu sehen, und es piepste leise, aber iTunes überrascht mit einem weiteren Fortschrittsbalken, am iPhone ist wieder einmal “Synchronisieren…” angesagt und die Abbildung einer fetten grünen und prall gefüllten Batterie zu sehen. Bildschirmfoto von iTunes:

23 Uhr 40: Die jüngste und eben abgebildete Version des blauen Balkens ist jetzt ungefähr zur Hälfte gefüllt, die bekannte Anzeige am iPhone unverändert.

Dienstag, 22. Juni 2010, 00 Uhr 00: Fortschrittsbalken zu drei Vierteln blau, “Synchronisieren…”-Anzeige am iPhone mit der prallen und grün phosphoreszierenden Batterie weiterhin unverändert. Okay, ich habe knapp zweihundert Apps drauf, darunter solche Boliden wie die prima Navi-Software NDrive DACH mit 488 Megabyte.

00 Uhr 20, exakt fünf Stunden nach Update-Beginn: Es fehlen nur noch ein paar Millimeter, bis alles ganz blau ist. Zack, das Fenster verschwindet!

00 Uhr 21: Jetzt wird’s langsam wirklich interessant. :) Der nächste coole Balken in iTunes:

00 Uhr 30: Diesmal ging’s ja richtig flott! Der Musik- und Videobalken hat sich vertschüsst. Das iPhone ist offenbar startklar, aber über iTunes schwebt noch der berühmt-berüchtigte Sat1-Ball. (Nein, ich habe keine Halluzinationen, Mac-User wissen schon, was ich meine.)

00 Uhr 35: iPhone entriegelt und gestartet. Alles sehr langsam. Doch halt! Der Beachball verschwindet, das iPhone erscheint wieder in der linken Seitenleiste von iTunes und zeigt auf seinem eigenen Bildschirm wieder einmal “Synchronisieren…”. War wohl noch nicht ganz so weit. Nur Geduld.

Habe fertig!

00 Uhr 45: Der normale Start-Screen erscheint, das Telefon lässt sich starten und ist jetzt normal schnell wie gewohnt, wenn nicht sogar etwas flotter. iTunes zeigt in der “Übersicht”:

Wichtig! Der vollautomatische Update-Vorgang ist erst beendet, wenn dieser Eintrag in iTunes erscheint! Es gibt offenbar keine eindeutigeren Hinweise, das iPhone bootet insgesamt zwei oder drei Mal (auf dem Touchscreen ist dabei nichts Anderes zu sehen als das Apple-Logo und eventuell ein weißer Fortschrittsbalken), und manchmal bleibt der Screen auch längere Zeit völlig schwarz. (Der “Name” kann übrigens frei vergeben werden, hier lautet er einfach “iPhone”.) In den Foren häufen sich die verzweifelten Hilferufe von Usern, die den Vorgang offenbar verfrüht beendeten und das iDevice vom Computer trennten.

00 Uhr 50: Ich fertigte zwei Screenshots am iPhone an und schickte sie mir per E-Mail auf meinen Mac. Alles bestens. Auch das Telefonieren und SMSen funktioniert. Tatsächlich: iOS 4 ist etwas schneller! Das Blättern in den Homescreens, Aufrufen der Programme: Spürbar kürzere Reaktionszeit, nicht das geringste Ruckeln bei den (zum Teil ganz neuen) GUI-Animationen. Info der iPhone-”Einstellungen” (vgl. mit den Angaben vom letzten Update):

Das Warten (5,5 Stunden, in Worten: fünfeinhalb) scheint sich ausgezahlt zu haben. Ich startete ein paar Apps, darunter ressourcenhungrige Spiele, – alles soweit okili dokili. Der neue Homescreen, erkennbar am Dock (unten) und am etwas veränderten Sinnbild für die Rechner-App:

Dann legte ich ein paar Ordner an. Ganz einfach: Ein App-Icon etwas länger berühren, bis es tanzt, dann über ein anderes ziehen. Voilà, schon ist der Ordner fertig, fein säuberlich & vollautomatisch beschriftet mit “Spiele” (kann editiert werden), wenn es sich um Games handeln sollte (übernimmt das Genre aus der iTunes-Kategorie).

Jeder Ordner kann zwölf Apps aufnehmen, Ordner können nicht ineinander verschachtelt werden; all das funktioniert übrigens auch direkt in iTunes: In der linken Seiten-Navigationsleiste “iPhone <Name>” markieren, Karteikartenreiter “Apps” (nicht zu verwechseln mit den Seitenleisten-”Apps”):

Also das funktioniert ausgezeichnet stabil und intuitiv wie immer, wenn Apple etwas für die Touchscreen-Bedienung entwickelt. Dass solche Dinge (bis hin zu Videoschnitt) für diese besonderen Methoden nicht ganz trivial sind und ausgereift und durchdacht sein müssen, sieht man auch an Copy, Cut & Paste und im Vergleich mit anderen Smartphone-Betriebssystemen. Alles scheinbar eine Selbstverständlichkeit, aber da steckt ein ganzer Haufen Entwicklungsarbeit und Feinjustage dahinter.

Mir persönlich ist da eindeutig lieber, es dauert ein wenig, bis es soweit ist, aber dafür läuft es dann so, wie es soll. Prima! Ein entscheidender Unterschied zur Konkurrenz!

Zu entdecken an allen Ecken und Enden, wer genau schaut. Dem “normalen Benützer” fällt das im Alltagsbetrieb kaum auf, und so soll es ja auch sein: Das Betriebssystem funktioniert einfach und tritt so weit in den Hintergrund, dass man es praktisch gar nicht mehr wahrnimmt. Typisch Apple und Mac! Dagegen ist das Gefrickel mit den diversen Google/Android-Updates (zuerst muss man wissen, wo man es herbekommt, und welches für den eigenen Smartphone-Typ samt Kaufdatum überhaupt geeignet ist…) ein unendliches und sagenhaftes!

Tipps

Etliche User raten dazu, vor dem Update sämtliche anderen USB-Geräte vom Mutterschiff-Computer zu trennen, damit soll der Vorgang schneller ablaufen. Ich hatte einen EyeTV-USB-Receiver angeschlossen (am anderen USB-Controller auf der gegenüberliegenden Seite meines MacBook Pro unter Mac OS X 10.6.4), die dazugehörige App jedoch nicht gestartet; glaube persönlich eher nicht, dass das das Update-Tempo beeinflusst.

Ein paar Anwender vermelden, dass nach dem Update keine WiFi- und 3G-Verbindung zustandekommt. Einfache Lösung, die bei fast allen funktioniert: Flugmodus ein- und ausschalten.

Unscharfe Fotos: Sollten Fotos in einem Ordner, die nicht mit der iPhone-Kamera aufgenommen wurden, unscharf erscheinen, am Mac in iTunes “iPhone <Name>” in der linken Seitenleiste markieren und unter dem Karteikartenreiter Fotos (ganz rechts) “Fotos synchronisieren von” abwählen, dann wieder anhaken (falls iPhoto-User am Mac: evtl. “Gesichter” und/oder “Ereignisse” aktivieren, dann scheinen sie am iPhone unten in der Navigationsleiste auf) und neu syncen. Manche berichten auch, dass es reicht, einfach neu zu synchronisieren, ohne irgend etwas zu verändern.

Das Festlegen eines Hintergrundbilds für den Sperrbildschirm (orig. lock screen, der mit dem virtuellen “Einschalten”-Schieber) funktionierte hier nicht wie unter 3.1.3, scheint ein Bug zu sein. Update Numero eins: Nach dem zweiten oder dritten Aus- und Einschalten des iPhones war dieses Hintergrundbild dann plötzlich da! Update Numero zwei: Manchmal ist es da, dann wieder nicht. Doch etwas buggy.

Der neue Kalender “Geburtstage” enthält die Daten aus der “Kontakte”-Datenbank. Videos, die in Web-Seiten eingebettet sind, können jetzt (auch hochkant, Portrait-Ausrichtung) betrachtet werden, ohne Safari verlassen zu müssen.

Wer mit der Geschwindigkeit oder Stabilität des Geräts nach der abgeschlossenen Aktualisierung auf iOS 4 nicht zufrieden ist, sollte das iPhone nochmal neu booten: Home- und Standby-Tasten so lange gemeinsam drücken, bis das Apple-Logo erscheint (=”hard reboot”), und dann bis zum Sperrbildschirm warten, was ein paar Minuten dauern kann.

Digital-Zoom der Kamera: Einfach auf das Sucherbild tatschen, dann erscheint ein Schieberegler. Funktioniert auch mit dem iPhone 3G. Über die Sinnhaftigkeit lässt sich streiten, da es sich um eine simple Vergrößerung der Pixel handelt, was man auch im Zuge der Nachbearbeitung erledigen könnte. Richtig gut wäre ein optischer Zoom, aber darüber verfügt nicht einmal die iPhone-4-Kamera.

Das neue SMS-Zeichenzählwerk (akivieren in iPhone-”Einstellungen – Nachrichten” zeigt erst ab dem 24. Zeichen an.

Heise: iOS 4 sperrt Liga total

Gleichzeitig erschien im App Store iBooks (die achte iPhone-App von Apple) mit einem Gratis-Buch (Winnie-the-Pooh auf Englisch).

Nochmal der Hinweis auf den reich illustrierten Rossau-Artikel mit den wichtigsten neuen Eigenschaften von Apples iOS 4.

Neue iOS-4-Funktionen, die beim iPhone 3G nicht funktionieren:

  • Multitasking
  • Hintergrundbilder für Ordner und Home-Bildschirme (Stellungnahme von Apple-CEO Steve Jobs)
  • Sperre der Lageausrichtung (orig. “orientation lock”; da über die Multitasking-Leiste erreichbar)
  • neue Features des iPod-Players (direkt zugängliche Steuerung über Verschieben der Multitasking-Leiste)
  • Bluetooth-Tastatur

:( Das Thema Jailbreak drängt sich geradezu auf (s. u.).

Google Sync für Kalender-Abgleich

Vorsicht! Google Sync funktioniert nicht mehr! Was ist Google Sync? Siehe Rossau: Google Sync Beta veröffentlicht. Das ist wirklich äußerst bedauerlich. Zunächst keine diesbezüglichen Hinweise auf der Google-Seite. Hoffentlich kriegen sie das bald wieder hin.

Inzwischen scheint man bei Google darauf aufmerksam geworden zu sein. Hier eine offizielle Antwort:

Thanks for all the reports. Unfortunately, Google Sync has been undergoing an unplanned maintenance this afternoon, and we have been working to fully restore the service. This has affected Gmail, Calendar, and contacts sync on all devices today since 10am, PST. Our primary focus is to get the service 100% stable again for all devices, and we’re concurrently running tests on iOS4 specifically to troubleshoot any particular issues with the upgrade.

Again, we appreciate your patience as we work to improve Google Sync.

Robin, Google Employee

Zwischen-Update vom 23. Juni 2010: Die Angelegenheit scheint in Schwung zu kommen, das Service funktioniert wieder so wie gehabt.

Security

Apple veröffentlichte ein Dokument, das sechzig Sicherheitsmaßnahmen von iOS 4 beschreibt. Fünfzig davon betreffen die Browser-Engine WebKit.

Obwohl bei den meisten das Update funktioniert, schaut es in den internationalen Foren so aus, als ob es noch bei keinem iDevice-Betriebssystem-Update je so viele Hilferufe gegeben hätte. Ein großer Anteil davon dürfte von iPhone-Besitzern kommen, deren Geräte mit einem Jailbreak versehen waren, und die den Rossau-Aufsatz iPhone-Hacks (ebenfalls soeben aktualisiert) nicht auswendig gelernt haben, sowie solchen, die den Update-Vorgang zu früh abgebrochen haben.

Weitere Security- und Privacy-Themen weiter unten (Opt-out).

Rossau aktuell

Der vorliegende Rossau-Artikel Neue Betriebssystemversion iOS 4 erschienen wird in den nächsten Stunden und Tagen redigiert und aktualisiert. Wesentliche neue Erkenntnisse werden hier unten angefügt. Wir warten auf iOS 4.0.1. ;)

22. Juni 2010, 18 Uhr: Ich habe via iTunes ein paar Apps runtergeladen (darunter das derzeit stark vergünstigte und sehr empfehlenswerte Racer-Game Need for Speed Shift, Details dazu auch in diesem Rossau-Artikel), und die darauffolgende iPhone-Synchronisation über das USB-Kabel war die schnellste bisher. Tatsache, wenn auch fast unglaublich nach den letzten Erfahrungen.

Resümee

24. Juni 2010: Keine besonderen Vorkommnisse nach drei Tagen im Testbetrieb, das Update kann empfohlen werden; mit älteren iPhones sollte eine gewisse Zeit eingeräumt werden, in der man das iPhone nicht benützen kann. Es kann sein, dass ein paar wenige der 222.781 (Stand von heute) Apps im Store nicht optimal laufen, mit entsprechenden Anpassungen und Updates seitens der säumigen Dritthersteller (immerhin hatten die seit April damit Zeit) ist jedoch im Allgemeinen zu rechnen.

Besitzer von jailbroken iPhones sollten wie immer mit dem Update zuwarten, bis es angepasste Software-Manipulationen gibt, sonst ist der Jailbreak futsch.

Gerücht

Gerücht mit vielen Fragezeichen: Ein iMac mit Touchscreen und iOS 4? MacRumors: Apple to Launch iOS-Enabled iMac With Touch Interface?

Opt-out

iDevice-Benützer, die sich seit Erscheinen von iOS 4 im App Store herumtrieben, um neue Apps zu besorgen oder bereits vorhandene zu aktualisieren, wurden mit einem Formular über neue Geschäftsbedingungen konfrontiert, die sie zu akzeptieren hatten, wenn sie die Downloads durchführen wollten.

Dabei geht es um Apples neues iAd-Service, das – besonders auf die Interessen der User optimierte – Werbespots innerhalb von Applikationen ermöglicht. Dabei wird jedem freigestellt, die dafür nötigen Datensammlungen zu unterbinden (Opt-out, Wikipedia), was die Werbespots zwar nicht abschaltet, sondern nur auf diese Optimierungen verzichtet. Dazu braucht laut Apple nur eine bestimmte Internet-Adresse mit dem mobilen Safari (jedes einzelne iDevice mit iOS 4) angesteuert zu werden. Originalton:

If you do not want to receive ads with this level of relevance on your mobile device, you can opt out by accessing the following link on your device: http://oo.apple.com. If you opt out, you will continue to receive the same number of mobile ads, but they may be less relevant because they will not be based on your interests.

Irgendwo dazwischen dürfte die Wahrheit liegen. Zum Vergleich:

Es ist ein G’wirx heutzutage. Dennoch habe ich persönlich ein größeres Vertrauen zu Apple als zu Google/Android oder Microsoft, ohne das jetzt genauer begründen zu wollen.

Als Beispiel und kleines Mosaiksteinchen in der ewigen und schwierigen Debatte mag dieses Opt-out-Angebot dienen, das es bei Google nicht gibt; ein kleines aber feines Detail in diesem heiklen Thema. Die machen das seit je her klammheimlich, und wenn sie darauf angesprochen werden, geben sie schamlos völlig größenwahnsinnige Antworten und zeigen deutlich paranoide Weltherrschafts-Allüren.

Aus einem Artikel des deutschen Nachrichtemagazins Spiegel:

Als eine Moderatorin des US-Fernsehsenders CNBC Google-Chef Eric Schmidt nach all den Daten fragte, die sein Konzern über Internetnutzer besitzt, sagte Schmidt einen denkwürdigen Satz: “Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.”

Dieses Weltbild – “wer nichts zu verbergen hat, braucht sich doch keine Sorgen zu machen”, kennt man aus totalitären Staaten. Dass es nun vom Chef des größten Datensammlers der Menschheitsgeschichte öffentlich vertreten wird, ist besorgniserregend.

Mehr als “besorgniserregend” meiner bescheidenen Meinung nach!

Siehe dazu auch hier im Rossau-Blog über Phone, Pod und Pad: Kontroversielles über Google.

Und ganz neu (26. Juni 2010) bei heise online: Googles Einfluss auf Android-Handys.

Die nächste Zwischenaktualisierung vom 20. Juli 2010, wieder heise online: Apple rechtfertigt seine Datenschutzrichtlinien mit der offiziellen Stellungnahme des Konzerns für die anfragenden Politiker.

Gebrauchsanleitung

Apple veröffentlichte englische (und später deutsche) User Guides für iOS 4, die Links dorthin und ein paar Abbildungen auch im Rossau-Artikel iPhone 4 wird in den USA ausgeliefert, erste Tests und Eindrücke. In diesem Guide wird zwar nur das iPhone 3GS und iPhone 4 erwähnt, viele der besprochenen neuen Features gelten aber auch für das iPhone 3G:

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10 Antworten zu Neue Betriebssystemversion iOS 4 erschienen

  1. Pingback: Jailbreak, Hacktivation, Unlock [Update] « Rossau

  2. Pepe schreibt:

    Danke für den ausgezeichneten Bericht! Habe gestern den Update-Versuch abgebrochen, werde mich heute aber wieder mutig an die Sache wagen :-))

  3. Dilettant (46) schreibt:

    Tethering funktioniert nicht mehr unter iOS 4

    Mir gefällt das neue iOS 4 auch recht gut. Allerdings funktioniert bei meinem vertragsfreien 3GS 32GB das Tethering nicht mehr. Tethering ist der Hauptbestandteil des iPhone-Paketes für das ich zusätzlich €2,– / Monat bezahle (orange.at)

    Was mache ich falsch?

    Danke und Grüße

    Dilettant (46)

    iPhone 3GS 32GB vertrags+jailbreakfrei, iOS 4 … bald iPhone 4

  4. Pingback: iPhone 4 wird in den USA ausgeliefert, erste Tests und Eindrücke « Rossau

  5. Pingback: Apps-Aktionen 24. + 25. Woche 2010 « Rossau

  6. Peter Labuhn schreibt:

    nach dem Update meines iPhone 3GS auf iOS 4 sind alle meine gespeicherten Fotos unscharf! Was kann ich machen?

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  8. Pingback: iOS 4.0.1 korrigiert Signalstärke-Anzeige « Rossau

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