Spiegel Online: Wie es jemals ohne ging

Sollen wir in Zeiten wie diesen, wo sich Menschen bei der Partnersuche mögliche Kandidaten nach deren Mobilfunk-Netzbetreibern und passenden Tarifdetails aussuchen, tatsächlich “schon mal anfangen, uns neue Umgangsformen für die Zeit danach auszudenken”? Spiegel Online hält uns mit einem empfehlenswerten Artikel aus dem Ressort Netzwelt/Gadgets auf dem Laufenden und jagt uns leichte Schauer über die Rückseite der Touchscreens:

Siegeszug der Ortungdienste
Ich bin hier, und wo steckst du?

Exzerpt:

Die Social Networks von heute wollen wissen, wo wir gerade sind. Eine beunruhigende Vorstellung. Trotzdem werden sich Ortungsdienste durchsetzen. Sie sind einfach zu nützlich.

Als die Handys kamen, haben wir gelacht. Haben uns lustig gemacht über die Wichtigheimer, die mit ihren ziegelsteingroßen Telefonen am Ohr in der Öffentlichkeit herumbrüllten. Haben später gefühlte 200 Feuilletonartikel gelesen, in denen der Begriff “Erreichbarkeit” prominent vorkam, gepaart mit “ständig” und “Fluch”.

Die nächsten technikkritischen Artikel, in denen von einem neuen Fluch die Rede ist, werden von Ortungsdiensten im Handy handeln.

Bei Popkonzerten werden Menschen ihre Handys nicht nur hochhalten, um die Bühne zu fotografieren – sondern auch, um im Augmented-Reality-Display ihres Handys zu sehen, wo in der Menge ihre Freunde stehen.

In fünf, sieben oder zehn Jahren wird man sich fragen, wie man je ohne all das auskam. Genauso wie man sich heute fragt, wie es je ohne Handy ging.

Grund genug, den distanz-sozialen Netzwerken kritisch gegenüberzustehen. Besonders jüngere Nutzer stehen dem Dilemma erschreckend uninformiert und verständnislos gegenüber. Verweis auf meinen Abriss eines zurückliegenden Heise-Artikels, der jedoch sehr gut dazupasst und technische Details behandelt: Ortsbestimmung per GPS, Mobilfunk und WLAN.

Außerdem beim Spiegel, diesmal aus der Redaktion Netzwelt/Web: Morde lösen in Großbritannien Debatte über Social Networks aus. Nicht viel weniger beunruhigend… Da wäre mir mehr Distanz wesentlich lieber.

Aber es geht offenbar auch anders: ‘Ndrangheta-Killer nach Facebook-Posting gefasst

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