Die freien iPhones der Frankfurter Allgemeinen

faz-logoDen Redakteuren der “Zeitung für Deutschland” (Eigendefinition) aus der Kapitalisten-Hochburg sind die T-Mobile-Tarife einfach zu kostspielig, und so suchen sie nach günstigen Alternativen. Im Artikel Zwei Wege zum freien iPhone beschreiben Rüdiger Abele und Michael Spehr ihre Erfahrungen mit Jailbreak (Rossau-Artikel zu dem Thema) und werksseitig entsperrten “EU-Geräten”.

Dabei sind ein paar Diskrepanzen zu entdecken. Einerseits wird der Jailbreak als “mittlerweile einfach” beschrieben, andererseits zittert man dann doch, “ob nun alles funktioniert oder am Ende nur teurer Elektroschrott übrig bleibt”. Letztendlich wird attestiert, dass “das iPhone mit Jailbreak langsamer wird”.

Aber nicht nur das. Offizielle (und inzwischen häufiger vorkommende) Betriebssystem-Updates seitens der Firma Apple sind auf jailbroken iPhones jedesmal eine äußerst komplizierte und heikle Angelegenheit (speziell wenn man seine Jailbreak-Spezialinstallationen herüberretten möchte), ständig tauchen auf den im F.A.Z.-Artikel getesteten Geräten Fehlermeldungen auf, beim iPhone 3GS funktionierte der Jailbreak-Vorgang entgegen der Ankündigungen nicht, die Hersteller-Garantie geht flöten… Aber all das fällt bei den Autoren wohl unter “kleinere Nachteile”.

Dem Resümee der ausführlichen Kalkulation – “Alles in allem ist das freie iPhone ein Gewinn” – wird offenbar ein sehr bescheidener Datenverbrauch von unter einhundert Megabyte pro Monat zugrunde gelegt. In dem Aufsatz der Frankfurter Allgemeinen, der man an und für sich hohe Kompetenz in wirtschaftlichen Angelegenheiten zubilligt, wird den Themen Wiederverkaufswert und spätere Upgrade-Möglichkeiten (s. Rossau-Artikel Zuviel Hype) keinerlei Beachtung geschenkt, dabei könnten doch gerade hier die werksseitig entsperrten “EU-Geräte” eindeutig Vorteile ausspielen.

Wie Rossau-Leser wissen, hat man die hundert Megabyte mit ein bisschen hochqualitativem Internet-Radio in ein paar Minuten konsumiert. Ganz passt das nicht zusammen: Man leistet sich ein teures Gerät, das viel kann – beziehungweise könnte, wenn dann nämlich nicht derart krampfhaft gespart werden müsste, dass man von den Features eigentlich nichts hat.

Die F.A.Z. spielt in vielen gesellschaftspolitischen Diskussionen eine meinungsbildende Rolle und hat die höchste Auslandsverbreitung aller deutschen Zeitungen, sieht man von Boulevardzeitungen ab.

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