Schutz plus Nahlinse: Griffin Clarifi Case

ip_griffin-clarifi_012Schutzhüllen für das iPhone gibt es wie Sand am Meer. Es ist extrem schwer, hier die Spreu vom Weizen zu trennen. Die meisten machen sogar mehr kaputt als sie schützen. Oft geht Design auf Kosten der Qualität. Rossau empfiehlt daher das Griffin Clarifi Case für das iPhone 3G und 3GS.

Neben dem willkommenen Schutz der meisten Komponenten unserer hochgeschätzten iPhones bietet es darüber hinaus nämlich ein sehr praktisches Ausstattungsmerkmal: Eine Nahlinse, die vor das Kameraauge geschoben werden kann! Damit werden etwa auch kleingedruckte Texte auf Aufnahmen von Visitenkarten lesbar.

ip_griffin_clarifi_10Die fototechnischen Möglichkeiten des iPhones werden erheblich erweitert; es gibt spezielle Software, die diese Funktion unterstützt und auswertet (alle Details dazu in diesem Artikel). Also mehrere Fliegen auf einen Schlag, und das Gehäuse sieht weder schlecht aus, noch ist es besonders teuer. Sorry, Fliegen.

Ich habe das Hardcase jetzt seit über einem Jahr im Einsatz und bin davon ganz hingerissen!

Weiter geht es mit einer Beschreibung dieser besonderen Schutzhülle und – wie gewohnt in diesem Blog – vielen hochaufgelösten Fotos, Anwendungsbeispielen und wertvollen Tipps dazu. Auch ein paar allgemeine Anmerkungen zur fabelhaften und allgemein stark unterschätzten iPhone-Kamera von Profis wollen wir der sehr verehrten & virtuellen Rossau-Gemeinde in diesem Zusammenhang nicht vorenthalten. (Und ein kleiner Frühlings-Blumenstrauß anlässlich “125 Tage Rossau über das iPhone” ist auch dabei, viele Fotos!)

ip_griffin-clarifi_02Der Markt für diese Cases ist schier unüberblickbar und fast schon irritierend. Brillante und aufwändigste Produktfotos und Werbetexte versprechen meist mehr, als die Teile dann tatsächlich halten können. Wir haben schon viel gesehen und gelesen:

Pariser Ungeziefer

Leider ist zunächst wieder mal eine eindringliche Warnung angebracht.

Zwischenaktualisierung, 18. März 2010: In diesem Rossau-Posting wird offiziell bekanntgegeben, dass es völlig untaugliches Zubehör für das iPhone und den iPod touch gibt, das in einer Nacht-und-Nebel-Aktion kommentarlos aus den Apple Stores entfernt wurde. Offenbar wird mehr kaputt gemacht als geschützt. Die folgenden Absätze sind also durchaus ernst zu nehmen!

Es gibt da durchaus häufig sündhaft teure Designstücke, die beim Aufschieben oder auch schon beim normalen Gebrauch den empfindlichen Chromrahmen und/oder die nicht minder heikle Rückseite des iPhones gar fürchterlich zerkratzen. Wenn da nicht das richtige Material verwendet wird, gerät das Ganze zu einem totalen Fiasko!

Das genaue Gegenteil von dem, was man mit dem Erwerb der Hülle erreichen wollte, tritt ein!

Cases aus Metall, die auf durchgestylten Fotos zwar auf den ersten Blick wunderhübsch aussehen und (viel zu auffällig und in manchen Lebenslagen einigermaßen geschmacklos meiner bescheidenen Meinung nach) funkeln und schimmern, gleichzeitig aber die Empfangs- und Sendeeigenschaften der Geräte stark beeinträchtigen (zehn Stück Antennen inside)! Dazu die offizielle Begründung der Firma Apple, warum das iPhone 3G im Gegensatz zum iPhone der ersten Generation kein Metallchassis hat: Genau wegen dieser Eigenschaften.

Vielteiliges Gefrickel mit stark verlustgefährdeten Stöpseln und klappernden Kläppchen, Strippen und schabenden Schnappverschlüssen, für das man reichlich Kontemplation und sämtliche zwanzig Finger und Zehen, die restlichen Zähne und womöglich Spezialwerkzeug braucht, um es auszupacken und zu montieren oder demontieren, und wo die Design-Applikationen (strukturierte Lackschichten) bald auf Nimmerwiedersehen abblättern!

Der Kleincomputer, der gute, schaut dann richtig schäbig aus und hat mit den g’schmackigen Abbildungen in den Hochglanzbroschüren aber auch schon überhaupt nichts mehr zu tun! Da hilft dann auch die zufällig eingebaute Telefonseelsorge nichts. Was da nicht alles durch die Web-Shops kreucht und fleucht…

Oder diese kondomähnlichen Gummis in ausnahmslos schaurigen Farben, im Marketing-Slang behübschend “Softcases” genannt, die rein technisch vielleicht gerade mal knapp besser als gar nix sind, sich jedoch grausig anfühlen und nach kurzer Zeit ebenso aussehen, nämlich wie – man verzeihe mir bitte die Unappetitlichkeit, aber sie ist ausnahmsweise angebracht – mehrfach gebrauchte Pariser. Diese nicht mal billigen, sondern nur billig aussehenden Überzieher hat das iPhone wirklich nicht verdient, würde ich mal sagen. Ein klebriger Alptraum! Brrr! :(

Als ob das noch nicht reichen würde, kommt es noch schlimmer im nächsten Kapitel! Leider geht’s nicht anders.

So könnte ich noch stunden-, tage- und wochenlang weitere Schandtaten detailliertest aufzählen, möchte uns das aber ersparen, hier nur die wichtigsten und auffälligsten. Eines traue ich mich jedenfalls felsenfest zu behaupten: Wirklich ganz selten im ansonsten schönen Leben trifft Mann & Frau auf einen ebenso perfekt in Szene gesetzten wie derart großen Haufen Schrott und Klumpert um sagenhaft viele Moneten!!

Fragt die Menschen in Eurem Bekanntenkreis, die das iPhone 3G schon ein paar Monate lang haben! Die meisten haben mindestens drei oder vier Cases, Taschen, Hüllen oder Gummis ungenützt in der Schublade herumliegen, – wegen schierer Untauglichkeit. Ein richtiges Ärgernis. Also mit diesem Tipp kann man sich viel Lehrgeld ersparen, davon bin ich überzeugt. Das iPhone ist schon teuer genug.

Bitte hier nichts überstürzt bestellen, sondern stets sämtliche erreichbaren und objektiven Erfahrungsberichte und Empfehlungen studieren und am besten das ausgepackte Teil – höchstpersönlich & gründlich & direkt am Gerät & in allen Lebenslagen – ausprobieren und beurteilen (was selbst in Fachgeschäften unverbindlich meist völlig unmöglich ist, weil keiner die Verpackung aufkriegt, ohne sie zu zerstören; ich vermute mal ganz frech, da steckt durchaus Absicht dahinter).

Tand, Tand ist das Gebilde von Menschenhand
Theodor Fontane

Schwer gefährdet: Die wertvolle iPhone-Kamera

Vor allem eines der wichtigsten und empfindlichsten Teile des iPhones bleibt bei sämtlichen Soft- und Hardcases komplett ungeschützt: Das klitzekleine Objektiv der Kamera!

Neben dem spiegelnden und offenbar hochwichtigen Apple-Logo auf der Rückseite komischerweise, – auch das bleibt bei fast jedem einzelnen anderen Modell (interessant: auch desselben Herstellers) ausgespart und zerkratzt extrem leicht.

!!! ICH KANN GAR NICHT DEUTLICH GENUG WARNEN !!!

Vielleicht ist das sogar einer der Gründe, warum die Qualität der iPhone-Kamera oft sträflichst unterschätzt oder im Vergleich mit irgendwelchen unscharfen Megapixel-Wucherern anderer Fabrikate heruntergemacht wird. Bitte gut darauf achtgeben!

Den Rossau-Besuchern stehen die exklusiven Aussagen und Tipps von Profifotografen und erfahrenen Kameraleuten zur Verfügung:

Aufgemerkt! Die iPhone-Kamera ist für ihre Größe ausgezeichnet, vor allem die Geo-Tagging-Features sind outstanding und bei weitem unerreicht!

Diese Lokalisierungsoptionen und die Möglichkeit, die Fotos fast live hochzuladen und mehr oder weniger gleichzeitig öffentlich abrufbar zu machen, sind in ihrer absolut perfekten Einfachheit völlig neue Features im Fotografenhandwerk mit äußerst praktischen Einsatzmöglichkeiten – nicht nur in den rasant beliebter werdenden Sozialen Netzwerken (Wiki), sondern durchaus auch “dienstlich”. (Was sieht der Außendienstmitarbeiter da?)

Sogar bis zu dem bei der Aufnahme vorherrschenden Wetterbericht und der Außentemperatur wird auf Wunsch alles vollautomatisch und womöglich auf Ewigkeiten dokumentiert & aufgezeichnet! Alleine durch das Abheben der Fingerkuppe (siehe bitte den vorigen verlinkten Rossau-Artikel) von der virtuellen Auslöser-Touch-Fläche! Knips.

Nur noch drei ebenso uralte (aber immer noch gültige) wie einfache Grundregeln der Fotografie, die für die meisten Werke gelten:

  1. Die Sonne möglichst im Rücken der Fotografin. Bei schlechten Lichtverhältnissen Kamera mit einem Stativ oder Ähnlichem stabilisieren. Bei dem besonders kleinen Gerät meist kein Problem; speziell wenn es sich in der Clarifi-Hülle befindet, lässt es sich bald einmal gut und sicher wo aufstellen.
  2. Objekte und Apparat ruhig halten für dokumentarisch einwandfreie Aufnahmen. Sich schnell bewegende Objekte führen bei der iPhone-Kamera zu seltsamen Effekten (Verzerrungen statt – wie bisher und bei der analogen Fotografie ohne Einfluss auf die Verschlusszeiten – Unschärfen, Verwischungen), aber das tun sie aufgrund der weit verbreiteten CMOS-Sensorentechnik zuverlässig bei fast jeder Handy-Kamera.
  3. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. ;) Wird seit Neuestem alles vollautomatisch zusammen mit den Pixeln dokumentiert.

Schon muss ich wieder einmal meiner wie immer leicht ausufernden Begeisterung Einhalt gebieten und zur fabelhaften iPhone-Hülle zurückkehren, später widmen wir uns etwas detaillierter den fantastischen, hochinteressanten und hypermodernen Online-Mapping-Features sowie sehenswerten Lichtbildern der unbedingt schützenswerten Eifönkamera…

Der in der Apple-Szene nicht unbekannte Zubehör-Ausstatter Griffin Technology hat jedenfalls akkurate Abhilfe gegen die evidente Gefährdung des wunderbaren Apparats parat. Das Clarifi Case ist in jeder Hinsicht durchdacht, bietet bestmöglichen Schutz und darüberhinaus noch sehr interessante und brauchbare Funktionen, die man vielleicht erst auf den zweiten Blick entdeckt. Aber alles hübsch der Reihe nach.

Beschreibung & Handhabung

ip_griffin-clarifi_03Eine ganz einfache und stabile Sache: Das Hardcase besteht aus zwei Teilen.

Das obere Stück, etwa zwei Drittel von der Größe des Ganzen, kann auch alleine verwendet werden, um das iPhone mit einem einzigen Handgriff rasch in eine Docking-Station stecken zu können, ohne es komplett von der Hülle befreien zu müssen. Auf dem Bild ist das gut zu erkennen – in der original Apple-Docking-Station für das iPhone 3G. Es funktioniert aber auch mit anderen Halterungen und Zubehör wie zum Beispiel den JBL On-Stage-Lautsprechern (dazu in einem späteren Artikel mehr).

Sehr praktisch und hier im Dauereinsatz, dieses kleine Detail. Auch in der Docking-Station, die im Eifer des Gefechts beim leidenschaftlichen Frühjahrsputz gerne mal umgemäht wird, ist das MyPhony zusätzlich gesichert!

Sämtliche Aufnahmen in diesem Artikel zeigen oder demonstrieren das Clarifi Case und liegen nach einem Klick darauf in hochaufgelöster Form vor.

Die beiden tiefschwarzen Komponenten bestehen aus einem speziell hochwertigen und besonders strapazierfähigen Polycarbonat (Wikipedia) und passen beim Zusammenstecken fast fugenlos ineinander (auch hier patzen viele andere Produkte). Dabei wird das entsprechend aufnahmefähig gestaltete Oberteil, das zu seinem größten Teil aus zwei (Doppelschutz) verklebten Polycarbonat-Schichten besteht, fest über einen abgesetzten und acht Millimeter breiten Rahmen des Unterteils (der aus einem Guss ist) geschoben. Nur wer ganz genau hinsieht, kann das vielleicht auf dem nächsten Rossau-Foto erkennen. Perfekte Verarbeitung.

Es ist völlig egal, ob man zuerst das eine oder das andere raufschiebt; bei der Demontage empfiehlt sich jedoch, zuerst das untere, kleinere Element zu entfernen (weil man dann das obere, das etwas schwerer zu bewegen ist, an den Kanten besser zu fassen kriegt). Das geht am Anfang etwas streng, was sich aber mit der Zeit bessert.

ip_griffin_clarifi_teile

Insgesamt ist die Passform sehr gut, es wird auch nach Monaten und hunderten Montage/Demontage-Aktionen nichts locker, kein Teil kann unbeabsichtigt verloren werden, nichts scheppert, wackelt, baumelt herunter oder blättert ab. Eine sehr kompakte Angelegenheit ganz im iPhone-Stil.

Aussparungen gibt es sinnvollerweise nur für die Buchsen und Schalter, also oben von der Kopfhörerbuchse über den SIM-Kartenschacht bis zur “Standby”-Taste, auf der linken Seite für Lautstärkeregler und “Klingeln/Aus”-Taste und unten vom Mikrofönchen über das USB-Buchsenmonster bis zum Zweitlautsprecherchen (siehe bitte auch besonders Fotos #1 und #3); und natürlich für das Display, aber dafür wird beim Clarifi Case extra eine relativ dicke transparente Folie mitgeliefert – für den, der’s braucht (Einzelheiten in den Kommentaren zu diesem Artikel). ;)

Schutzfunktion & Design

Diese Dinge an den Schmalseiten bleiben zwar genaugenommen weitgehend ungeschützt (was gelegentlich kritisiert wird), liegen aber erstens relativ tief unter dem millimeterdicken und besonders dort extrem stabilen und teilweise doppelt verstärkten (etwa bei den Lautstärketasten) Case-Rahmen, zweitens ist ihre fast ständige Zugänglichkeit für den alltäglichen Betrieb des Mobiltelefons und Kleincomputers dringendst erforderlich, und schließlich wird ja wohl hoffentlich kaum jemand sein teures iPhone regelmäßig zusammen mit den Resten der letzten Keksmahlzeit in einen fusseligen Behälter legen. Oder in einen Ameisenhaufen.

Aber auch dafür gibt es – zumindest teilweise – eine praktikable Lösung in Zusammenhang mit dem hier besprochenen Hardcase: Noch mehr Schutz! Details später im Kapitel “Langzeit-Erfahrungsbericht”. Bitte unbedingt dranbleiben, es wird noch viel spannender hier.

Am ersten Foto ganz oben und auch auf dem vorigen ist besonders gut zu erkennen, dass die beiden Einzelteile an einer durchaus attraktiven, asymmetrischen und geschwungenen Linie zusammenkommen, die den Rest der erwähnten Fuge nicht nur raffiniert kaschiert, sondern sogar zu einem Design-Merkmal verwandelt! Diese Linie wird beim größeren Stück knapp unter der Nahlinsenleiste gespiegelt wiederholt.

Dabei setzt sich außen ein glänzendes Mittelstück von gummierten Ober- und Unterteilen ab. Sehr reiz- und schwungvoll diese dezente optische Dreiteilung der Haupt-Ansichtsfläche, finde ich. Seriös und doch ein wenig Pep genau im richtigen Maße. Sieht aus wie aus einem Guss. Innen ist das Material übrigens durchwegs weich und gummiert. Design und Funktion hundertprozentig und mustergültig unter einen Hut gebracht! Geradezu hitverdächtig. Ich glaube eigentlich nicht, dass ich übertreibe.

Einfach, recht robust, fast unauffällig, dennoch hochmodern und mit einem gewissen und unaufdringlichen Chique. Hab ich’s schon erwähnt? Passt mit seinen einwandfrei designten Abrundungen sehr gut zum iPhone-Styling! Keinesfalls klobig oder protzig wie viele Konkurrenzprodukte. Aber auch die inneren Werte überzeugen. Das Case macht rundum einen sehr professionellen Eindruck und kann sich überall sehen lassen.

ip_griffin-clarifi_04Auf dem nächsten Rossau-Foto ist oben links gut die Nahlinse zu erkennen, die vor das iPhone-Objektiv geschoben werden kann. Für normale Fotos wird sie beiseite geschoben wie gezeigt, bei Nahaufnahmen wird die bewegliche Linse einfach in ihrer Schiene versetzt. Beispiele für diese ungemein praktische Funktion und Detailaufnahmen weiter unten in diesem Artikel.

Auch beim normalen Transport sollte die Case-Nahlinse über dem iPhone-Objektiv verbleiben, das somit bestmöglich geschützt ist! Dabei nicht vergessen, die Clarifi-Linse vor der Anfertigung von Nicht-Nahaufnahmen (Distanz zum Objekt also größer als vierzig Zentimeter) aus der optischen Achse zu schieben. Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: Die absolut schützenswerte Kameralinse befindet sich an einer sehr exponierten Stelle des äußerst mobilen Geräts und ist normalerweise stark Verunreinigungen und Beschädigungen durch Zerkratzen ausgesetzt.

Das Griffin Clarifi ist meines Wissens das einzige Case am Markt, das diesbezüglich nach Kräften vor Unheil bewahrt!

Es gibt zwar für extrem anspruchsvolle Einsätze (Bergwacht, See-Notrettungsdienste, Militärpiloten, Extremsportler, Mineure…) spezielle Rugged-Cases, aber die sind meistens erstens recht groß, zweitens kaum Wiener-Parkett-tauglich (also sehr unelegant von der äußeren Erscheinung her), drittens extrem teuer und viertens weitgehend unbedienbar (bis auf eine Ruf-Annahmetaste, oder sie müssen entriegelt und aufgeklappt werden).

Funktion der Nahlinse ohne Geziefer

Mit dem ausgezeichneten, erstaunlich kleinen (bitte mit anderen Smartphones vergleichen…) und erfreulich unkomplizierten Fixfokus-Objektiv (Wiki) des iPhone 3G kann man bis ungefähr vierzig Zentimeter an die Objekte rangehen; alles was näher ist, wird unscharf (das hängt auch ein wenig von der Intensität der Beleuchtung ab; klar: je heller, desto besser). Die Vorsatzlinse des Clarifi Case ermöglicht dagegen knallscharfe Aufnahmen bei einer Annäherung bis auf zehn Zentimeter! Man könnte die kleine Linse als eine Art Brille für das etwas weitsichtige iPhone (bei Fixfokus-Objektiven nicht anders möglich) bezeichnen.

Nehmen wir als erstes Beispiel gleich mal das dem iPhone beiliegende und extrem klein bedruckte Miniheftchen “iPhone 3G – Wichtige Produktinformationen”, weil es jeder hat und somit bestens vergleichen kann. Der Miniaturtextsatz einer Seite ist nur genau sechs Zentimeter breit.

Die erste Aufnahme wurde ohne vorgeschobene Nahlinse angefertigt, die zweite mit; zunächst Ausschnitte in der originalen Pixel-Auflösung:

Ein Klick auf die folgenden Bilder führt zu völlig unbearbeiteten Originalaufnahmen aus unserem Redaktions-iPhone. Wir haben das Heft unter eine Glasplatte gelegt, damit es möglichst plan ist (daher vielleicht ein paar Reflektionen), als Beleuchtung diente eine normale Schreibtischlampe, das iPhone wurde bei der Aufnahme (mit den Ellenbogen auf der Schreibtischplatte) ein wenig stabilisiert. Abstand genau zehn Zentimeter.

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Quod erat demonstrandum: Nur mit der Nahlinse ist der winzige Text auf dem Foto lesbar! Dasselbe Experiment mit dem allseits beliebten Hundert-Euro-Schein, zumindest einem Teil davon, hier das schon altgediente und offenbar besonders häufig verliehene Exemplar einer Froschhaut; wieder zuerst Ausschnitte, dann die Originaldateien:


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Fast unglaublich, was sich aus der allgemein stark unterschätzten iPhone-Kamera herausholen lässt! Die Nah-Vorsatzlinse dieser Hülle kann durchaus als Lupe mit Aufzeichnungsfunktion bezeichnet werden. Viele Details, die selbst dem Fotografen zum Zeitpunkt der Aufnahme gar nicht auffielen, werden erst bei Betrachtung am großen Bildschirm oder durch Vergrößerung (Zwei-Finger-Flick) am iDevice deutlich!

Noch ein paar Frühlingsaufnahmen von der Wiener Ringstraße und der Donauinsel, die so nur mit der Nahlinse vom Griffin Clarifi Case gelingen:

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Keine Fliegen oder Geziefer.

Alles selbstverständlich originale und unbearbeitete Aufnahmen, die vom Rossau-Fotografen mit dem iPhone 3G und dem Case von Griffin vor wenigen Stunden hergestellt wurden. Das muss erst mal ein anderes Mobiltelefon nachmachen!

Wer übrigens fast exakt auf den Meter genau wissen möchte, wo für diese Aufnahmen der virtuelle Auslöser betätigt wurde, kann sie sich gerne (auch noch weitere) auf meiner Flickr-Location ansehen!

Fast alle Lichtbilder inklusive Biber-Verbiss sind innerhalb der Stadtgrenzen vom schönen Wien entstanden, exakte Ortsangaben folgen!

Vollautomatische Diashow dieses Albums (am großen Computer im Browser-Fenster unten rechts auf das Symbol für die Vollbild-Darstellung klicken.)

Oder in der Album-Ansicht nach dem Klick auf die kleinen Vorschau-Thumbnails einfach etwas weiter unten bei “Weitere Informationen” auf “Karte” klicken, dann im kleinen Fenster oben links “Hybrid” und ranzoomen. Wirklich fantastisch und ein Meilenstein in der Geschichte der Fotografie:

Man kann auf der Karte die Bäume in der kleinen Allee zählen, wo die zweite Blüte (s. o.) aufgenommen wurde! Wer genau schaut, findet sogar akkurat den fotografierten Baum. Überträgt man die Geo-Daten in Google Maps, kann man sich die Route dorthin in Sekundenbruchteilen am iPhone anzeigen lassen, inklusive detaillierter Angaben (minutengenaue Ankunftszeit) für Autofahrer, Öffi-Benützer oder Fußgänger/Radfahrer.

Bei der Aufnahme von der Dechant-Lacke in der Lobau, einem der traumhaft schönsten Orte der Welt, sieht das so aus, im folgenden Screenshot ist der Maps-Zoom-Range noch nicht einmal voll ausgenützt:

Hab ich’s nicht gesagt? Outstanding! All das funktioniert komplett vollautomatisch, es muss nichts manuell eingetragen werden. (Voreinstellung iPhone “Einstellungen – Allgemein – Ortungsdienste” sowie iPhoto “Einstellungen – Web – Ortsinformationen für veröffentlichte Fotos einschließen” aktivieren.) Bei Weiterleitung zum Facebook- oder Twitter-Account werden diese Daten auf Wunsch ebenso vollautomatisch übertragen.

Warnung! Aufgemerkt! Bei all diesen Aktionen, so praktisch sie auch sind, niemals Privatsphäre und andere Sicherheitsbedenken außer Acht lassen! Es ist vielleicht nicht immer angebracht, wenn die Öffentlichkeit darüber informiert ist, wo man sich gerade aufhält. Also etwa Live-Uploads nur einem ausgewählten Personenkreis zugänglich machen.

Siehe dazu bitte die Rossau-Zusammenfassung des Heise-Artikels Ortsbestimmung per GPS, Mobilfunk und WLAN – Segen oder Fluch?

Also wenn jemand fotografische Ambitionen hat, kommt er oder sie um das Griffin Clarifi Hardcase praktisch nicht herum. Liegt der Objekt-Apparat-Abstand zwischen zehn und vierzig Zentimetern, einfach die Nahlinse vorschieben: Faszinierende und kristallklare Aufnahmen gelingen ganz einfach!

Aufgemerkt! Das iPhone ist der einzige Fotoapparat, den man wirklich allermeistens dabei hat! Und er bietet – wie vieles am iPhone, nachzulesen im vorliegenden Blog – völlig ungeahnte Möglichkeiten, mit denen er die Konkurrenz weit hinter sich lässt. Es bereitet immenses Vergnügen, mit dem (im Verhältnis zur den Gesamtausmaßen und jenen des Objektivs) größten und brillantesten Sucher der Welt zu fotografieren!

Kurzer Langzeit-Erfahrungsbericht

Dem Case liegt übrigens eine transparente (und etwas stärkere als üblich) Schutzfolie für den Touchscreen bei; sonst für reichlich €€ separat zu erwerben. Wir haben die nicht angebracht, weil das Glas vor dem Display das kratzfesteste Teil vom iPhone ist. User, die auf solchen Schutz bestehen (wir wissen, dass diese Skins sehr beliebt sind), haben berichtet, dass die Folie genauestens aufgebracht werden muss, weil das Hardcase (als eines von wenigen) auch den sehr empfindlichen Chromrahmen rundherum lückenlos abdeckt und ganz knapp bis an das Display heranreicht.

Das glänzende Design-Element mit dem besonderen Schlagschutz außen am Clarifi Case ist leider nicht resistent gegen Kratzer. Man muss halt ein wenig darauf aufpassen (nicht mit harten und scharfkantigen Gegenständen wie Schlüssel oder Münzen in die gleiche Tasche geben). Aber auch ein paar Gebrauchsspuren tun den optischen Reizen der Hülle keinen Abbruch. Wesentlich wichtiger ist, dass das iPhone und dessen Linse optimal geschützt ist!

Und diese Aufgabe erfüllt das empfohlene Case ausgezeichnet. Die original Apple-Ersatzteile Chromrahmen, Chassis-Schale (Rückseite) und Kamera sind extrem teuer, dazu kommt noch die Arbeitszeit (auch für versierte Bastler sehr schwierig auszutauschen). Das Griffin Clarifi Case mit weit unter dreißig Euro ist da wesentlich günstiger, selbst wenn es mal hart auf hart kommt und das Case dabei untergeht!

Das weiße iPhone im schwarzen Case –
nirgendwo geringer als am Zaun der Hofburg zu Wien:

ip_hofburg

Da der Rahmen um das Display löblicherweise ein wenig übersteht, kann das Gerät prima und sicher mit dem Display nach unten auf ebenen Flächen abgelegt werden. Siehe bitte Foto Nummer eins ganz oben in diesem Aufsatz. Andererseits sammelt sich hier, am Übergang zwischen Case-Rahmen und Glas, auch gerne Staub an, was aber ebenfalls kein großes Problem darstellt. Siehe bitte weiter unten “Service & Pflege”.

Alle Schalter und Buchsen sind gut erreich- und bedienbar. Besonders die seitlich angeordneten sind nach wie vor auch blind gut erfühlbar und einhändig zu betätigen (ein dicker Daumen kommt gerade noch mit dem “Klingeln/Aus”-Schiebeschalter klar), weil die Aussparungen zwar knapp anliegen, jedoch bedienungsfreundlich schräg ausgenommen wurden. Auch der etwas stärkere Stecker des Apple AV-Kabels passt. Das ist beileibe nicht selbstverständlich bei allen Schutzgehäusen. Das iPhone liegt damit wie gewohnt gut als kleiner, kompakter Barren in der Hand und ist längst nicht mehr so rutschig wie “nackt”.

Da das spektakuläre Design des iPhones 3G (Rossau-Foto I, Foto II) von der äußeren Form her fast perfekt symmetrisch ist, kann das Clarifi Case theoretisch und praktisch auch mehrfach verkehrt herum montiert werden. Aber keine Angst: Bei einem solchen kleinen Irrtum (oder war es vielleicht doch Absicht? s.u.) wird weder am iPhone noch am Case etwas beschädigt. Man merkt das spätestens dann, wenn ein Foto hergestellt werden soll, oder wenn man einen der seitlichen Knöpfe betätigen möchte ;) Am besten orientiert man sich bei der Montage der Hülle an den Fotolinsen, wenn’s wieder mal schnell gehen muss.

Andererseits hat diese “verkehrte Montage” auch einen kleinen Vorteil: Die iPhone-Kamera ist so noch etwas besser geschützt, ebenso die seitlichen Schalter (komplett “weg”). Brauchbar vielleicht auf längeren und etwas strapaziöseren Transporten, und wenn auf sofortige Bereitstellung der Kamera verzichtet werden kann; die Home-Taste bleibt erreichbar.

Wie schon gesagt: Werden “normale” Fotos angefertigt (also keine speziellen Nahaufnahmen), darf man nicht vergessen, die zum Schutz des iPhone-Objektivs angebrachte Nahlinse beiseite zu schieben. Ein Blick durch den Sucher offenbart auf den ersten Blick die unerwünschte Unschärfe, falls man doch mal mit den Gedanken woanders ist. Stets kontrollieren, ob sich der Schieber tatsächlich in seiner Endposition befindet; er lässt sich zwar gut bewegen und hält sicher, eine etwas stabilere Anbringung mit definierten Rasten oder Ähnlichem wäre vielleicht jedoch wünschenswert.

Wir verwenden das Clarifi praktisch täglich und hatten bei unserem Test drei Stück unter näherer Beobachtung. Es trägt nicht besonders auf, das Gerät passt nach wie vor locker in eine Hemdtasche mit Knopf oder Klettverschluss und ließ uns noch nie im Stich.

Das Mobiltelefon überlebte im Case sogar zwei oder drei unbeabsichtigte Stürze 8O von der Couch auf den Parkettboden ohne irgendwelche sichtbaren Spuren, auch am Clarifi nicht. Egal wie verkantet das Gerät auf eine glatte Fläche fällt, die iPhone-Hardware ist rundum (auch an den ausgesparten Stellen durch die bereits beschriebene Verstärkung und abgeschrägte “Tieferlegung” dort) gesichert und sieht dank dem Schutz nach wie vor aus wie neu! Jeder Beweis möglich.

Von den stark erweiterten Möglichkeiten durch Nahaufnahmen wird stets reichlich Gebrauch gemacht, ein paar Beispiele haben wir ja hergezeigt, und alle haben einen Riesenspaß damit. Einerseits sehr guter Schutz, andererseits gehörig gepimpte Fotofunktion. Keiner möchte mehr darauf verzichten. Erste Wahl!

Service & Pflege

iphone_hofburg_08Wer ganz auf Nummer Sicher gehen will, reinigt kurz vor dem Anbringen des Case den seitlichen Rahmen (mit der Chrom-Intarsie) am iPhone und die Führungsleisten vom Clarifi. Kurz abwischen oder trocken ausblasen, damit keine hartnäckigen Staubkörner während dem Schiebevorgang ihr Unwesen treiben können.

Also ich würde nicht empfehlen, das Case (oder irgend ein anderes) am Sandstrand zu montieren.

Bei der fast täglichen (gleich nach der Körperdusche) gründlichen Reinigung, die für iPhones bekanntlich notwendig ist (der kleine Tribut an den faszinierenden Touchscreen) – eine Angelegenheit von unter einer Minute mit einem leicht feuchten und einem trockenen, sauberen, fusselfreien Baumwolltuch, eventuell unter Zugabe von ganz wenig milder Babyseife; spätestens hier erweist sich die kompakte und fast tastenlose Bauform als ideal –, sollte das Case vorher abgenommen und separat mit den gleichen Tüchern nach dem iPhone behandelt werden! Oder auch unter fließendem Wasser, nicht zu heiß und vielleicht mit einer ganz weichen Bürste, wenn’s besonders gründlich sein soll.

Die iPhone-Linse und jene des Clarifi innen und außen (also an drei Stellen) bei dieser Gelegenheit (oder vor der Herstellung von wichtigen und unwiederbringlichen fotografischen Dokumenten) mit einem frischen Wattestäbchen (auch genannt “Q-Tip”; leichte Drehbewegung) oder Tuch säubern. Vorher anhauchen, um ein wenig Feuchtigkeit bei dem Reinigungsvorgang wirken zu lassen, dann mit dem trockenen Ende des Wattestäbchens nachpolieren.

Aus diesen Gründen ist es sehr wichtig, dass sich das Hardcase leicht und rasch anbringen und abnehmen lässt! Mit dieser geringen Zuwendung wird man an dem iPhone, dessen Kamera und dem Clarifi Case bestimmt lange Freude haben.

Software für die Nahlinse

Die preisgekrönte (und in der Basis-Ausstattung kostenlose) Software Evernote (App Store Link, Hersteller-Website, ungetestet) verfügt laut den Angaben und einem Videoclip des Herstellers über eine TexterkennungOCR (Wiki) offenbar gebührenpflichtig – in aufgenommenen Fotos, aber nur, wenn diese auch scharf genug sind. Damit sollen etwa die fotografierten Visitenkarten automatisch vom iPhone durchsucht werden können.

Diese Software ist es bestimmt wert, sich ein wenig näher damit zu beschäftigen. Unendliche Einsatzmöglichkeiten! Synchronisiert (über die Web-Account-Cloud) mit der entsprechenden Mac-Desktop-Version. Wie geschaffen für die Nahlinse vom Griffin Clarifi Case, was die OCR-Features anbelangt!

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Snappr + Clarifi: Dekodieren von abfotografierten Barcodes

Ebenfalls gratis ist Snappr (App Store Link, Hersteller-Website). Es gestattet, 2D- und als erstes seiner Art auch 1D-Barcodes mit dem iPhone zu scannen (Wiki). Der Rossau-Kurztest funktionierte.

Alle dekodierten Informationen werden direkt in der Applikation oder im Safari angezeigt. Das garantiert maximale Kompatibilität und einfache Benutzung.

Es lassen sich Barcodes von Produkten wie CDs oder DVDs scannen, kurz danach erscheinen internationale Preisvergleiche am Display. Weiters können (nach kostenloser Registratur) persönliche Barcodes erstellt werden.

Auch dieser Software-Hersteller empfiehlt dafür das Clarifi Case mit der fabelhaften Vorsatzlinse.

Eine weitere Barcode-Scanner-Software, die besonders gut im deutschsprachigen Raum funktioniert und kostenlos im App Store erhältlich ist, nämlich barcoo, habe ich im folgenden Blog-Posting getestet: Barcode-Scanner: Der Schrecken des Einzelhandels. Ideal für die Nahlinse!

Pro

  • Ausgezeichneter Schutz des iPhone 3G, besonders der Kamera
  • Ungemein praktische Erweiterung der Fotofunktion
  • Stabil und lange Lebensdauer, macht einen hochwertigen Eindruck
  • Kompakt und dezent, stylish und leicht
  • Tolles Preis-/Leistungsverhältnis

Kontra

  • Gewisse Teile empfindlich für äußere Einflüsse
  • Wer ohne den Schutz des Touchscreens mit einer transparenten Folie nicht ruhig schlafen kann, muss bei deren Anbringung sehr genau arbeiten
  • Nur in einer Farbe erhältlich

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Resümee

Diese praktische und schicke Schutzhülle können wir uneingeschränkt und mit bestem Wissen und Gewissen empfehlen. Neben möglichst umfassendem mechanischen Schutz der Hardware bietet sie eine gehörige und sehr willkommene Aufwertung der Kamerafunktion, die alle anderen Handys und Cases daneben ziemlich alt aussehen lässt. Egal ob soft oder hard.

Jede Besitzerin und jeder Besitzer eines iPhone 3G sollte sich das Griffin Clarifi Case zulegen. Und zwar möglichst bald, das iPhone und seine faszinierende Kamera mit den tausend Möglichkeiten sind es wohl mehr als wert. Ein dringender und wirklich gutgemeinter Rossau-Tipp speziell für unsere geschätzten Besucher!

Bitte weiterempfehlen, vielen Dank im Voraus.

Weitere Informationen

Bezugsadresse

Wer den Rossau-Blog :) unterstützen möchte, bestellt preisgünstig und fälschungssicher unter dem folgenden Amazon-Link, zwei Tage später hat man das perfekte Clarifi in Händen, ohne deshalb das Haus verlassen zu müssen:

Griffin Clarifi Hardcase mit integrierter Kameralinse für Apple iPhone 3G

Viel Spaß damit!

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22 Antworten zu Schutz plus Nahlinse: Griffin Clarifi Case

  1. Marcel schreibt:

    Danke für den Test, denn ich habe gerade ein Case für mein erstes neue iPhone gesucht…
    Werde es gleich bestellen…

    Ihr sagt, Ihr könnt die mitgelieferte Folie nicht empfehlen?
    Welche könnt Ihr denn empfehlen, denn ich suche ebenfalls nach einer Schutzfolie.

    • Habakuk schreibt:

      Hi Marcel!

      Es geht nicht um die spezielle Folie, die beim Griffin Clarifi Case dabeiliegt, sondern um diese Touchscreen-Folien allgemein. Wir haben jetzt seit Oktober ein iPhone und einen iPod touch, und das Glas hat auch ohne diesen Schutz nicht den allergeringsten Makel, obwohl heftig in Gebrauch. Es ist wirklich sehr widerstandsfähig, wir halten diese Folien für unnötig, und zwar aus folgenden Gründen:

      Es ist und bleibt ein Gefrickel, man muss wirklich geschickt sein und sich Zeit nehmen, um die Dinger blasenfrei und gerade anzubringen. Das Glas ist außerdem angenehmer zu berühren und leichter zu reinigen als diese Plastikschicht.

      Die beim Clarifi beiliegende Folie dürfte laut Auskunft jener, die auf eine Benützung bestehen, jedenfalls recht okay sein; sie ist sogar einen Hauch stärker als andere (was die Touch-Eigenschaften des Displays angeblich nicht beeinträchtigt) und auch eine Spur kleiner in den Ausmaßen (halber Millimeter), damit sie mit dem Case zusammenpasst. Werden andere Folien verwendet, kann es sein, dass man sich ein wenig länger spielen muss, um nicht mit dem – erfreulicherweise sehr großzügig den Chromrahmen abdeckenden und ganz knapp bis zum Glas reichenden – Case in Konflikt zu geraten.

      Wie gesagt: Richtig anfällig für Kratzer sind hauptsächlich die Rückseite des iPhones, der glänzende Chromrahmen und das Kameraobjektiv, und genau dafür ist das Clarifi optimal und besser als alle anderen.

      Viel Spaß mit dem Case, ich bin sicher, Du wirst es nicht bereuen.

  2. ClaryDee schreibt:

    Hallo, ich wollte mich auch für den Test bedanken. So ein Langzeittest liest sich ja doch was anders.
    Ich hätte eine Frage zu Evernote: Wie kann ich es denn mit dem App veranlassen, das meine iPhoto-Schnappschüsse gescannt werden? Ich hab mir das App geladen, bin jetzt dort auch registriert, aber finde nirgendwo eine Möglichkeit, meine fotographierten Texte erkennen zu lassen.

    • Habakuk schreibt:

      Hallo ClaryDee!

      Danke für das Lob. Eine schnelle Recherche zu Deiner Frage ergab:

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      More premium only features coming soon!

      Die Gratis-Version ist Adware (wenn auch dezent), für OCR muss man bezahlen, wenn ich alles richtig verstanden habe. Offenbar erst seit kurzem, die Desktop-Version für den großen Mac oder PC (synchronisiert übrigens auch mit dem iPhone über den Web-Account, zumindest hier am Mac) konnte es früher. Und dann bleibt auch noch die Frage, ob es auf Deutsch geht. Es gibt dort ein Support-Forum.

      HTH

  3. manfreed schreibt:

    zu evernote:
    ich muss endlich den beitrag darüber in meinem blog schreiben (vielleicht gleich jetzt dann ;-)) über diese geniale anwendung. meiner meinung nach das absolute must am iphone.

    ich bin zwar premium user, glaube aber mich erinnern zu können, dass ich auch in der gratisversion die scanfunktion genutzt habe. bei den premium features steht ja auch nur “Priority image recognition”.

    funktionieren tut das ganze so:

    evernote besteht aus 3 komponenten:
    – anwendung am pc/mac
    – webinterface (notizen, fotos, tonaufzeichnungen etc sind über den browser abrufbar) voreingestellt: privat, aber auch öffentlich zu machen
    – die iphone anwendung

    und alle drei synchronisieren sich on air (und zwar ohne, dass es nötig ist im gleichen WLAN zu sein, dh ich ändere unterwegs eine notiz, dies wird automatisch über 3G oder WLAN ins web übertragen, wenn ich zu hause den mac aufdrehe ist das auch lokal am mac schon aktualisiert und umgekehrt hab ich immer den aktuellen stand meiner notizen am iphone mit, ohne dass ich vorher drann denken muss zu synchronsieren)

    texte (ich hab grad versucht den text aus dem obigen artikel einzufügen, ganz einfach das bild in eine note hineinziehen) werden beim raufladen auf den server gescannt und stehen beim nächsten connect ein paar minuten später (in der gratisversion hab ich in erinnerung dass ich ca 1 oder 2 h gewartet habe, habs aber auch nicht alle 2 min versucht) durchsuchbar zur verfügung. und zwar im web, am mac/pc und am iphone), werden aber weiterhin in der form des bildes dargestellt (also mit allen formatierungen, eingebettenen bildern etc). am iphone werden gesuchte textstellen gelb markiert. der obige text aus dem handbuch iphone mit tw. sehr kleiner schrift wird vollständig und soweit ich das jetzt überblicke auch richtig erkannt

    eine wunderbare möglichkeit um in seminaren die flipcharts als protokolle bzw seminardoku zu verwenden. ich fotographiere das chart mit dem iphone das ich ja wirklich immer bei der hand habe, füg das bild in eine evernote note ein und hab das protokoll. und jetzt kommts: wenn das halbwegs schön geschrieben und die schrift nicht zu klein ist, liest evernote auch die handschrift und macht auch solche dokumente durchsuchbar (ich werde in meinem blogeintrag ein beispiel bringen)

    im übrigen:
    tags (beschlagwortungen) zum leichteren durchsuchen sind natürlich vorgesehen.

    was ich mittlerweile auch schon ausprobiert habe, ist pdfs. ich fax mir texte oft um sie als pdf auf der festplatte zu haben. das geht leider noch nicht (es wird aber an einer lösung gerarbeitet, wie mir evernote im forum auf anfrage versichert hat). da gibts aber auch hier 2 alternativmöglichkeiten. 1) kann ich das pdf als jpeg sichern, dann gehts (getestet), 2) kann ich das papier ja wie oben beschrieben mit dem iphone fotographieren (auch die kleine schrift wird erkannt, gelesen und in text umgewandelt)

    das programm evernote ist also mein neues OCR programm.
    vor allem ist es aber ein geniales notizprogramm. ich hab dazu früher immer google notes verwendet. aber evernote kann auch texte und fotos clippen, sowie sprachnotizen aufzeichnen und synchronisieren. hauptvorteil ist, ich hab die informationen nicht nur im web sondern auch am mac(pc) und am iphone lokal auch ohne bestehende internetverbindung zur verfügung.

    sehr zu empfehlen.

    liebe grüsse

    manfred

  4. Alex schreibt:

    Na das nenn‘ ich mal einen Umfangreichen Test. Ich nutze ebenfalls das Clarifi Case, neben zwei weiteren zumindest.

    Allerdings möchte ich, gerade im Hinblick auf die Kamera das Programm „Naked Touch“ (für 8 Euro im app Store erhältlich) empfehlen, das eine mehr als rudimentäre Bildbearbeitung am iPhone selbst ermöglicht, die Bilder exportieren und auch die Veränderungen speichern kann.

  5. Spacevoyager schreibt:

    Spitze der Test. Wenn nur alle Produkte so genau unter die Lupe genommen würden. Vielen Dank.

    Ich habe das Case auch schon ein paar Monate und bin damit hochzufrieden. Kann es auch nur ans Herz legen.

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  17. Tim schreibt:

    Hallo,

    das Griffin Clarifi wurde hier ja hauptsächlich am 3G getestet, wenn ich das richtig sehe …
    nun hat das 3GS ja m.W. eine bessere Kamera verbaut; profitiert in diesem Fall das Phone immer noch von der zus. Nahlinse im Makrobereich oder fallen die Unterschiede hier nicht mehr groß ins Gewicht … ?

    DANKE !

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