Bearbeiten von Text & Tabellen am iPhone

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Wer einen Google-Account hat, kann sich nicht nur über die drahtlose Live-Synchronisation seiner Kalender (Beta) freuen, sondern ist jetzt auch in der Lage, auf ganz ähnliche Art & Weise am iPhone oder iPod touch gewisse Manipulationen an seinen Tabellen bei Google Text & Tabellen (Google Docs; Wikipedia) vorzunehmen. Google hat soeben die Features erweitert! Neben dem einfachen Betrachten kommen jetzt auch Editieren, Sortieren und Filtern hinzu.

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Neu für iPhone und iPod touch: Online Tabellen editieren und drahtlos syncen

Im Google Docs Blog Add, edit, sort, and filter: Improved mobile access to spreadsheets werden die zusätzlichen Möglichkeiten mit einem konkreten Anwendungsbeispiel auf Englisch beschrieben (hier geht es zur eingeschränkt brauchbaren automatischen Google-Übersetzung auf Deutsch), die Programme selbst und fast die kompletten Online-Gebrauchsanleitungen stehen in achtunddreißig Sprachen zur Verfügung.

Bei einem kurzen Rossau-Test funktionierte das soweit recht gut und zuverlässig. Es mag sich auf den ersten Blick zwar nur um trockenen Bürokram handeln, aber die Technik, die dahintersteckt, ist jedenfalls hochinteressant. Es darf davon ausgegangen werden, dass sie uns früher oder später auch noch in den verschiedensten (allen?) Anwendungsbereichen begegnen wird, daher ist eine rechtzeitige Übung darin bestimmt vorteilhaft und durchaus spannend. Hightech auf der Spur! Am allerletzten Stand!

Lasset uns also den Dingen näher auf den Grund gehen:

Im Wesentlichen handelt es sich bei der funkelnagelneuen iPhone/iPotch-Unterstützung um die sogenannte “Listenansicht” der Google-Tabelle (siehe Bildschirmfoto oben), das ist die grundlegende, abgespeckte und auch bei langsamen Internet-Verbindungen schnell verfügbare Version einer Tabellenkalkulation mit einfachen Funktionen zur Bearbeitung.

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Dieselbe Tabelle in Vollausstattung auf einem Mac Safari Browser

Die größere Version desselben (gerne auch gleichzeitig geöffneten) Dokuments heißt “Tabellenansicht” (Screenshot oben), steht nur am großen Mac/PC-Browser (Safari, Internet-Explorer) zur Verfügung und bietet sämtliche Ausstattungsmerkmale. Zur “Listenansicht” wird auch im großen Browser automatisch gewechselt, wenn die Internetverbindung eine langsame ist, oder wenn mehr als fünfzig AnwenderInnen gleichzeitig die Tabelle benützen. Die Bearbeitungsmöglichkeiten in der “Listenansicht” sind:

  • Zellen bearbeiten (editieren)
  • Tabellenzeilen hinzufügen
  • Dateneinträge filtern
  • Dateneinträge sortieren
  • grundlegende arithmetische Formeln hinzufügen (Zellen, die bereits Formeln enthalten, können in der “Listenansicht” nicht editiert werden)

Schließlich werden die Änderungen fast zeitgleich, vollautomatisch und drahtlos synchronisiert, und dabei ist es gleichgültig, ob sie am großen Mac/PC oder am mobilen Minicomputer (funktioniert angeblich auch mit Android-powered T-Mobile G1 und dem Nokia S60) vorgenommen wurden. Spätestens wenn irgendeine Schaltfläche betätigt wird, aktualisiert sich die Tabelle im kleinen Safari (sie wird genaugenommen neu geladen). Manchmal wird auf die “Aktualisieren”-Funktion ausdrücklich hingewiesen.

Wird an der iPhone-Tabelle etwas verändert, erscheint dort nach den Manipulationen eine “Senden”-Schaltfläche, worauf beide Browser über die Google-Synchronwolke fast gleichzeitig reagieren. Im Gegensatz zum Google-Kalender funktioniert das bei uns mit einem Mac-Safari wie durch Zauberhand ohne manuellen Refresh (Aktualisieren).

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Google Tabelle am iPhone: Slot Machine mit leichten Grafikproblemen

Die Technik der Tabellenkalkulations-Manipulationen am kapazitiven Multi-Touchscreen ist gut durchdacht und geht nach ein wenig Gewöhnung flott von der Fingerkuppe. Als Eingabe- und Auswahlhilfen stehen auch diese überaus praktischen (aber doch erheblichen Platz am Bildschirm beanspruchenden) Walzen-Simulationen mit dem klickernden Ratschensound (Rasten) und der smoothen Grafik-Animation zur Verfügung, eine Art Mischung aus Einarmigen Banditentibetischen Gebetsmühlen und Brieflos-Rad, die in der Software von iPhone und iPod touch allerorts anzutreffen ist; es handelt sich dabei übrigens um das Standardelement “reel” des iPhone Software Development Kits.

Über eine mögliche Implementierung der Mac/iWork Tabellensoftware Numbers in die kürzlich vorgestellte Google/Exchange Live-Syncwolke ist vorerst nichts bekannt.

Weitere Informationen in der Google Text & Tabellen-Hilfe

Zugangsberechtigung für Google Text & Tabellen erhält sofort, wer mit dem kleinen Safari den Link m.google.com/docs ansteuert. Voraussetzung: Google-Account (gratis).

Es handelt sich wieder einmal um Beta-Versionen, daher mit der nötigen Vorsicht zu genießen. Herumspielen und Ausprobieren kostet jedenfalls nichts. Außerdem scheint es nur mehr eine Zeitfrage zu sein, bis auch andere Dokumente in dieser Form bearbeitet werden können.

Die gute alte Suchmaschine mausert sich zu einem veritablen, hochmodernen und installationslosen *) Office-Paket mit verblüffenden Möglichkeiten für die Minicomputer. Die Wetterprognosen deuten auf bewölkt hin, was aber in Bezug auf Praktikabilität und Datensicherheit durchaus ein gutes Zeichen sein mag.

*) Wenn “Brieflos” und “Schaffnerlos” gehen, dann geht auch “Installationslos”.

Ergänzung. Computer-Fachverlag Heise am 12. Jänner 2010: Google Docs als Sharehoster, daraus:

Googles Online-Office Text & Tabellen, besser bekannt unter seinem ursprünglichen Namen Google Docs, wird demnächst die Speicherung von beliebigen Dateien ermöglichen. Einzige Einschränkung ist, dass diese Dateien nicht größer als jeweils 250 MByte sein dürfen; der gesamte verfügbare Speicherplatz soll Berichten zufolge 1 GByte betragen.

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Weitere Rossau-Artikel über den Google-Service

Google Sync Beta veröffentlicht – Alle Kalender in der Wolke: Drahtlose Live-Synchronisation, zur Verfügung gestellt von Google und Microsoft Exchange.

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